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Wanderungen

Rechenberg



Rechenberg

Rechenberg – der besondere Bergrücken südlich des Hochgern, östlich von Unterwössen. Es gibt den großen und den kleinen Rechenberg, die wandertechnisch wichtigen Teile liegen aber dazwischen. Im Bild: Diensthütte am Kleinen Rechenberg mit dem dahinter liegenden Kreuzfelsen einschließlich Gipfelkreuz und Gipfelbuch

Schwierigkeit:40.1anstrengend (>40)
Tracklänge:13.5 kmmittellang (8-15 km)
Wanderzeit:4:35 h*mittellang (3-5 h)
Höhensumme:870 mgroß (>800 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.
Gebirge, Lage, Karte
Chiemgauer Alpen, Untergruppe Chiemgauer Berge, Hochgerngebiet. Der Rechenberg liegt östlich von Unterwössen, südlich des Hochgerns. Karte: AV Digital 2010, Chiemgauer Alpen Mitte.
Datum, Begleiter, Wetter
31.07.2015; Alleingang. Am Parkplatz standen bereits etliche Fahrzeuge, von denen aus offenbar Wanderer unterwegs waren. Einige konnte man am Aufstieg treffen, an der Hütte waren es etwas mehr, auch einige Mountainbiker, die aus anderen Richtungen kamen. Es herrschte ein Zwischenhoch, das recht gutes Wanderwetter versprach. Tatsächlich gab es dann etliche Wolken und einen recht kalten Wind, zuweilen aber auch sonnige, warme Passagen. Der Almer auf der Hütte hat einige Decken an die Gäste verteilt: wir haben uns zwar versprochen, das nicht zu erzählen, aber es ist so bemerkenswert, dass man es nicht verschweigen kann.
Erreichte Gipfel
Kreuzfelsen westlich des Gipfels des Kleinen Rechenbergs, Höhe 1437 m. Übrigens, der Kleine Rechenberg ist mit 1466 m um genau 100 m höher als der Große Rechenberg.
Alm(en), Hütt(en):
Jochbergalmen Bachmannkaser, Rechenbergalm, Diensthütte am kleinen Rechenberg (1417 m)
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Wanderparkplatz Hochgern, Unterwössen-Au; Adresse: Hochgernweg 66, 83246 Unterwössen. Koordinaten: N = 47.735125, E = 12.474361; Geographische Daten: N = 47°44´06.5´´, E = 12°28´27.7´´; UTM-Daten: Z = 33T, E = 310642, N = 5289951.
Ab dem Parkplatz im Wald bleiben, vorbei an weiteren Parkbuchten die Forststraße bergauf gehen. In der zweiten Rechtskurve die Abzweigung nach links nehmen und entlang des Kaltenbaches weiter aufsteigen, zunächst südlich, dann nördlich des Baches. An einer Abzweigung nach rechts über die Holzbrücke gehen, weiter aufsteigen und die Forststraße überqueren. Nunmehr folgt ein etwas steilerer Pfad, der zum Sattel kurz unterhalb der Jochbergalmen führt. Ein paar Meter nach links zu den Almen. Zurück durch den Sattel, dann nach links über die Wiese gehen und den Steig nehmen, der nach rechts in den Wald führt (geht direkt zur Rechenbergalm). Etwas später zweigt ein unbezeichneter Pfad nach links ab, der zunächst in Hauptrichtung Osten, später nach Westen zur Diensthütte am Kleinen Rechenberg führt (es muss ein Weidezaun überstiegen werden). Hinter der Hütte den Zaun nochmal übersteigen, zum Kreuzfelsen mit dem Gipfelkreuz aufsteigen. Zurück auf dem Aufstiegsweg bis zur Einmündung auf den vorher verlassenen Pfad. Weiter nach links, über den Sattel östlich des Großen Rechenberges, Abstieg zur Rechenbergalm. Auf dem Versorgungsweg ein gutes Stück bergab gehen. In einer Rechtskurve den nicht bezeichneten Steig nach rechts wählen, der weiter unten wieder auf die Forststraße trifft. Weiter bergab gehen, später an einer Abzweigung noch weiter bergab bleiben bis zur Einmündung auf den Hinweg. Noch ein paar Meter zurück zum Parkplatz.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
Parkplatz Hochgern Unterwössen-Au619
Abzweigung entlang des Kaltenbachs664 0:10
Holzbrücke883 0:37
Überquerung Forststraße1109 0:32
Jochbergalmen1274 0:27
Abzweigung Steig zum Kreuzfelsen1275 0:12
Kreuzfelsen1437 0:40
Einmü zurück auf Steig1275 0:29
Rechenbergalm1160 0:36
Abzw. Abkürzungssteig970 0:14
Zurück auf Forststraße840 0:10
Einmü auf den Hinweg664 0:19
Parkplatz Hochgern Unterwössen-Au619 0:09
Anmerkungen:
Der Rechenbergkamm mit seinen beiden Gipfeln liegt eindeutig im Schatten des bekannten Hochgerns, der die Wanderer weitaus stärker anzieht. Zudem ist der Berg wandertechnisch auf den ersten Blick nicht sehr einladend: es führt lediglich ein Steig durch den Wald und verbindet die nördlich liegenden Jochbergalmen mit der südlich liegenden Rechenbergalm. Wer sich aber etwas abseits der markierten Pfade bewegen will, kann dort durchaus sehr schöne Strecken finden. Da ist zum einen der Aufstieg zur Diensthütte am Kleinen Rechenberg mit dem dortigen Kreuzfelsen, einschließlich Gipfelbuch. Zum anderen ist das „Dampfschiff“ zu erwähnen (siehe Foto), mit dem sehr exponierten Felsen. Zu ihm wollte ich eigentlich auch, fand aber den Steig aus dem Abstieg erst, als ich schon ein gutes Stück vorbei war. Als ich die Sennerin auf der Rechenbergalm nach dem Aufstiegsweg fragte, antwortete sie mir ganz entrüstet: „da musst du aber schwindelfrei sein“. Also: der Gipfelkamm des Rechenbergs ist nichts für Angsthasen; wenn man ihn aber geht, ist er sehr erlebnisreich trotz der Bewaldung, die immer wieder Fernblicke erlaubt.

Hölzernes Gipfelkreuz westlich des Kleinen Rechenbergs auf einem Felsen nahe der dortigen Diensthütte. Das Gipfelbuch ist diesmal geschützt durch eine Plastiktüte der 60er.

Exponierter Felsen mit Gipfelkreuz zwischen den beiden Rechenberggipfeln, genannt „Dampfschiff“, er hat tatsächlich die Form eines Schiffsbuges; sieht sehr furchterregend aus.

Bachbett des Kaltenbaches. Über weite Strecken ist es gefüllt mit sehr großen Steinen. Bei Niedrigwasser hört man nur ein leichtes Murmeln, bei Hochwasser muss das das ein tosendes Inferno sein.

Diensthütte am Kleinen Rechenberg. Sie ist offenbar ein Stützpunkt für Arbeiter, die am Berg zu tun haben. Rund um die Hütte liegt eine Weidefläche, auf der Schafe anzutreffen waren.

Jochbergalmen: es sind drei gleichwertige Hütten, alle drei in sehr gutem Zustand, alle drei haben zur Bewirtung der Wanderer geöffnet. Früher gab es auf dieser Alm sicher noch mehr Kaser.

Eine dieser Hütten – die obere der drei – ist wahrscheinlich der Mesner-Kaser. Unverwechselbar sind seine großen Holunderstöcke.

Die untere, westliche Hütte müsste der Oberwidholz-Kaser (Eigentümer: Auer) sein. Aber da bin ich nicht sicher, das muss ich noch näher erkunden. Am Bildrand links ist das Dampfschiff zu erkennen. Die dritte Hütte – in der ich eingekehrt bin (siehe Link) – wäre dann folglich der Bachmann-Kaser.

An der Südseite des Bergrückens liegt die Rechenbergalm, die ich von einer früheren Wanderung („Hammerer Graben“) schon kannte. Im Tal sind die Orte Oberwössen und Hinterwössen zu erkennen.

Am Aufstieg durch das Kaltenbachtal hat man immer wieder freien Blick nach Westen, z.B. zur Hochplatte mit den anschließenden Friedenrath und Staffn. Wer Bescheid weiß, sieht selbst auf die große Entfernung immer wieder die weiß leuchtende Hufnagelalm.

Hochgern, einer der bekanntesten und beliebtesten Berge der Chiemgauer Alpen. Unverwechselbar ist sein Doppelgipfel, der aus Süden ganz besonders auffällt.

Östlich des Hochgerns liegt der Haaralmschneid, ein wenig bekannter Gipfel, der aber sicher auch sehr schön zum wandern sein muss (ich war bisher nur am Hangfuss, nicht auf dem Kamm).

Von der Südseite des Rechenberges geht der Blick über den Kaiserwinkl zum Unternberghorn und zum Wilden Kaiser.

Weiter nach Osten sind die Loferer Steinberge zu sehen mit der davor liegenden Steinplatte (Winklmoos).

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018