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Impressionen aus den Bergen

Wanderungen

Eibelkopf



Eibelkopf

Eibelkopf – ein versteckter, unspektakulärer Gipfel nördlich des berühmten Breitensteins im östlichen Mangfallgebirge. Die Aussicht ist gut, der Weg dorthin ist einfach und den Gipfel hat man für sich, abgesehen von ein paar Kalbinnen. Also, wer mit den Bergen allein sein will, kann das als Geheimtipp ansehen. Im Bild: Südwestflanke des Eibelkopfs mit der Steingräberalm (Stand: August 2017)

Schwierigkeit:27.5mittel (27.5-40)
Tracklänge:8.0 kmmittellang (8-15 km)
Wanderzeit:4:07 h*mittellang (3-5 h)
Höhensumme:564 mmittelgroß (400-800 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.
Gebirge, Lage, Karte
Bayerische Voralpen, östliches Mangfallgebiet. Die Strecke beginnt im Leitzachtal nördlich von Fischbachau und führt nördlich unterhalb des Bockstein/Breitenbergs nach Osten. Karten: Kompass Wanderkarte Nr. 8, Tegernsee – Schliersee - Wendelstein; bzw. AV Digital 2016 (USB Edition) 3D, Mangfallgebirge Ost, bzw. GPS Garmin Oregon 600, TransAlpin V4 Pro.
Datum, Begleiter, Wetter
30.08.2017; Renate und Tassilo sind mit mir zusammen zu diesem Berg gewandert. Insgesamt begegnete uns lediglich eine Handvoll anderer Personen, davon ganze zwei auf der Strecke östlich der Bucheralm. Selbst der nicht allzu große Wanderparkplatz am Winklstüberl war nur mit wenigen Autos bestückt. Schönes Sommerwetter lohnte unser Vorhaben, den unbekannten Berg zu besuchen, verlangte aber auch etliche Schweißtropfen dafür wegen der hohen Temperaturen. Es war abzusehen, dass dieses Wetter nicht mehr lange halten würde und so war es dann auch. Die Sicht konnte man als brauchbar bezeichnen.
Erreichte Gipfel
Der höchste Punkt der Tour liegt auf dem Gipfel des Eibelkopfs mit 1317 m Höhe.
Alm(en), Hütt(en):
Café Winklstüberl, Bucheralm , Schwaigeralm Fischbachau, Steingräberalm (1261 m)
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Wanderparkplatz Winklstüberl (150 Meter nach dem Parkplatz des Cafés). Adresse: Leitzachtalstraße 70, D-83730 Fischbachau. Koordinaten: N = 47.729155, E = 11.955454; Geographische Daten: N = 47°43´45.0´´, E = 11°57´19.6´´; UTM-Daten: Z = 32T, E = 721606, N = 5290429; Gauß-Krüger: R-E = 4496764.783, H-N = 5287871.806.
Vom Wanderparkplatz nahe dem Winklstüberl (bitte nicht den Platz direkt am Stüberl nutzen!) geht man geradeaus über die Wiese, durch den Wald und nochmal ein kurzes Stück über die Wiese, anschließend rechts bis zur Schwaigeralm. Dort den Weideüberstieg nutzen und den mittelsteilen Hang hochsteigen. Es geht über eine Forststraße und erneut über eine Weide (Achtung, es können dort Mutterkühe sein). Am Waldrand führt der Weg zweimal durch einen Weidedurchlass und nahe der Weide im Wald weiter bergauf. Später öffnet sich das Gelände und man erreicht eine Versorgungsstraße unterhalb der Bucheralm. Dieser nach links folgen bis zur Abzweigung zur Steingräberalm gehen. Ein Steig führt nunmehr durch den Wald und nochmals über eine Weide bis zur Steingräberalm. Dort einen Durchschlupf durch den Zaun suchen und nunmehr weglos bergauf bis zum Gipfel gehen (entweder geradeaus hoch oder selbst Kehren suchen). Rückkehr bis zur Bucheralm. Dort hinter dem Gebäuden den steilen Abstieg über die Wiese nehmen, der dann auf die Versorgungsstraße einmündet. Von nun an sind Rückweg und Hinweg die gleiche Strecke.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
Wander-PP Winklstüberl805
Schwaigeralm Fischbachau876 0:150,71
Überq. Forststraße984 0:190,46
Waldrand, Weidedurchlass1051 0:120,32
Einm. Straße Bucheralm1150 0:220,78
Abzw. Steingräberalm1200 0:130,46
Steingräberalm1261 0:310,94
Gipfel Eibelkopf1317 0:170,27
Bucheralm1210 0:361,44
Straße unter Bucheralm1150 0:171,32
Waldrand, Weidedurchlass1051 0:150,72
Überq. Forststraße984 0:150,31
Schwaigeralm Fischbachau876 0:200,40
Wander-PP Winklstüberl805 0:150,87
Anmerkungen:
Wir hatten uns bewusst eine nicht allzu schwere Tour ausgesucht, die zudem etwas abseits der stark frequentierten Strecken liegen sollte. Die wenigen Wanderer, denen wir begegnet sind, bestätigten die Richtigkeit unserer Wahl. Trotzdem sind die einzelnen Streckenteile keine Spaziergänge. Nach der Schwaigeralm geht es in vielen kleinen Kehren steil bergauf und der Steig zwischen Bucheralm und Steingäberalm führt durch ein Felssturzgebiet. Dort trifft man auf viele kleine Stufen und muss immer wieder durch Steinhaufen hindurch. Trittsicherheit ist in diesem Teil kein überflüssiger Luxus. Spannend ist auch der weglose Endanstieg zum Gipfel des Eibelkopfs; jeder sucht sich eine eigene Strecke. Etwas schade ist es, dass der Gipfel kein Kreuz hat. Lediglich die Reste einer Sitzbank sind noch vorhanden. Dafür wird man mit guten Fernblicken belohnt, auch wenn nicht alle Seiten des Berges frei sind. Einen Wermutstropfen hatte die Tour dann doch noch. Wir hatten uns auf die Einkehr auf der Bucheralm sehr gefreut. Daraus wurde leider nichts, weil sie ohne Ankündigung geschlossen war. Dafür kamen wir zu einem Besuch im Winklstüberl, den wir ursprünglich nicht vorhatten und den wir dann nicht bereuten.

Die Reste einer Sitzbank sind alles, was man auf dem Gipfel vorfindet. Trotzdem vermittelt diese grüne Kuppe das Gefühl, auf dem Gipfel eines richtigen Berges zu sein.

Als wir nach einer angemessenen Pause den Gipfel wieder verließen, hatte er wenigstens ein kleines Steinmännchen.

Besonderer Blickpunkt ist zweifelsohne die Rückseite des Breitensteins (Bildmitte) bzw. Bocksteins (rechts). Es ist eine mächtige senkrechte Felswand, genannt „Schwarzwand“, die man gar nicht wahrnimmt, wenn man auf einem dieser Gipfel ist.

Auch vom Wendelstein sieht man die Rückseite. Aber egal aus welcher Richtung man diesen Berg auch betrachtet: mit seiner typischen Kopfform und den Gipfeleinrichtungen ist er nicht zu verwechseln.

Nach Westen geht der Blick über die vielen, sanften Spitzen und Kuppen der Bayerischen Voralpen. Bildmitte im Hintergrund: Kreuzbergalm und Gindelalmen.

Die volle Schönheit der Berge demonstriert auch ein Blick über das Leitzachtal mit Fischbachau, dem Auracher Köpferl (rechts) und dem Brecherspitz (Hintergrund), gesehen am Aufstieg zur Bucheralm.

Das struppelige Gesicht der Berge erlebt man auf der Strecke zwischen der Bucheralm und der Steingräberalm. Es ist eine Zone, in der die Felsstürze vom Bockstein zur Ruhe kommen. Die vielen, wild durcheinanderliegenden Brocken erfordern Trittsicherheit.

Am westlichen Fuß des Eibelkopfs steht die Steingräberalm. Es ist eine Weidealm, die zur Einkehr nicht geöffnet hat. Als solche aber ist sie sehr wohl genutzt, wie der gepflegte Zustand der Gebäude zeigt.

Ihre Nachbarin, die Bucheralm, hat als Jausenalm offen, so dachten wir. Leider war sie am Wandertag aus irgendeinem Grunde geschlossen und wir mussten mit Hunger und Durst weiterziehen.

Auch die Schwaigeralm hatte ebenfalls nicht geöffnet. Sie hatte aber einen regulären Ruhetag, das wussten wir vorher.

Bleibt noch ein kleiner Eindruck von den Tieren auf der Alm. Ausgerechnet am Pfad über die Wiese hatten sie sich zur Ruhe niedergelassen und wiederkauten. Menschen mit „Hirtenstöcken“ sind ihnen aber offenkundig vertraut. Jedenfalls ließen sie sich durch uns nicht stören

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018