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Wanderungen

Brennkopf



Brennkopf

Brennkopf – abenteuerliche Rundtour im nördlichen Kaiserwinkl bzw. in den südlichen Chiemgauer Bergen durch eine abwechslungsreiche Gegend mit guten Fernblicken. Im Bild: Westflanke des Brennkopfes; nach Süden hat er eine flachere Seite, die übrigen Seiten sind relativ steil (Stand: Juli 2016).

Schwierigkeit:36.3mittel (27.5-40)
Tracklänge:12.0 kmmittellang (8-15 km)
Wanderzeit:4:20 h*mittellang (3-5 h)
Höhensumme:780 mmittelgroß (400-800 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.
Gebirge, Lage, Karte
Chiemgauer Alpen, Untergruppe Chiemgauer Berge; Kaiserwinkl, nördlich des Walchsees. Karte: AV-Digital (USB-Edition) 3D, Chiemgauer Alpen West bzw. Kompass Wanderkarte Nr. 09 (1:25000) Kufstein, Walchsee, St. Johann.
Datum, Begleiter, Wetter
01.07.2016; Alleingang; das gilt fast wortwörtlich für große Teile der Strecke. Selbst im Gipfelbuch am Brennkopfs fand ich nur einen Eintrag mit dem Datum: „31.06.2016“. Nahe der Knollalm traf ich vier Tiroler Deandln, die zwar auch in Richtung Hitscheralm weitergingen, dort aber nicht „zurikehrn“ wollten. Es herrschte angenehmes sommerliches Wanderwetter mit wenigen Wolken und angenehmen Temperaturen. Zudem wehte zuweilen ein leichter Wind, der für rasche Abkühlung sorgte, falls es doch ein wenig warm wurde. Die Fernsicht in alle Himmelrichtungen konnte man als „gut“ bezeichnen und es gab dafür reichlich Gelegenheit.
Erreichte Gipfel
Brennkopf (1353 m)
Alm(en), Hütt(en):
Hitscheralm, Alm 18 (Name unbekannt, 1092 m), Brennköpflalm (1185 m), Knollalm (1246 m). Viele weitere Almen liegen in Sichtweite.
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Wanderparkplatz am Sportplatz Winkl (gebührenpflichtig: 3 €); Adresse: Hausbergstraße 93, A-6344 Walchsee. Koordinaten: N = 47.659781, E = 12.324331; Geographische Daten: N = 47°39´35.2´´, E = 12°19´27.6´´; UTM-Daten: Z = 33T, E = 299105, N = 5281956.
Vom Parkplatz ein paar Meter zurückgehen in Richtung Walchsee. Dann nach Norden abbiegen (es stehen dort bereits erste Wegweiser mit der Angabe „Brennkopf“) später noch einmal nach links abbiegen, durch ein Gartentor gehen. Ab da beginnt die wirkliche Route bergauf, zunächst mit undeutlichen Markierungen und kaum sichtbaren Trittspuren. Später wechseln mehrfach Wald- und Weidepassagen ab. Ein erster Wegweiser lässt die Wahl zweier Steige zum gleichen Ziel; ich wählte den linken, direkten Weg. Am Ende der letzten Waldpassage wurde es dann ernst: ich musste durch sumpfiges Gelände von Grasbüschel zu Grasbüschel hupfen, um weiterzukommen. Ab der ersten Alm (Name unbekannt, Nr. 18) geht es dann auf einem guten Wirtschaftsweg weiter nach Nordosten auf den Sattel zwischen Brennkopf und Brennköpfl mit einer weiteren Almhütte. Anschließend geht es nach links um den Berg herum bis kurz vor der Knollalm und im spitzen Winkel zurück auf den Gipfel des Brennkopfs. Vom Gipfel den Aufstiegsweg wieder zurück und über die Knollalm in westlicher Richtung leicht bergab bis zur Hitscheralm. Ab dem Almgebäude führt der steile Steig in einigen Kehren talwärts, durch den Wald, noch einmal kurz auf eine offene Fläche und endet im Tal nahe dem Golfplatz. Abschließend wartete ein richtiger Haatscher entlang, bzw. auf der Straße bis fast in die Ortsmitte von Walchsee, ehe man auf die Zufahrtstrasse zum Parkplatz wechseln kann und noch ein paar Meter bergan gehen muss.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
Parkplatz Sportplatz Oberwinkl695
Beginn Bergstrecke695 0:11
Abzw. Wasserfall832 0:23
Überqu. Versorgungsweg937 0:16
Ende 2. Weidefläche1000 0:19
Alm 181092 0:26
Brennköpflsattel1185 0:13
Kreuzung Knollalm1246 0:15
Gipfel Brennkopf1353 0:17
Hitscheralm1095 0:27
Überqu. Versorgungsweg829 0:22
Einmü. nahe Golfplatz679 0:17
Parkplatz Sportplatz Oberwinkl695 0:44
Anmerkungen:
Das Prädikat „abenteuerlich“ gilt in mehrfacher Hinsicht: zunächst wollte ich eigentlich im östlichen Mangfallgebirge auf eine Tour gehen. Aber die Zufahrt zum Startort war wegen Brückenschäden gesperrt. So musste ich mich neu entscheiden. Ich wählte kurzerhand die Gegend nördlich von Walchsee, zu der es nicht weit war und die ich aus einer früheren Wanderung kannte. Ich fand die Route zum Brennkopf auch ohne Navi-Daten und ohne Karten. Im Gelände orientierte ich mich an Wegweisern und vertraute im Übrigen auf meinen Orientierungssinn. Das ist aber keine Empfehlung für andere; ich habe das auch nur zum ersten und hoffentlich zum letzten Mal gemacht. Die Strecke „Brennkopf“ kann man in drei verschiedene Teilbereiche unterscheiden: Auf- und Abstieg über sehr steile und holprige Pfade, entspannendes Gehen auf der Hochfläche auf guten Wirtschaftswegen und den langweiligen Haatscher vom Golfplatz zurück zum Parkplatz. Die Steige am Auf- und Abstieg sind wahrlich nicht der große Hit, aber die herrlichen Aussichtspunkte auf der Hochfläche entschädigen für die Mühe allemal. Und natürlich darf die Einkehr auf der Hitscheralm nicht ausgelassen werden; ich habe nicht verstanden, warum die vier erwähnten Mädels einfach weitergingen.

Gipfelkreuz am Brennkopf. Das Kernkreuz aus Metall ist mit Holz ausgefüttert. Ein kräftiger Zaun schützt es vor Weidetieren; eine Holzbank lädt zum Verweilen und Schauen ein, was man wirklich nutzen sollte.

Der Weg zum Gipfel führt aber zunächst über den Brennköpflsattel und die dortige Alm. Das Brennköpfl ist der kleinere Nachbar des Brennkopfs; er liegt in südöstlicher Richtung. Eine Besteigung lohnt angesichts der anderen Ziele wohl kaum.

Vom Brennkopf schweift der Blick nach Norden, zunächst zur Burgeralm und Wandberghütte, sowie zu den dahinter sichtbaren bayerischen Bergen….

… weiter nach Osten erkannt man den Geigelstein und seinen Nachbarn, den Breitenstein. Letzterer ist ein Grenzberg, an seiner südöstlichen Seite setzt sich die Kette mit dem Karkopf und dem Rudersburg fort. Sie sind flankiert von der Karalm und Naringalm.

Direkt im Osten des Brennkopfs sieht man das Lochner Horn mit der sehr schönen, aber nicht bewirtschafteten Kohlenrieder Alm.

Im Nordwesten zeigt sich der Wandberg, ebenfalls ein sehr lohnender Berg für eine Wandertour. An seiner Ostseite liegt die Burgeralm.

Nach Westen geht der Blick über die Knollalm – ein stattlicher Bauernhof – und über die Ortsteile von Rettenschöß, letztlich zum Inn und den Bergen des Mangfallgebirges.

Nach Süden zeigt sich die volle Pracht des Kaisergebirges bzw. Kaiserwinkls. Zunächst erkennt man die beiden markanten Gebirgsteile mit ihren „Eingangsberg“, dem Heuberg….

… etwas weiter links wandert der Blick über Walchsee (Ort und See) mit dem bekannten „Terrassen-Campingplatz“ und dem Ebersberg mit den Flächen der Lippenalm.

Zu guter Letzt erkennt man dann auch noch den Ausgangspunkt der Touren zum Brennkopf und auch zur Harauer Spitze, nämlich den Parkplatz am Sportplatz Winkl.

 

 

 

 

 

 

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