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Wanderungen

Sulten



Sulten

Sulten – keineswegs nur ein Vorbergbuckel der Kampenwand. Der langgezogene Bergrücken mit seiner riesigen Südflanke fällt jedem auf, der von der Kampenwandbahn zur Steinlingalm wandert. Es führt zwar keine offizielle Route zu seinem Gipfel, aber er hat einen gut sichtbaren Steig vom Sultensattel aus, ein schönes Gipfelkreuz und eine unvergleichliche Fernsicht zum Chiemsee (Stand: Oktober 2016)

Schwierigkeit:30.3mittel (27.5-40)
Tracklänge:9.20 kmmittellang (8-15 km)
Wanderzeit:3:30 h*mittellang (3-5 h)
Höhensumme:704 mmittelgroß (400-800 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.
Gebirge, Lage, Karte
Chiemgauer Alpen; Untergruppe Chiemgauer Berge; Bernau/Aschau, der Sulten liegt der Kampenwand nördlich vorgelagert. Karte: AV Digital 2016 (USB Edition) 3D; Chiemgauer Alpen West.
Datum, Begleiter, Wetter
28.10.2016; Alleingang. Den Tag über konnte man überall andere Wanderer treffen, meist Einheimische, die ganz direkt ihre Ziele ansteuerten, vor allem die Steinlingalm. Bei der Rückkehr zum Parkplatz hatte sich dieser am frühen Nachmittag ganz gut gefüllt. Es herrschte eine Inversionslage und damit sehr gutes herbstliches Wanderwetter. Morgens war es in den Tälern noch recht frisch, es gab aber kaum Nebel. Auf größeren Höhen stiegen die Temperaturen deutlich an, die Fernsicht konnte man als sehr gut bezeichnen, allerdings mit leichtem Dunst.
Erreichte Gipfel
Sulten Ostgipfel (1461 m)
Alm(en), Hütt(en):
Liftstüberl Kampenwand, Gschwendtner Stubn, Schlechtenberg Alm, Gorialm, Direkt an der Strecke liegen – außer den genannten Einkehrhütten – keine weiteren Hütten. Wohl aber sind etliche Gebäude (Hütte u.a.) in geringer Entfernung zu sehen.
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Waldparkplatz Aigen, Hintergschwendt; Adresse: Hintergschwendt, 83229 Aschau. Koordinaten: N = 47.780326, E = 12.361494; Geographische Daten: N = 47°46´49.2´´, E = 12°21´41.4´´; UTM-Daten: Z = 33T, E = 302352, N = 5295256.
Vom oberen Teil des Parkplatzes führt eine breite Straße bergwärts, die weiterhin auch noch als Parkplatz dient. Nach knapp 1 km zweigt ein Pfad nach links ab, der etwas holprig bergwärts führt und später auf die Straße einmündet, die vom Maissattel kommt. Nach einem kurzen Stück geht es mit den Abkürzungen nach rechts und später nach links weiter. An der Überquerung der Straße auf etwa 1050 Meter beginnt eine vierte Abkürzung, die man bei schlechteren Wegebedingungen besser nicht geht, weil der Weg arg baazig ist. Am Ende der Straße bzw. wenn diese scharf nach abbiegt, beginnt der Hauptanstieg: über des Marterl „Zu Unserer Lieben Frau“ geht es zum Wegedreieck am unteren Roßboden. Dort führt der Weg nach links und geht bis zum Ende des Waldes am Roßbodensattel bergauf. Die reguläre Route führt nun im großen Bogen zum Sultensattel. Ich aber habe versucht, einen etwas versteckten Steig direkt zum Gipfel zu finden, konnte ihn aber nicht wirklich entdecken und musste daher weglos den steilen Hang über die Wiese aufsteigen. Vom Gipfel führt ein gut sichtbarer Steig nach Südwesten bergab zum Sultensattel. Nunmehr geht es auf der Straße bergab, an der Schlechtenbergalm und Gorialm vorbei bis zur Abzweigung zum Liftstüberl. Nach der dortigen Einkehr geht es ein Stück wieder bergauf in Richtung Sulten bis zum Querweg, der dann an der Nordseite um den Berg herum in den Wald führt, wo er zurück zum Wegedreieck kommt. Von nun an ist der Rückweg der gleiche wie der Aufstieg. Die baazige Abkürzung bin ich dann aber nicht mehr gegangen, sondern auf der Straße geblieben.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
PP Aigen Hintergschwendt832
Ende unterer Steig968 0:200.94
Überqu. Forststraße1051 0:140.58
Marterl Liebe Frau1119 0:140.40
3Eck unterer Roßboden1170 0:110.29
Sattel oberer Roßboden1308 0:200.63
Ostgipfel Sulten1461 0:330.50
Liftstüberl1146 0:322.23
3Eck unterer Roßboden1170 0:261.32
Überqu. Forststraße1051 0:150.80
Beginn unterer Steig968 0:090.52
PP Aigen Hintergschwendt832 0:160.91
Anmerkungen:
Der Sulten ist eine von vielen Wanderrouten im Gebiet zwischen Kampenwand und dem Chiemsee. Ein dichtes Netz an Wanderwegen, verbunden mit vielen Einkehrmöglichkeiten, durchzieht die Region. Natürlich ist die Kampenwand selbst die Königsroute, gefolgt von der Gedererwand. Wem solche Touren aber zu anstrengend oder zu gefährlich sind, der kann sich gerne den Sulten vornehmen. Man muss ja nicht den steilen, weglosen Ostaufstieg wählen, sondern kann auf dem harmlosen Steig vom Sultensattel losgehen. Oben steht ein Gipfelkreuz mit einer kleinen Ruhebank. Von dort aus gibt es eine unvergleichbare Fernsicht zum Chiemsee und ins Alpenvorland, aber auch zu den westlich und östlich liegenden Bergen. Einige wenige Bäume versperren den Blick nicht wirklich. Die kleine Bank ist wohl von einigen „gewichtigen“ Personen etwas ramponiert worden; macht nichts, die Fernsicht kann man auch im Stehen erleben. Obwohl ich auf dem Gipfel etliche Personen getroffen habe, kann man diesen Teil der Tour auf jeden Fall als Geheimtipp bezeichnen.

Westflanke des Sulten: ebenso wie die Süd- und Ostflanke ein großes Weidegebiet. Nur der Kamm und die Nordflanke des Berges sind bewaldet. Unten links ist das Liftstüberl zu sehen.

Den Ostgipfel ziert ein schönes, hölzernes Gipfelkreuz. Von dieser Stelle aus ist die Sicht nach Norden hervorragend, insbesondere zum Chiemsee.

Aus der passenden Perspektive kann man sogar belegen, dass das Gipfelkreuz höher ist als die Kampenwand im Hintergrund!

Der Aufstieg aus Aigen über den Roßboden ist relativ einfach, an einigen Stellen stehen aber doch etwas anstrengendere Passagen an, man muss ja nicht unbedingt die weglose Ostflanke wählen.

Wenn man am Marterl „Zu unserer Lieben Frau“ ein wenig innehält und sich sammelt, dann kann man die weitere Strecke allemal gut bewältigen.

Nicht minder spannend ist der Steig zur Gedererwand. Der Einstieg beginnt am Roßbodensattel, ist aber nicht gleich zu finden. Trittsicherheit ist unbedingt erforderlich und zum Gipfel ist dann noch etwas Kraxelei angesagt. Aus diesem Grund hat er nur seine Liebhaber, aus „Versehen“ kommt dort oben niemand an.

Südöstlich liegt die Hochplatte, ebenfalls ein sehr lohnender Berg für eine Wanderung. Über sie hinweg geht der Blick bei guter Sicht weit in die Loferer Steinberge und Berchtesgadener Alpen.

Im Osten ist zunächst des „Dreigestirn“ mit Staffen Friedenrath und Hochplatte sichtbar. Dahinter zeigen sich „Chiemgauzwillinge“ Hochgern und Hochfelln.

Hintergschwendt; auf dieser grünen Hochfläche beginnen etliche Touren in Richtung Kampenwand und dort ist auch das Feinschmeckerlokal „Gschwendtner Stubn“ (siehe Link).

Haindorfer Berg. An sich ist das vor allem eine Skitour. Aber auch von Aschau aus gibt es eine recht schöne Wanderstrecke auf diesen „Vorbergbuckel“.

Aschau im Chiemgau im Priental, im Hintergrund liegt Frasdorf mit seinem spitzen Kirchturm. Durch dieses Tal fließt der westliche Zufluss zum Chiemsee, nämlich die Prien und markiert den Beginn der „Chiemgauer Berge“, das Herzstück des Chiemgaus.

Gorialm eine klassische Jausenalm am Abstieg vom Sulten. Sie hat prinzipiell das Ganze Jahr geöffnet, außerhalb der Weidezeit aber nur bei schönerem Wetter und an den Wochenenden.

Unweit des Parkplatzes an dem diese Tour begann, liegt Hintergschwendt. Es ist ein kleiner Ort mit einigen wenigen Häusern, aber auch mit einer sehr gepflegten Ferienwohnanlage und einem Gasthaus (siehe Link).

Einen Blick in die Schönheit dieser Gegend vermittelt die Hochfläche in Hintergschwendt. Dies gilt ganz besonders, wenn sich an einem sonnigen Tag im Herbst die Farben Grün, Gelb und Braun mit den bergigen Wäldern und Wiesen einen Wettbewerb liefern.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018