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Wanderungen

Almentour Silleck



Almentour Silleck

Almentour Silleck – Rundwanderung um den östlichen Nebengipfel des Hochgerns mit Abstechern zu vier Einkehralmen: Bischofsfellnalm, Hinteralm, Brachtalm und Vorderalm

Schwierigkeit:41.3anstrengend (>40)
Tracklänge:14.0 kmmittellang (8-15 km)
Wanderzeit:5:20 h*lang (>5 h)
Höhensumme:850 mgroß (>800 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.
Gebirge, Lage, Karte
Chiemgauer Alpen, Untergruppe Chiemgauer Berge, Hochgernregion; Talort ist Bergen bzw. Kohlstatt. Karte: AV Digital 2010, Chiemgauer Alpen Mitte.
Datum, Begleiter, Wetter
04.08.2015; Alleingang. Dank der Ferienzeit waren viele Wanderer und Biker unterwegs, vornehmlich auf den Hauptrouten und in der Nähe der Almen. An der etwas heiklen Querverbindung von der Hinter- zur Vorderalm habe ich niemand angetroffen. Es herrschte stabiles Hochdruckwetter mit blauem Himmel und guter Fernsicht. Am Nachmittag zogen einige Schleierwolken auf. Die Temperaturen waren hoch, in Waldpassagen aber erträglich.
Erreichte Gipfel
Kein Gipfel erreicht, das war auch nicht vorgesehen. Der höchste Punkt liegt mit 1381 m auf der Bischofsfellnalm.
Alm(en), Hütt(en):
Bischofsfellnalm , Hinteralm (Hochgern) , Brachtalm, Vorderalm (Hochgern), An anderen Hütten sind die Schutzhütte Rotwandlkopf am Aufstiegsweg und die Selbstversorgerhütte auf der Bischofsfellnalm zu nennen. Dort gibt es eine weitere Alm, ebenso nahe der Hinteralm.
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Wanderparkplatz Kohlstatt; Adresse: Sommerau 1, 83346 Bergen/Chiemgau. Im letzten Teil der öffentlichen Straße gibt es etliche Möglichkeiten zum Parken. Koordinaten: N = 47.778035, E =12.552539; Geographische Daten: N = 47°46´40.9´´, E = 12°33´09.1´´; UTM-Daten: Z = 33T, E = 316654, N = 5294531.
Vom Parkplatz geht es geradeaus weiter; an der Abzweigung zum Hochfelln geht man rechts, später vorbei an der Talstation der Materialseilbahn zum Hochgern. Etwas weiter oben teilt sich der Weg: nach links geht es in Richtung Eschelmoos, Bischofsfellalm und Hinteralm, von rechts kommt man am Ende der Wanderung wieder zurück. Weiter aufwärts entlang der Weißen Ache kommt man am Wasserfall vorbei. Im Folgenden geht es immer auf dem Versorgungsweg bergauf, vorbei an einer Schutzhütte, über eine neue Holzbrücke bis zur offenen Fläche auf der Eschelmoos. Dort geht es erneut geradeaus weiter Richtung Hinteralm. Auf einer Anhöhe zweigt ein Pfad nach links ab, der direkt zur Bischofsfellnalm steil nach oben führt. Rückweg bis in Sichtweite zur Hinteralm, dann links abzweigen und zur Alm absteigen, vorbei an der Alm und Querung des Osthanges des Sillecks; zuletzt leicht aufsteigen bis zur offenen Moorfläche kurz vor der Hinteralm. Dann nach links auf den Holzstegen und durch den Wald bis zur Brachtalm. Rückweg und weiter zur Hinteralm. Von der Hinteralm auf der Forststraße nach Osten, Abstieg in Richtung Bergen. In Talnähe mündet diese Straße auf den Aufstiegsweg ein, zuletzt geht es zurück zum Parkplatz.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
Parkplatz Kohlstatt/Bergen 727
Abzw. Rückweg810 0:17
Eschelmoos1050 0:56
Abzw. Hinteralm/Bischofsfellnalm1130 0:14
Bischofsfellnalm1381 0:54
Hinteralm1139 0:30
Abzw. Brachtalm1140 1:03
Brachtalm1177 0:21
Vorderalm1153 0:21
Einmü auf Hinweg810 0:33
Parkplatz Kohlstatt/Bergen 727 0:11
Anmerkungen:
Es ist eine Tour, bei der ich ganz bewusst den Schwerpunkt auf den Besuch der östlich des Hochgern liegenden Almen legte bzw. rund um das Silleck, dessen östlichen Nebengipfel. Über die Art der Bewirtung auf diesen Almen war ich mit nicht ganz klar. Von der Papierform her schien die Strecke nicht allzu anstrengend zu sein. Der Auf-und Abstieg zwischen Hinteralm und Bischofsfellnalm und die Querung des Steilgeländes zwischen Hinteralm und Vorderalm haben es aber ganz schön in sich. Auch die Überquerung des Moorgeländes auf schmalen Holzbohlen war ganz interessant. Für Fußgänger geht das gut, aber die Biker haben ordentlich gekämpft. Der Besuch auf den vier Almen – jeweils als Einkehralm mit Getränken und Brotzeiten – hat aber dafür gesorgt, dass sich Hunger und Durst in Grenzen hielten, gleichwohl erfordert das aber auch Kondition. Überraschend war für mich weiterhin, dass die Brachtalm sogar Übernachtungsmöglichkeiten im Matratzenlager anbietet. Das liegt daran, dass vor einiger Zeit der Fernwanderweg „SalzAlpensteig“ eingerichtet wurde, der vom Chiemsee über den Königssee zum Hallstätter See führt. Die Brachtalm ist davon ein Stützpunkt mit einfacher Übernachtung (es gibt aber Halbpension).

Obwohl die Tour auf keinen Berggipfel führt, hat die Strecke durchaus alpinen Charakter. Mehrfach geht es steile Stücke rauf und runter, durch Kare und über schmale Geröllfelder.

Dabei bieten sich immer wieder schöne Ausblicke, wie z.B. auf den Hochfelln von der Vorderalm aus...

... oder von der Eschelmoos aus über die dortige Hochfläche ebenfalls auf den Hochfelln…

…oder von der Bischofsfellnalm aus auf die Südflanke des Hochgern.

Einmalig sind auch die Moorflächen auf dem oberen Birkenmoos, nahe der Vorderalm. Nur über schmale Holzstege kann man sie überqueren.

Dazu öffnet sich immer wieder der Blick auf sehr schöne Almflächen, z.B. auf die Wasserscheide auf der Vorderalm…

.. oder der Blick auf die Hinteralm. Die Einkehrhütte steht am Waldrand, im Vordergrund liegt eine andere Alm, die gerade recht aufwändig renoviert wird.

Auf der Vorderalm stehen etwa zwei Dutzend Ochsen, je zur Hälfte ein- und zweijährig. Aussage des Almers: „das sind vielleicht sture Viecher, egal was du sagst, sie rühren sich nicht“.

Am Aufstieg entlang der Weißen Ache steht eine einfache Schutzhütte („Rotwandlkopfhütte“), bei überraschenden Unwettern sicher sehr willkommen.

Wasserfall an der Weißen Ache, entstanden durch den Bau eines Schutzwehres. Ein Verweilen dort am Bach beruhigt ungemein.

Vor einiger Zeit wurde ein neuer Fernwanderweg angelegt, der „SalzAlpensteig“, der in 18 Etappen vom Chiemsee über den Königssee zum Hallstätter See führt. Von ihm aus sind immer wieder Abstecher zu Berggipfeln oder Almhütten möglich. Auch diese Tour führte ein gutes Stück auf diesem Weg dahin.

Teil dieser Gestaltung war auch das Aufstellen neuer Wegweiser aus Holz, denen man natürlich vertrauen kann.

Wahrscheinlich ist in diesem Zusammenhang auch ein Holzmarterl in Form eines Pilzes neu aufgestellt worden, das an den vor 120 Jahren verunglückten Josef Kiefer erinnert. Auf einem Friedhof würde ein Grabstein nie so lange stehen bleiben.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018