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Impressionen aus den Bergen

Wanderungen

Schweinsberg



Schweinsberg

Schweinsberg – der unscheinbare Nachbar des bekannten Breitensteins östlich von Fischbachau. Er hat ein sehr schönes Gipfelkreuz und eine gute Fernsicht in alle Richtungen. Aber der Aufstieg ist meist mit viel Baaz und folglich dreckigen Stiefeln verbunden

Schwierigkeit:34.7mittel (27.5-40)
Tracklänge:11.0 kmmittellang (8-15 km)
Wanderzeit:4:10 h*mittellang (3-5 h)
Höhensumme:770 mmittelgroß (400-800 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.
Gebirge, Lage, Karte
Bayerische Voralpen, Mangfallgebirge, Leitzachtal, Birkenstein Ost. Karte: AV-Karte Digital 2010, Mangfallgebirge Ost.
Datum, Begleiter, Wetter
04.09.2014; Alleingang. Auf den guten Wegen bis zur Kesselalm und weiter in Richtung Breitenstein konnte man viele Wanderer treffen (überwiegend Bayern, die anderen haben keine Ferien mehr). Den Aufstieg zum Schweinsberg hatten nur wenige hinter sich; man erkannte sie an den dreckigen Schuhen. Am Südsattel des Schweinsberges blickten mich ob dieser Unbill etliche Gamsen eine Weile mitleidig an und sind dann in aller Ruhe ihres Wegs gegangen. Das Wetter: Anfang September – es war bereits Herbst! Morgens hingen dichte Wolken sehr tief, über 1000 m Höhe schien dann aber die Sonne, es herrschte gute Fernsicht. In den nach Norden auslaufenden Tälern konnte man auch später am Tag noch dichte Nebel wabbern sehen. Unten war es kalt, in der Höhe angenehm warm.
Erreichte Gipfel
Schweinsberg (1514 m)
Alm(en), Hütt(en):
Kesselalm, Kothalm am Schweinsberg (1372 m), Durhamer Almen (1318 m), Aiblinger Hütte (1311 m).
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Parkplatz an der Birkensteinstraße. Navi-Adresse: Birkensteinstraße 93, Fischbachau, am Ende der öffentlichen Straße rechts abbiegen auf den großen Parkplatz. GPS-Koordinaten: N = 47°42´43´´; E = 11°57´49´´. Diese Wanderung überschneidet sich teilweise mit der Tour „Breitenstein“.
Vom Parkplatz Birkenstein (nahe der Kapelle) geht es bergauf in Richtung Kesselalm. Nach der Alm erfolgt die Abzweigung nach rechts zur Kothalm. An der Kothalm geht es links bergauf, noch einmal links bergauf und dann etwas flacher durch ein Waldstück zum Südsattel (Abzweigung in Richtung Wendelstein). Am Sattel erneut links gehen zum Gipfel des Schweinsberges. Rückkehr zum Sattel, dann nach links die Wiese überqueren und mehrfach auf undeutlichen Pfaden in Hauptrichtung Südosten bergauf/bergab bis zur Einmündung auf den Maximiliansweg, der vom Wendelstein kommt. Links bergab zu den Durhamer Almen. Anschließend auf der Versorgungstrasse über den Sattel zwischen Schweinsberg und Breitenstein (Talstation der Materialbahn zur Hubertushütte) zurück zur Kesselalm. Abstieg zurück zum Parkplatz, dabei auf halber Höhe eine Abzweigung nach links genommen, die an einer kleinen Brücke wieder auf den Versorgungsweg einmündet.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
Parkplatz Birkenstein836
Abzweigung zur Bucheralm1017 0:26
Kesselalm1265 0:41
Kothalm1348 0:18
Gipfel Schweinsberg1514 0:38
Südsattel Schweinsberg1445 0:13
Durhamer Almen1318 0:40
Kesselalm1265 0:30
Parkplatz Birkenstein836 0:44
Anmerkungen:
Hauptgrund für die Wanderung war ein Besuch der Durhamer Almen – verbunden mit einem Aufstieg zu dem schönen, aber kaum beachteten Schweinsberg und der dortigen, guten Fernsicht. Ich ging aufgrund verschiedener Informationen (Beschreibungen, Gespräche) davon aus, dass eine der Durhamer Almen bewirtet sei. Im Internet gibt es auch eine Webseite der „Durhamer Alm“, aber das ist woanders. Vor Ort fand ich dann in dem Kessel an der Nordostseite des Schweinsberges vier Almhütten und die AV-Hütte „Aiblinger Hütte“. Ich musste schnell feststellen, dass die Almen schon abgetrieben hatten, Tiere waren keine mehr da. Aber ich konnte eine Almerin sprechen, die ihre Hütte gerade winterfest machte und bekam so Informationen aus erster Hand. Eine der Hütten hatte früher tatsächlich verschiedene Almprodukte, Getränke und Brotzeiten an Wanderer angeboten, aber das sei seit einiger Zeit eingestellt. Die vier Almhütten gehören vier Bauern aus Elbach bzw. Durham (daher der Name) im Leitzachtal nördlich von Fischbachau. Sie bringen ihre Jungtiere alljährlich auf die Gemeinschaftsweide über den Berg. In diesem Jahr (2014) mussten sie schon sehr früh abtreiben, weil wegen dauernder Kälte und Nässe das Futter knapp geworden war („Schau dir den Weg an, so baazig sieht er eigentlich nur zur Zeit der Schneeschmelze aus“). Es war also für diese Almen aus dieser Sicht kein guter Almsommer. Die Kesselalm auf der anderen Seite des Berges hatte ihre Tiere Anfang September noch stehen.

Am Schweinsberg steht ein wunderschönes Gipfelkreuz, zu dem sich aber nur wenige Wanderer verirren.

Breitenstein, der nördliche Nachbar des Schweinsberges. In der linken Bildhälfte sieht man den Steig von der Hubertushütte zum Gipfel.

Im Osten steht der mächtige, bekannte Wendelstein mit seinen Gipfeleinrichtungen (Funksender, Observatorium) und der schroffen Westwand.

Blick von den Durhamer Almen nach Osten zur Hochsalwand über den Moosebnetgraben hinweg. Der dichte Nebel in den nach Norden offenen Tälern vermittelt den Eindruck, dass es Herbst ist; an sich eine sehr schöne Wanderzeit.

Durhamer Almen – vor allem deretwegen hatte ich diese Wanderung gemacht. Vier gut pflegte Hütten stehen in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander. Sie gehören vier Bauern, die Almfläche bewirtschaften sie gemeinsam. Zur Bewirtung der Wanderer hat keine dieser Hütten geöffnet.

Am Nordrand der Weideflächen steht die „Aiblinger Hütte“, eine AV-Hütte der Sektion Bad Aibling (Selbstversorgerhütte, Kategorie 1). Sie hat über 50 Schlafplätze, ist aber nur an den Wochenenden bewirtschaftet (Abgabe von Getränken).

An der Westseite des Schweinsberges steht die Kothalm (Nomen est omen), eine große, ebenfalls sehr gut gepflegte Amhütte. Auch sie hatte ihre Tiere schon abgetrieben (4. Sep. 2014).

Gut, dass es die Kesselalm gibt, den Berggasthof am Aufstieg zum Breitenstein und Schweinsberg. Den Sommer über hat sie keinen Ruhetag, im Winter ist es ratsam, anzurufen bevor man sich auf den Weg macht (siehe Link zur Hütte).

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018