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Wanderungen

Teisenberg



Teisenberg

Teisenberg – lohnende Tour auf den bewaldeten Vorbergrücken nahe der Autobahn. Er bietet mit seiner Höhe von über 1300 m eine sehr gute Fernsicht nach Osten und Süden. Außerdem liegt mit der Stoißer Alm eine recht bekannte Hütte nahe dem Gipfel. Bild: Blick vom Streicher nach Norden über Inzell hinweg. Die oben erkennbare Freifläche ist der Gipfel mit der Stoißeralm. Der Aufstieg erfolgt von der nicht sichtbaren Nordseite (Stand: Oktober 2018)

Schwierigkeit:32.2mittel (27.5-40)
Tracklänge:12.1 kmmittellang (8-15 km)
Wanderzeit:3:50 h*mittellang (3-5 h)
Höhensumme:622 mmittelgroß (400-800 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.
Gebirge, Lage, Karte
Chiemgauer Alpen, Teilbereich: Staufengruppe. Nahe der Autobahn bei Neukirchen a. Teisenberg. Südlich des Bergrückens liegt Inzell. Karten: Kompass Wanderkarte Nr. 14, Berchtesgadener Land; bzw. AV Digital 2016 (USB Edition) 3D, Chiemgauer Alpen Ost, bzw. GPS Garmin Oregon 600, TransAlpin V4 Pro.
Datum, Begleiter, Wetter
05.10.2018; Alleingang. Am Aufstieg bin ich einigen anderen Wanderern begegnet, die sowohl auf- als auch abgestiegen sind. Unter anderem kam mir eine Gruppe Kinder entgegen, die wohl auf der Stoißeralm übernachtet hat. Auf dem unteren Teil des Rückweges habe ich dann keine fünf Personen gesehen. Es herrschte sehr schönes Spätsommerwetter mit angenehmen Temperaturen. Der leichte Wind fiel nicht auf. Die Sicht vom Gipfel aus ist sehr gut, ansonsten aber verläuft die Strecke weitgehend im Wald.
Erreichte Gipfel
Großer Teisenberg auf 1333 m; das ist zugleich der höchste Punkt der Strecke. Der niedrigste Punkt der Strecke liegt mit 782 nördlich der Haslacher Stube.
Alm(en), Hütt(en):
Stoißer Alm, Auf dem Rückweg kommt man lediglich an der „Haslacher Stube“ vorbei. Ich bin mir nicht sicher, ob das eine Selbstversorgerhütte oder eine besonders große Diensthütte ist. Für letzteres würde die Lage an einem großen freien Platz sprechen, auf dem auch einiges Material für den Straßenbau lagerte.
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Wanderparkplatz Feilenreit. Der Parkplatz ist als solcher ausgeschildert, liegt ein paar Meter im Wald und bietet Platz für 10 – 12 Autos; Adresse: Feilenreit, D-83313 Siegdorf. Koordinaten: N = 47.818059, E = 12.735301; Geographische Daten: N = 47°49´05.0´´, E = 12°44´07.1´´; UTM-Daten: Z = 33T, E = 330475, N = 5298562; Gauß-Krüger: R-E = 4555170.790, H-N = 5298017.519.
Vom Parkplatz geht es nach links, den etwas schmäleren Karrenweg entlang, leicht bergauf. Ein Wegweiser weist die Strecke zur Stoißeralm, wiewohl das auf der ganzen Strecke der Fall ist. Am Aufstiegsweg würde man also keine Karte brauchen. Nach kurzer Zeit mündet der Weg auf eine Forststraße ein, der man ein Stück folgt. Dann zweigt ein Steig nach rechts ab, der weiter oben eine Forststraße überquert und als „Kirschbaumweg“ weitergeht. Er erweitert sich zu einem Karrenweg, von dem erneut ein Pfad nach rechts abzweigt. Die Strecke wird nun etwas holpriger, ehe sie auf den beginnenden Kamm mündet. Diesem geht man nach links weiter erneut bergauf. Auf einem kurzen Flachstück kommt dann die Abzweigung nach rechts zur Stoißeralm, es geht aber erst geradeaus weiter zum Gipfel. Zur Stoißeralm geht es über die Wiese bergab. Der Rückweg beginnt mit einem kurzen Aufstieg zur Kapelle, dann aber nicht zum Gipfel, sondern rechts weg auf den Kamm östlich des Gipfels. Nach einem kurzen Stück bergab geht es nach links, über eine Forststraße hinweg und nochmal nach links, ab hier dem Wegweiser „Neukirchen“ entlang. Nach einer Überquerung eines Kars und einem weiteren Stück bergab mündet der Pfad auf eine Forststraße ein. Es folgen drei Abzweigungen, wobei man jeweils talwärts weitergeht. Kurz nach der Haslacher Stube geht es noch einmal nach links auf den „Kachelsteinweg“. Dieser wird nach einer größeren Linkskurve zu der Straße, die man schon am Aufstiegsweg gegangen ist. Mit einer Abbiegung nach rechts kommt man wieder auf den Karrenweg, der zum Parkplatz zurückführt.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
WanderPP Feilenreit850
Abzw. Pfad rechts906 0:191,42
Überqu. Forststraße982 0:110,63
Abzw. Pfad nach rechts1131 0:261,07
Beginn Bergkamm1200 0:200,78
Dreieck Stoißer Alm1312 0:290,98
Gipfel Großer Teisenberg1333 0:060,22
Stoißer Alm1271 0:110,45
Abzw. vom Kamm links1263 0:160,81
Abzw. nach links1140 0:110,68
Einmü. Forststraße1024 0:130,69
Haslacher Stube804 0:352,46
Abzw. Kachelsteinweg782 0:050,26
WanderPP Feilenreit850 0:281,72
Anmerkungen:
Den Teisenberg als „Vorbergbuckel“ abzuwerten, würde der Sache nicht gerecht. Dazu ist er viel zu hoch, verlangt teilweise „ordentliches Berggehen“ und bietet am Gipfel eine hervorragende Aussicht, vor allem in südliche Richtungen. In Gesprächen mit anderen Wanderern stellte sich heraus, dass er gerade von Einheimischen als Trainingsstrecke und zum Treffpunkt mit Freunden in der Stoißeralm genutzt wird. Dem kommt entgegen, dass er im Grunde aus vier Himmelsrichtungen angegangen werden kann: aus Norden, wie ich das gemacht habe, aus dem westlichen Hammer, aus dem südlichen Inzell und aus dem östlichen Anger. Bei so viel Nachfrage, könnten gerne noch ein paar weitere Personen hinzukommen; ein Geheimtipp ist er ohnehin nicht.

Der Gipfel ist eine schmale, längere Kuppe, nach Süden offen. Es gibt zwar auch eine Aussichtstelle nach Norden, die aber fast zugwachsen ist. Ein aufwändig geschnitztes Kruzifix steht als Gipfelkreuz direkt am Wald.

Ein zweites Almkreuz steht nahe an den Almgebäuden. Es hat die Funktion als Gedenkort für die Gefallenen.

Sogar noch ein drittes, religiöses Symbol ist zu sehen: eine sehr schöne Almkapelle, ebenfalls direkt an der Alm. Die Geschichte dieses Haus macht es ratsam, mit solchen Stätten auf eine friedliche und glückliche Zukunft zu hoffen.

Wurzelsteig auf der Nordseite des Berges. An einigen Stellen verdient der Weg die Bezeichnung „Bergsteig“ allemal.

Nachdem man erst mal auf den Gipfelkamm angekommen ist, geht es noch ein gutes Stück weiter bergauf bis zum Gipfel.

Dann aber gibt es Gelegenheit zum Fernblick. Im Südwesten ist der bekannte Rauschberg mit dem nach Osten anschließenden Streicher (Kienberg) zu sehen.

Nach Osten schließen sich die Staufenberge an. Dort gibt es eine ganze Reihe von Wanderzielen, allerdings schon etwas anstrengender was die Höhe und Streckenlänge angeht.

Ja – und dann erblickt man ihn, den unverwechselbaren Untersberg mit seinen vielbesungenen „Manderln“.

Selbst Salzburg ist von hier oben zu sehen. Allerdings sollte es dafür schon recht klar sein.

Der Rückweg nach dem Besuch der Stoißer Alm beginnt erst mal mit einem kurzen Anstieg in Richtung Gipfel. Dann aber geht es – in meinem Fall – recht bald nach rechts, ehe der richtige Abstieg beginnt.

Einer der wenigen Attraktionspunkte die bis zum Parkplatz noch am Wege liegen, ist die Haslacher Stube. Ich habe nicht herausbekommen, was das für eine Hütte ist.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018