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Almen, Hütten

Schreckalm


Schreckalm

Schreckalm – drei Bauern unter einem Hut, geht das? Auf der Schreckalm geht das allemal! Sie besteht aus drei Hütten, die verschiedenen Bauern gehören, aber nur eine hat als Jausenalm geöffnet

Wanderrouten
Geigelstein
Gebirge, Berg, Lage, Tal
Chiemgauer Berge; Geigelstein, Priental, Sachrang
Hüttentyp, Höhe, Öffentl. Zufahrt
Die Schreckalm ist ein klassische Jausenalm, sie liegt auf 1403 m Höhe, eine öffentliche Zufahrt ist nicht möglich. Als Hauptwanderweg ist der Versorgungsweg zu nennen, der von der Hauptstrecke Sachrang-Geigelstein abzweigt und von Süden zur Hütte führt. Daneben gibt es den „Jägersteig“, der als Abkürzung von Westen durch den Wald dient und weiter in Richtung Geigelstein über die Sulzingalm geht. GPS-Koordinaten: N = 47°42´08´´, E = 12°18´39´´.
Kontaktdaten, Öffnungszeiten, Gastronomie
(ohne Gewähr; es wird dringend empfohlen, Öffnungszeiten bzw. Bewirtschaftung vor der Wanderung aktuell zu erkunden)
Hüttentelefon: Telefonanschluß und Internetverbindung sind nicht bekannt.; Internet:
Die Schreckalm hat in der Weidezeit von Anfang Juni bis Anfang Oktober geöffnet; einen Ruhetag gibt es in dieser Zeit nicht, der Almer ist dann Tag und Nacht auf der Alm. Es gibt die jausenüblichen Speisen (Speckbrot, Kasbrot, Wurst) sowie Getränke verschiedener Art. Übernachtungen sind nicht möglich. Sie werden aber immer wieder von Gästen nachgefragt, die ein paar Tage Urlaub in diesem herrlichen Wandergebiet machen möchten.
Gebäude/Umgebung, Almwirtschaftl. Nutzung
Die als Hauptalm geöffnete Hütte ist ein neues Gebäude (Baujahr 2009) dessen Erdgeschoß gemauert und weiß verputz ist. Darauf ist ein Dachteil aus Holz aufgesetzt. Der Stall und sonstige Wirtschaftsteil ist unter einem First angebaut. Die zweite Hütte ist älteren Baujahres, aus Stein gemauert mit ebenfalls aufgesetztem Dachteil aus Holz, aber von sehr niedriger, breiter Bauart. Die dritte Hütte steht ein paar Meter abseits, ist völlig aus Holz, sehr klein und ebenfalls schon älteren Datums. Den beiden Hütten sieht man an, dass sie zwar bewohnbar sind, aber nur selten genutzt werden. Alle drei Hütten stehen auf einem steilen Südhang mit Fernblick ins gegenüber liegende Wandberggebiet.
Die Schreckalm ist mit etwa 80 Tieren von drei Bauern bestossen. Nach Auskunft des Almers dauert es nur wenige Tage nach dem Auftrieb, bis sie die Tiere verstehen und friedlich weiden. Das meiste sind Jungrinder, es sind aber auch einige Mutterkühe dabei. Mutterkuh bedeutet, dass das Kalb einige Monate lang mit Kuh mitläuft und in dieser Zeit von ihr gesäugt wird. Dieser Anblick freut viele Städter, er wird als besonders natürlich empfunden. Allerdings ist zu beachten, dass Kühe zur Verteidigung ihres Kalbes angreifen, wenn ihnen „Eindringlinge“ zu nahe kommen. Auf manchen Almen sind dazu sogar Hinweistafeln aufgestellt. Man sollte diese Warnung ernst nehmen und sich entsprechend verhalten.
Anmerkungen
Viele der Wanderer steigen vermutlich – zumindest im Sommer – über den schattigen und daher stellenweise etwas nassen Jägersteig aus Sachrang hoch. Nach der langen, anstrengenden Strecke freut man sich auf eine Bewirtung. Aber man braucht auch etwas Glück wie ich: just in dem Moment als ich ankam, fuhr auch der Almer von einer Besorgung auf den Hof. Wäre ich schneller oder früher gewesen, hätte ich vor verschlossener Türe gestanden. Auch das sollte man als Wanderer bedenken, wenn man Jausenalmen besuchen will: es kann durchaus sein, dass kurzzeitig niemand anzutreffen ist.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018