Logo Bergwandern

Bergwandern für Senioren

Impressionen aus den Bergen

Wanderungen

Almentour Rottau



Almentour Rottau

Almentour Rottau – technisch einfache Rundwanderung nördlich der Hochplatte/Friedenrat mit dem Besuch zahlreicher Almen, darunter vier mit Einkehr, sowie mit herrlichen Fernblicken zum Chiemsee und ins Alpenvorland. Bild: Holzbühlalm mit Rachlalm (unten verdeckt), Hufnagelkaser (links) und Chiemsee in Hintergrund

Schwierigkeit:38.3mittel (27.5-40)
Tracklänge:17.0 kmlang (>15 km)
Wanderzeit:4:15 h*mittellang (3-5 h)
Höhensumme:640 mmittelgroß (400-800 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.
Gebirge, Lage, Karte
Chiemgauer Alpen, Untergebiet Chiemgauer Berge; nördlich der Hochplatte bzw. des Friedenraths. Talorte sind Rottau und Grassau.
Datum, Begleiter, Wetter
24.06.2015; Alleingang. Im Almenbereich waren zahlreiche Personen unterwegs. Einige gingen die Runde andersrum als ich, so dass ich sie sogar zweimal traf, jeweils natürlich an einer Alm. Nach einer längeren Regenperiode herrschte besseres Wetter, allerdings teilweise noch mit stärkeren Wolkenfeldern. Die Temperaturen lagen mit 16 – 20 ° auf einem für Wanderungen sehr guten Niveau. Die Almer äußerten sich über das Ende der Regenperiode recht zufrieden, sie hatte das Wachstum des Grases zuletzt sehr beeinträchtigt.
Erreichte Gipfel
Kein Gipfel erreicht, war auch nicht vorgesehen. Der höchste Punkt lag mit 1140 m an der Ostflanke des Großen Staffn.
Alm(en), Hütt(en):
Rottauer Moieralm , Rachlalm, Hefteralm, Staffn-Alm , Neben den vier Einkehrhütten säumten noch etliche andere Hütten den Weg: Vorderalm (vordere Rottauer Alm), Fetenalm, Fahrnpointalm, Maieralm, Naderbauernalm, Hufnagelkaser.
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Wanderparkplatz Adersbergstraße, Rottau, an der B 305 (Deutsche Alpenstraße); etwa 400 m weiter bergauf gibt es einen weiteren Wanderparkplatz. Adresse: Adersbergstaße, 83224 Grassau. Koordinaten: N = 47.794745, E = 12.407493; Geographische Daten: N = 47°47´41.1´´, E = 12°24´27.0´´; UTM-Daten: Z = 33T, E = 305851, N = 5296742.
Vom Parkplatz an der B 305 die Asphaltstraße bergauf gehen bis sie zu Ende ist. An der Abzweigung nach links halten und die Forststraße wählen, später noch einmal links gehen und dann vorbei an der Vorderalm und Fetenalm. Am großen freien Platz nach links weiter bergauf gehen; zweimal an Abzweigungen geradeaus bleiben. An einer Weggabelung im spitzen Winkel links halten, ein Weidegitter überqueren und zur links liegenden Moieralm gehen. Zurück bis zum spitzen Winkel und weiter bergauf auf die Forststraße gehen. Nach einer langgezogenen Rechtskurve führt ein neu präparierter Wanderweg bergab zur Fahrpointalm und dann über die Wiese zur Staffnalm. An der Bergstation der Bahn vorbei bergab gehen, später mit einem Überstieg über den Zaun nach links auf die freie Fläche wechseln und bergab bis zur Rachelalm. Hinter der Alm den Hang queren, mehrfach über Weidezäune steigen und an der Hufnagelalm vorbei leicht bergauf gehen. Die Wiese überqueren, ein kurzes Stück durch den Wald und kurz vor der Hefteralm einen kleinen Bach überqueren. Nach der Hefteralm in den Wald absteigen und auf dem Karrenweg bis zum Aussichtspunkt „Einöder Berg“ bleiben. Im spitzen Winkel zurück weiter bergab bis zur Einmündung auf eine Forststraße. Nach rechts weiter bergab, am Flusswehr vorbei bis zu den ersten Häusern gehen. Dort noch einmal nach links leicht bergauf und auf den Hinweg einmünden. Dann geht es die letzten Meter bergab zum Parkplatz.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
Parkplatz Adersbergstraße, Rottau550
Ende Asphaltstraße607 0:14
Abzweigung Großer Platz900 0:53
Moieralm1000 0:42
Abzweigung zur Fahrpointalm1139 0:29
Staffnalm1053 0:19
Rachlalm926 0:19
Hefteralm890 0:17
Aussichtspunkt „Einöder Berg“828 0:13
Bachwehr580 0:33
Parkplatz Adersbergstraße, Rottau550 0:16
Anmerkungen:
Es war eine technische einfache, aber nicht ganz kurze Rundwanderung in einem Viereck der vier genannten Einkehralmen. Die Strecke ist gut ausgeschildert und daher leicht zu finden. Man könnte die Route durch die Bahnfahrt zur Staffnalm und dem dortigen Beginn deutlich abkürzen, was etliche Wanderer wohl auch taten. Die angetroffen vier Almen unterscheiden sich nach meinem Eindruck doch deutlich, was den besonderen Reiz ausmacht: der Alpengasthof (Staffnalm) mit seiner professionellen Gastronomie, der „Allroundbauernhof“ Hefteralm, die stolze Rachlalm und die schnörkellose Rottauer Moieralm. Erwähnenswert sind auch die sich ständig ändernden Landschaftsbilder mit der Abwechslung von Wald und offenem Weideland. Sie erlauben immer wieder gute Fernblicke zu den umliegenden Bergen und natürlich zum Chiemsee. An manchen Stellen wird dieser Blick aber durch das Baumwachstum etwas begrenzt.

Almfläche mit der Rottauer Moieralm. In Karten ist das Gelände als „Huberalm“ bezeichnet, die es aber nicht mehr gibt.

An mehreren Stellen ist ein Blick zum Chiemsee möglich, in diesem Falle vom „Salz-Alpensteig“ über Rottau hinweg.

Im Westen zeigt sich der massive Ostabbruch der Gedererwand mit seinem Gipfelkreuz. Dort oben war ich schon, allerdings von einer anderen Seite aufgestiegen.

Einen ebenfalls sehr markanten Nordabbruch hat der Friedenrath, ein Vorgipfel zur Hochplatte. Auch ihn kann man bis zur Abbruchkante begehen.

Deutlich zahmer zeigt sich der Große Staffen. Ein neu gestalteter „Bergwald-Erlebnisweg“ führt um ihn herum und ist mit einer Gehzeit von etwa 2 Stunden ideal für eine Sonntagnachmittagstour.

Nach Osten geht der Blick über die Tiroler Achen hinweg zum Hochgern und seinem Vorgipfel, dem Zwölferspitz. Links ist der Schnappenberg mit seiner berühmten Kirche zu erkennen.

Naderbauernalm – ein Schild am Wegrand weist darauf hin, dass man sie als Ganzes mieten kann. Es sind dort bis zu 10 Personen unterzubringen. Der gute äußere Pflegezustand lässt vermuten, dass die Inneneinrichtung auch sehr gut ist.

Fahrnpointalm – am Wandertag war die Privathütte geschlossen. Denkbar ist, dass auch sie gemietet werden kann.

Vorderalm – in der Karte steht „vordere Rottauer Alm“. Die auf den umliegenden Flächen weidenden Tiere gehören wohl zur Fetenalm.

Hufnagelalm – am Haus steht „Hufnagelkaser“. Die Bezeichnung „Kaser“ ist mit Sicherheit kein Hinweis auf eine etwaige Käseherstellung, sondern leitet sich vom lateinischen Casa (Haus) ab.

Voll funktionsfähiger und regelmäßig genutzter Brotbackofen an der Hefteralm.

Stauwehr am Rottauer Bach, knapp oberhalb der ersten Häuser. Es hat den Zweck, den Fluss etwas zu bändigen.

Ein recht pfiffiger Wegweiser steht am Aufstieg durch das Rottauer Tal. Er verkündet knapp und bündig, dass es zur behirteten Weissenalm noch 40 min sind und am Montag die Sennerin nicht da ist.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018