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Impressionen aus den Bergen

Almen, Hütten

Finzalm


Finzalm

Finzalm – Dörnröschen ist aufgewacht und strahlt jetzt in einem völlig neuen, wunderschönen Kleid. Anstelle der kleinen, alten Hirtenhütte können seit dieser Saison die Wanderer in einem herrlichen Neubau aus Holz einkehren. Das Haus steht auf einer Geländenase unweit des alten Gebäudes. Die Außenanlage ist noch nicht ganz fertig (Stand: September 2019)

Wanderrouten
Finzbachtal
Gebirge, Berg, Lage, Tal
Bayerische Voralpen, Estergebirge; Finzbachtal im Südosten dieses Gebirgszuges. Der Zugang beginnt im Isartal direkt aus Krün.
Hüttentyp, Höhe, Öffentl. Zufahrt
Die Finzalm ist eine neu erbaute, gut ausgestattete Brotzeitalm, sie liegt auf 1063 m Höhe, eine öffentliche Zufahrt ist nicht möglich. Adresse (unpräzise): Finzalm, D-82494 Krün. Koordinaten: N = 47.518483, E = 11.224620; Geographische Daten: N = 47°31´06.5´´, E = 11°13´28.6´´; UTM-Daten: Z = 32U, E = 570168, N = 5650300; Gauß-Krüger: R-E = 3570272.656, H-N = 5652121.859. Wandertechnisch liegt die Finzalm an einer Hauptstrecke, die aus dem Isartal entlang des Finzbaches nach Westen den südlichen Teil des Estergebirges durchquert. Sie führt über die hintere Finzalm (westlich des Angerlgrabens) zur Esterbergalm und letztlich dann nach Partenkirchen bzw. Farchant. Etwa 800 m östlich der Alm gibt es das „Soiernkreuz“. Dort zweigen die Aufstiege zur Krüneralm und zur Wallgauer Alm ab. Sie führen letztlich hinauf auf den Hauptkamm des Estergebirges. Aber dafür muss man schon ordentliche Kondition und viel Zeit haben.
Kontaktdaten, Öffnungszeiten, Gastronomie
(ohne Gewähr; es wird dringend empfohlen, Öffnungszeiten bzw. Bewirtschaftung vor der Wanderung aktuell zu erkunden)
Hüttentelefon: Telefon und eine eigene Internetseite sind nicht bekannt. Das Touristikportal „Alpenwelt Karwendel“ gibt aber immer tagesaktuelle Hinweise zur Öffnung der Hütten, auch zur Finzalm. Seite: Erleben – Almen und Hütten.; Internet: www.alpenwelt-karwendel.de
Die Finzalm hat in Anlehnung an die Weidezeiten im Sommer geöffnet und zwar von Mitte Mai bis 20. Juli und von Anfang September bis Mitte/Ende Oktober, je nach Witterung. In der Zwischenzeit ist an ihrer Stelle die Krüner Alm geöffnet. Die tägliche Öffnung geht von 11:00 – 17:00 Uhr. Einen Ruhetag gibt es nicht. Zur Verpflegung werden die üblichen Brotzeiten (Speck- und Käsebrote, Wurstsalat) angeboten, einschließlich verschiedener Getränke, auch Milch und Buttermilch. Für den Nachmittag stehen verschiedene selbst gebackene Kuchen und Kaffee bereit. Möglichkeiten zur Übernachtung gibt es nicht.
Gebäude/Umgebung, Almwirtschaftl. Nutzung
Das Gebäude der Alm wurde zur Saison 2019 völlig neu erbaut. Es besticht mit einer besonderen Architektur. Da ist zunächst der Holzbau selbst zu nennen, durchgeführt in der alten Schwalbenschwanztechnik. Die Verzahnung der Balken erfolgt durch den besonderen, zweiseitig schrägen Zuschnitt, ergänzt durch kräftige Holznägel an den Stützen und Verbindungen. Zum anderen ist der ungewöhnliche Grundriss zu erwähnen. An der südlichen Giebelseite ist das Gebäude deutlich schmäler als an der nördlichen Seite. Dadurch ist an dem westlichen Eingang unter der Traufe durch das weit überstehende Dach ein sehr großer Freiplatz entstanden, ausgestattet mit einem massiven Holztisch und Bänken. Die weitere Bestuhlung erfolgt mittels Biertischen an der West- und Südseite des Gebäudes. Die Gestaltung des Hofraumes ist noch nicht abgeschlossen. Die Hütte steht zwar exponiert auf einer Geländenase. Trotzdem ist die Fernsicht begrenzt. Am besten ist noch ein idyllischer Blick nach Westen zu erwähnen über die alte Hütte hinweg in das Finzbachtal hinein.
Die Finzalm (Neubau) ist in den Weidebetrieb zusammen mit der Krüner Alm eingebunden. Das neue Gebäude hat aber damit direkt nichts zu tun. Es steht vor allem Jungvieh auf den Weiden: zu Beginn und zum Ende der Saison auf dem „Niederleger“, in der Mitte der Saison auf dem „Hochleger“ (Krüner Alm).
Anmerkungen
Die Alm hat mich total überrascht. Ich hatte mit der alten Hütte und den dort natürlich begrenzten Möglichkeiten der Einkehr gerechnet. Dann sah ich unverhofft das völlig neu errichtete Gebäude aus Holz auf der Geländenase stehen. In keinen einzigen Internetbeitrag konnte ich dies finden, alle weisen noch auf die alte Hütte hin. Damit haben sich das Platzangebot und die Bewirtungsmöglichkeiten natürlich erheblich verbessert, ergänzt durch das sehr freundliche Wesen der jungen, hübschen Almerin. Es herrscht zwar Selbstbedienung, sie aber kommt immer wieder vorbei und frägt, ob noch Wünsche bestehen. Mit etwas Bedauern ließ ich mir allerdings sagen, dass sich an der alten Öffnungszeit nichts geändert habe. In der Hauptweidezeit von Mitte Juli bis Ende August stehen die Tiere weiter oben auf der Krüner Alm, die dann an Stelle der Finzalm geöffnet hat. Vielen Wanderern wird es aber nicht möglich ein, den langen Weg dort hinauf zu gehen. Immerhin ist die Finzalm nach dem Weideabtrieb Mitte September auch noch bis Mitte/Ende Oktober geöffnet, solange das Wetter mitmacht. Man kann dem Eigentümer zu dieser schönen neuen Hütte und der damit verbundenen Aufwertung des sanften Tourismus in Krün/Wallgau nur gratulieren.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 24.10.2019