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Wanderungen

Kroatensteig



Kroatensteig

Kroatensteig, auch Tollpatschenweg genannt – eine einfache Wanderung im Grenzgebiet zwischen Bayern und Tirol über die „Rauhe Nadel“ zwischen Schleching und Taubensee (Kössen). Etwas heikle Stellen auf dem Bergpfad sind mit Seilen gut gesichert

Schwierigkeit:34.5mittel (27.5-40)
Tracklänge:15.9 kmlang (>15 km)
Wanderzeit:3:50 h*mittellang (3-5 h)
Höhensumme:590 mmittelgroß (400-800 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.
Gebirge, Lage, Karte
Chiemgauer Alpen, Untergruppe Chiemgauer Berge; Übergang in den Kaiserwinkl (Rauhe Nadel), Schleching Ost.
Datum, Begleiter, Wetter
06.08.2015; Tassilo hat mich auf dieser Tour begleitet. Da Ferienzeit war und schönes Wetter herrschte, konnte man auf allen Streckenteilen viele Wanderer antreffen, ganz besonders natürlich um den Taubensee, den etliche für ein kurzes Bad genutzt haben Es herrschte ein ausgeprägtes Hoch mit strahlend blauem Himmel und guter Fernsicht. Der Blick nach Westen zu Geigelstein und Co. machte sofort Lust auf weitere Tourenziele. Die Temperaturen waren in Waldpassagen noch erträglich, außerhalb aber konnte man durchaus von großer Hitze sprechen, die den Wanderaktivitäten aber keinen Abbruch tat.
Erreichte Gipfel
Kein Gipfel erreicht, die höchste Stelle lag mit 1220 m auf dem Sattel der „Rauhe Nadel“.
Alm(en), Hütt(en):
Chiemhauser Alm , Bäckeralm (Schleching), Berggasthof Streichen , Petereralm (867 m), Donaueralm ( 991 m), Wallfahrtskirche Streichen (795 m).
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Wanderparkplatz Streichen, zweiter Platz am Ende der öffentlichen Straße (Gebühr: 2 €); Adresse: Streichen 1, 83259 Schleching. Koordinaten: N = 47.704230, E = 12.404202; Geographische Daten: N = 47°42´15.2´´, E = 12°24´15.1´´; UTM-Daten: Z = 33T, E = 305267, N = 5286691.
Vom Parkplatz aus geht es geradeaus weiter der gut ausgeschilderten Strecke entlang. Kurz nach dem Start zweigt man links ab, später noch einmal links in Richtung Petereralm. Über die Wiese, an der Alm vorbei und an der Einmündung auf die Versorgungsstraße nach rechts. Auf der Straße bleiben, an der Donaueralm vorbei bis kurz nach der Abzweigung zur Chiemhauser Alm. Mit einer Abzweigung nach rechts beginnt der Kernteil des Kroatensteigs, der über den Kamm geht und auf den Querweg zwischen Taubensee und Taubenseehütte mündet. Kurzer Besuch am Taubensee und Einkehr in der Taubenseehütte, dann gleicher Rückweg und Besuch auf der Chiemhauser Alm. Abstieg auf dem Aufstiegsweg bis zur Einmündung auf die Forststraße unterhalb der Petereralm. Dort geht der weitere Weg nach links und zweigt später auf einen Steig ab, der direkt zur Bäckeralm führt. An der Alm in das Flussbett nach rechts weiter absteigen und anschließend Aufstieg direkt zur Wallfahrtskapelle. Kapelle und Gasthaus sind nur wenige Meter voneinander entfernt. Ab dem Gasthaus auf der Straße zurück zum Parkplatz.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
Wanderparkplatz Streichen764
Abzw. zur Petereralm866 0:24
Beginn Kroatensteig1002 0:35
Sattel Rauhe Nadel1220 0:31
Taubensee1160 0:12
Taubenseehütte1165 0:11
Sattel Rauhe Nadel1220 0:12
Beginn Kroatensteig1002 0:26
Chiemhauser Alm1019 0:05
Petereralm867 0:15
Bäckeralm735 0:28
Berggasthof Streichen785 0:17
Wanderparkplatz Streichen764 0:14
Anmerkungen:
Das Tal der Tiroler Achen ist ein alter Handelsweg von Italien nach Bayern. Eine Engstelle für die „Säumer“ war die Pforte bei Klobenstein, auch heute noch Grenze zwischen Bayern und Tirol. Im Zuge des 30jährigen Krieges wurde die Grenze bei Klobenstein blockiert und der Warenaustausch unterbunden. Später nutzten dann Plünderer (Kroaten, Tollpatsche, Panduren) eine wenig entfernte Route vom östlich liegenden Taubensee über den Kamm der „Rauhe Nadel“ nach Schleching für ihre Raubzüge. Heute ist diese Strecke eine Wanderroute, die zwar im Grund noch die Beschwerlichkeiten einer damaligen Überquerung zeigt, aber auch erkennen lässt, dass keine andere Route günstiger war. Diese „historische Strecke“ ist Grund genug sie zu gehen und mit einem Besuch von Einkehrhütten nördlich und südlich der Grenze zu verbinden.

Petereralm, das erste Zwischenziel am Aufstieg nach dem Parkplatz.

Nach einer kurzen Waldpassage öffnet sich die Landschaft – es geht an der Donaueralm vorbei zur Chiemhauser Alm. Sämtliche Almen in diesem Gebiet werden noch genutzt und sind deshalb in einem guten Pflegezustand.

Blick nach Westen, dort thront der Geigelstein, unbestritten der König in diesem Teil der Chiemgauer Berge. Links davon liegt sein Adlatus, der Breitenstein, dazwischen das Gelände der Wuhrsteinalm.

Blick über Schleching zur Kampenwand. Schleching liegt nicht auf der Rückseite, sondern auf der Sonnenseite der Kampenwand. Rechts ist die Hochplatte zu sehen.

Rudersburg, ein Grenzberg westlich des Achentals mit der Tiroler Karalm (rechts, wäre ein weiteres, lohnendes Wanderziel).

Streichen – ein berühmter Ort mit einer bekannten Wallfahrtskirche und einem dafür passenden Gasthof. Auf unserer Wanderung die letzte Station.

Spätgotische Wallfahrtskirche St. Servatius auf dem Streichen, genannt „Streichenkapelle“; ein Kirchlein zwischen Himmel und Erde mit Blick zu zahlreichen Bergen. Der Eingang in den Vorraum ist meist offen.

Berggasthof Streichen, das ehemalige Mesnerhaus zur Kirche. Die Größe dieses Hauses zeigt, wie sehr damals kirchliche Einrichtungen und das Drumherum das Leben dominiert haben.

Taubenseehütte mit dem Grenzberg „Rauhe-Kopf-Nadel“ im Hintergrund. Die Hütte hat in der letzten Zeit ihr Erscheinungsbild sehr positiv verändert.

Im idyllischen Taubensee gibt es Wassernixen, hat man mir gesagt. Mehrmals habe ich schon danach Ausschau gehalten, diesmal hat sich eine gezeigt.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018