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Almen, Hütten

Mitterhütte


Mitterhütte

Mitterhütte – die Einkehralm mit der freundlichen, tatkräftigen Almerin. Sie hat die bereits verlassene, älteste Alm im weiten Umkreis wieder in Betrieb genommen.

Wanderrouten
Hochalm
Gebirge, Berg, Lage, Tal
Bayerische Voralpen, Isarwinkel; südlich von Lenggries, nordöstlich des Sylvensteinspeichers.
Hüttentyp, Höhe, Öffentl. Zufahrt
Die Mitterhütte ist eine Einkehralm, also Jausenstation. , sie liegt auf 1276 m Höhe, eine öffentliche Zufahrt ist nicht möglich. An Wanderwegen ist der Aufstieg von der Stubenalm am Achenpass zu nennen, der zum Gipfel weiter geht. Ferner besteht eine Route, die von der Ostseite des Sylvensteinspeichers kommt und über die Hölleialm führt. Aber auch aus dem Isartal südlich von Winkl kann man aufsteigen und über den Gipfel des Hochalms zur Hütte kommen. GPS-Koordinaten: N = 47°36´17´´, E = 11°36´26´´.
Kontaktdaten, Öffnungszeiten, Gastronomie
(ohne Gewähr; es wird dringend empfohlen, Öffnungszeiten bzw. Bewirtschaftung vor der Wanderung aktuell zu erkunden)
Hüttentelefon: Telefonanschluß oder eigene Internetseite sind nicht bekannt.; Internet:
Die Mitterhütte hat zur Weidezeit von Juni bis Ende September geöffnet. Einen Ruhetag gibt es in dieser Zeit nicht. Es kann allerdings sein, dass die Almerin mit Arbeiten im Gelände oder anderen Aufgaben beschäftigt und deshalb kurzzeitig nicht anwesend ist. Es gibt die übliche Verpflegung in Einkehrhütten, also Speck- und Kasbrote, sowie die üblichen Getränke einschließlich Milch der eigenen Kühe und Ziegen. Eine Möglichkeit zur Übernachtung besteht nicht.
Gebäude/Umgebung, Almwirtschaftl. Nutzung
Die Mitterhütte ist eine alte, klassische, aus Holz gebaute, eingeschossige Alm mit ausgebautem Dach. Wohnteil und Stall, sowie die übrigen Wirtschaftsteile stehen unter einem First. Das Gebäude ist mit Wellblech abgedeckt, das natürlich nicht so alt ist wie der übrige Teil. Die Giebelfront mit der mittigen Eingangstür, dem Blumenschmuck und dem anschließenden Vouhaagl ist nach Süden gerichtet. Auf diesem, mit Holzbohlen abgedeckten Gebäudeteil stehen zwei große Holztische mit Sitzbänken für die Gäste. Der engere Hofbereich ist mit einem Zaun aus Holzbrettern von der Weidefläche abgetrennt. Das Gebäude steht auf einer offenen, nach Süden und Osten ausgerichteten, relativ steilen Almwiese. Im direkten Umfeld der Hütte gibt es einen separaten Zaun, innerhalb dessen die Ziegen weiden.
Die Alm hat eine gemischte Nutzung, also Jungrinder und zwei Kühe, sowie etliche Ziegen. Auch einige Hühner habe ich laufen sehen. Die Milch wird an Ort und Stelle zu Butter und Käse verarbeitet, so wie man das wahrscheinlich Jahrhunderte lang so gemacht hat.
Anmerkungen
Leider konnte ich am Wandertag nicht einkehren, weil die Almerin zur Reparatur eines Zaunes und zur Beaufsichtigung der Jungtiere auf dem Berg unterwegs war. Aber ich habe mit ihr gesprochen, während sie zum Gipfel aufstieg. Dieses höchst freundliche und offene Gespräch werde ich nicht vergessen. Ich habe versprochen, wieder vorbeizukommen, wenn sie an der Hütte ist und das werde ich auch tun. Ungewöhnlich wie die Almerin selbst, so ist auch die Geschichte dieser Alm. Es ist eine uralte Alm, nachweislich fast 600 Jahre alt. Ursprünglich waren wohl die beiden aus Stein gebauten Häuser/Stall nahe am Gipfel die eigentliche Alm. Als die dann vor langer Zeit aufgegeben wurden, verfielen sie. Die jetzige aus Holz gebaute Mitterhütte musste wohl die Zeit des Stillstandes überlebt haben. Von ihr aus hat die Almerin die Alm gepachtet und den Betrieb wieder aufgenommen. Meine große Hochachtung hat sowohl die Person, als auch ihr Werk und man kann ihr nur einen „guten Almsommer“ wünschen, der das Wohl der Tiere, Gebäude und Personen umfasst. Ihr Werk für die Heimatkultur, den Naturschutz und auch den Tourismus kann man nicht hoch genug einschätzen.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018