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Wanderungen

Lechnerschneid



Lechnerschneid

Lechnerschneid – Wanderung zum Verbindungssteig auf dem Kamm zwischen Hochsalwand und Rampoldplatte. Der Aufstieg geht von Brannenburg (bzw. St. Margarethen) aus über den östlich liegenden Lechnerkessel. Vier Einkehrhütten säumen den Weg mit den schönen Blicken über den Inn hinweg in die Chiemgauer Alpen

Schwierigkeit:36.6mittel (27.5-40)
Tracklänge:11.0 kmmittellang (8-15 km)
Wanderzeit:4:00 h*mittellang (3-5 h)
Höhensumme:880 mgroß (>800 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.
Gebirge, Lage, Karte
Bayerische Voralpen, Wendelstein, nördliches Mangfallgebiet; Berggruppe westlich von Brannenburg; Karte: AV-Digital 2010; Mangfallgebirge.
Datum, Begleiter, Wetter
09.09.2015; Tassilo hat mich begleitet. Durch die beginnende Herbstwanderzeiten waren etliche weitere Personen unterwegs, häufig in Zweiergruppen. Es herrschte Hochdruckwetter, allerdings mit etlichen Wolken und teils zähem Hochnebel. Die Temperaturen waren sehr frisch und besserten sich bei sonnigen Abschnitten nur ein wenig. Die Fernsicht konnte man als gut bezeichnen, über das Inntal hinweg in die Chiemgauer Alpen gab es auch einiges zu sehen, aber auch nach Westen in die weiteren Mangfallberge.
Erreichte Gipfel
Rampoldplatte (1422 m)
Alm(en), Hütt(en):
Lechneralm, Rampoldalm, Berggasthof Kraxenberger, Breitenberghütte, Markantestes Gebäude ist die St. Margarethenkirche direkt am Parkplatz. Zudem liegen in Talnähe einige schöne Bauernhöfe an der Strecke.
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Parkplatz an der Wallfahrtskirche St. Margareten, Brannenburg; Adresse: St. Margareten 12, 83098 Brannenburg. Koordinaten: N = 47.725598, E = 12.084709; Geographische Daten: N = 47°43´32.1´´, E = 12°05´05.0´´; UTM-Daten: Z = 33T, E = 281391, N = 5289919.
Von Parkplatz aus ein Stück geradeaus auf der Asphaltstraße weitergehen. Nach einer Rechtskurve beginnt geradeaus weiter eine Schotterstraße, die als geologischer Lehrpfad später entlang der Wendelsteinzahnradbahn zur Mitteralm führt. Nach einem kurzen Stück zweigt der Pfad zur Breitenberghütte auf eine Wiese ab und geht später durch den Wald direkt zur Hütte. An der Hütte erneut geradeaus weiter über die Wiese und kurz darauf auf eine Forststraße einmünden. Auf dieser durch den Wald bleiben bis auf die Almflächen der Lechneralm. An einer Kurve nach geht es links steil über die Wiese bergauf (rote Steinmarkierungen) bis zu einem schmalen Querweg, der direkt an der Alm endet. Hinter dem Stall weiter aufsteigen auf den Kamm, dort nach rechts zum Gipfel der Rampoldplatte gehen. Nach Norden absteigen zur Rampoldalm. Ab der Alm den Versorgungsweg nach Osten wählen und diesen weiter unten nach einer Bachüberquerung nach rechts verlassen. Auf diesem Steig erneut ein Stück aufsteigen, über eine Kuppe gehen und auf die Forststraße zur Lechneralm einmünden. Nunmehr nach links gehen und im Weiteren den Rückweg nutzen wie auf dem Hinweg.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
Parkplatz St. Margarethen637
Abzw. Breitenberghütte733 0:18
Breitenberghütte991 0:34
Abzw. Steig nach rechts1035 0:12
Abzw. zum Endanstieg zur Alm1160 0:27
Lechneralm1268 0:14
Lechnerschneid1385 0:20
Rampoldplatte1422 0:11
Rampoldalm1258 0:18
Abzw. Steig zur Breitenberghütte990 0:18
Einmü. auf Forststraße1035 0:17
Breitenberghütte991 0:13
Einmü. auf Talstraße733 0:18
Parkplatz St. Margarethen637 0:20
Anmerkungen:
Das riesige Wandergebiet im Dreieck Wendelstein, Brannenburg und Bad Feilnbach (Jenbachtal) bietet eine Vielzahl von Routen mittleren Ausmaßes mit einigen schönen Gipfeln und gelegentlich auch etwas anspruchsvolleren Streckenteilen. Hinzu kommen zahlreiche Einkehrmöglichkeiten, meist klassische Jausenalmen. Will man die alle erreichen bzw. miteinander verbinden, ist man einige Male unterwegs (siehe auch die Touren; „Rampoldplatte“, „Farrenpoint“ „Sulzbergschneid“ und „Hochsalwand“). Mit der jetzigen Tour ist dann der Ostteil des Gebietes mit den dort anzutreffenden Hütten und Almen fast komplett. Wenn man Teilstrecken schon von früheren Wanderungen kennt, gestaltet sich das alles viel entspannter, auch dort wo man etwas knifflige Stellen in Erinnerung hat. Erleben kann man aber immer etwas Neues. Unvergessen wird die Einkehr in der Lechneralm bleiben. Wären wir nur 20 Minuten später angekommen, so wäre der Almer mit seinem Schlepper bereits auf dem Weg ins Tal gewesen. So konnten wir von ihm über seine und seine Nachbaralmen einiges Neues erfahren. Ähnlich verhielt es sich auf der Rampoldalm: ausgestattet mit dem neuesten Wissen des Nachbarn hatten wir leichtes Spiel im Gespräch mit der jungen, netten Almerin, die aber wohl nächstes Jahr nicht mehr am Berg sein wird. Enttäuschend war lediglich, dass die Breitenberghütte Betriebsferien hatte, was weder im Tal, noch im Internet angekündigt war. Es bleibt also noch ein weiteres Teilziel übrig. Nachtrag Okt. 2015: das ist zwischenzeitlich erledigt.

Der Lechnerkessel ist eine klassische Bergformation besonderer Größe. Im Westen ist er begrenzt durch die Hochsalwand/Lechnerkopf und die Rampoldplatte, beide verbunden durch einen Kamm, nämlich den „Lechnerschneid“ (links), der dieser Tour seinen Namen gibt

In der Mitte dieses Kessels gibt es einen kleineren Sekundärkessel aus einigen Kuppen, welche die wunderschöne Almhütte der Lechneralm schützen. Links ist der neue Anbau an den Stall zu erkennen.

Rampoldalm nördlich unter der Rampoldpatte. Auch sie ist in einem sehr gepflegten Zustand und hat bestimmt genauso große wirtschaftliche Bedeutung wie ihre Nachbarin für ihren Eigentümer, abgesehen vom berechtigten Stolz über diese Hütte.

Naturfreundehaus Breitenberghütte am Ostaufstieg aus Brannenburg. Leider hatte sie am Wandertag Betriebsferien und war geschlossen. In der Wanderskizze ist sie bereits eingetragen, erfassen kann ich sie aber erst, wenn ich sie erneut – dann aber erfolgreich – besucht habe.

Hochsalwand (links) und Lechnerkopf. Beide sind aus großer Entfernung, z.B. von der Autobahn aus wunderschön links des Wendelsteins zu erkennen. Auf die Hochsalwand führt aus Norden eine schwarze Route, die Ostroute und auch den Aufstieg zum Lechnerkopf sollte man besser den Könnern überlassen.

Gipfel der Rampoldplatte. Sich am Kreuz hinsetzen, ins Gipfelbuch eintragen und den Blick rundherum in die herrliche Bergwelt richten, das sind die Momente von denen Werner Schmidbauer sagt, dass „man sie sammeln müsse“.

Blick vom Aufstieg zum Breitenberg über Brannenburg und das Inntal hinweg zum Samerberg/Dandlberg. Rechts oben: Dandlbergalm.

Blick über das Inntal hinweg in die Chiemgauer Alpen. Frage eines Wanderers: „sind das die drei Zinnen?“ Antwort: „das auch, aber eigentlich sind es die Wasserwand, der grüne Heuberg und der Kitzstein“.

Margarethenkirche, oberhalb von Brannenburg. Es ist gesichert, dass sie dort seit über 500 Jahren steht. Wahrscheinlich hat sie sogar Vorläuferbauten aus der Zeit der rückkehrenden Kreuzritter, die um 1100 den Margarethenkult mitbrachten.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018