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Wanderungen

Gamswand



Gamswand

Umrundung der Gamswand – ein Gipfel war nicht erreichbar, aber ein Aufstieg im weglosen Steilgelände. Nur ein Rudel Gamsen ist dafür Zeuge. Im Bild: links Gamswand mit Seewiesaualm, unten Niederhoferalm, rechts Dürrmiesing, dazwischen Schellenbergalm

Schwierigkeit:40.0anstrengend (>40)
Tracklänge:15.5 kmlang (>15 km)
Wanderzeit:4:45 h*mittellang (3-5 h)
Höhensumme:750 mmittelgroß (400-800 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.
Gebirge, Lage, Karte
Bayerische Voralpen, Mangfallgebirge. Die Gamswand liegt östlich der Rotwand, nördlich der Maroldschneid. Talorte sind Geitau und Osterhofen. Karte: AV-Gigital 2010 – Mangfallgebirge Ost
Datum, Begleiter, Wetter
28.08.2014; Alleingang. Auf den Strecken zwischen Soinalmen, Soinsee und Schellenbergalm konnte man viele Wanderer antreffen, auch einige Mountainbiker. Im weglosen Steilgelände zwischen Niederhoferalm, Seewiesaualm und Soinalmen war verständlicherweise niemand zu sehen. Das Wetter war mit vielen Wolken, einigen sonnigen Abschnitten und kühlen Temperaturen zwar nicht schön, für eine Wanderung aber recht gut. Dafür konnte man sich über eine gute Fernsicht freuen, Aussichtspunkte gab es genug.
Erreichte Gipfel
kein Gipfel erreicht; der Gipfel der Gamswand (1592 m) ist für offizielle Routen nicht zugänglich.
Alm(en), Hütt(en):
Schellenbergalm , Klareralm, Niederhoferalm , Seewiesaualm (1307 m), untere Soinalmen (3 Hütten auf 1400 m), obere Soinalm (1440 m), Ruchenkopfhütte (1507 m), Untersteilenalm (1180 m).
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Parkplatz am Flugplatz Geitau, Navi-Adresse: Geitau 30, 83735 Bayerischzell. GPS-Koordinaten: N = 47°41´14´´, E = 11°57´31´´.
Von Parkplatz in Richtung Flugplatz rechts durch das Wiesengelände starten. Am Beginn des Waldes führt der Weg leicht bergauf. An einer Abzweigung nach links gehen, Richtung Niederhoferalm. Am Ende des Waldes über den kleinen Sattel leicht bergab zur Niederhoferalm. Von dort nach rechts in den Wald und auf einem nur noch stellenweise erkennbaren Steig bis zur Seewiesaualm aufsteigen. Anschließend führt der Weg zunächst ein Stück auf dem Versorgungsweg nach links, dann aber erfolgte erneut der weglose Aufstieg nach rechts mit Überquerung des Kammes. Fast höhengleich ging es weiter über die Wiesen zu den unteren Soinalmen. Weiter bergauf bis zur Ruchenkopfhütte. Dann nach rechts in den Wald und Abstieg zum Soinsee. Anschließend auf dem Versorgungsweg bergab zur Schellenbergalm und auf dieser Straße weiter ins Tal. An der Abzweigung bei der Brücke mündet der Weg auf den Anstiegsweg. Entlang des Flugplatzes ging es abschließend zurück zum Parkplatz

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
Parkplatz Flugplatz, Geitau793
Brücke/Abzweigung850 0:32
Niederhofersattel1060 0:31
Niederhoferalm1046 0:06
Seewiesaualm1307 0:46
Soinalmen1400 0:47
Ruchenkopfhütte1509 0:28
Soinsee1459 0:07
Schellenbergalm1348 0:13
Brücke/Abzweigung850 0:50
Parkplatz Flugplatz, Geitau793 0:25
Anmerkungen:
Es war eine besondere Tour in der Reihe meiner Wanderungen. Diesmal kann ich das Gehen auf dieser Strecke nur denjenigen empfehlen, die absolut trittsicher sind und einen guten Orientierungssinn haben. Ich bin zwischen der Niederhoferalm und den Soin-Almen eine Route gegangen, die zwar noch in Karten eingezeichnet ist, die es aber nicht mehr gibt. Es war nur stellenweise der ehemalige Pfad erkennbar, der Rest führte weglos durch das Steilgelände im Wald bzw. über Weiden. Gegangen wird diese Stecke nur hin und wieder von den Almern. Das hat aber zu einem Besuch auf der wunderschönen Seewiesaualm geführt und zu einem recht erfreulichen Gespräch mit dem Almer Sepp und seiner Frau. Gleiches ist mir dann auch noch auf der Ruchenkopfhütte passiert, einer privaten Vereinshütte, die aber an diesem Tag gerade besetzt war. Zum Abschluss kam dann die Einkehr auf der Schellenbergalm, einer ebenfalls besonderen Hütte. Kurzum – eine unvergessliche, erfreuliche Tour, die aber in dieser Form nicht jedermann zu empfehlen ist.

Niederhoferalm vom Anstieg zur Gamswand aus gesehen. Im Hintergrund liegt der Seeberg.

Seewiesaualm. Sie ist wunderschön, sehr gepflegt und hat eine phantastische Lage an den Osthängen der Gamswand mit unvergleichlicher Fernsicht. Zur Bewirtung hat sie nicht geöffnet.

Untere Soinalmen (drei Hütten). Sie liegen in unmittelbarer Nähe zueinander. Zur Bewirtung hat davon ebenfalls keine geöffnet.

Etwas weiter oben liegt die eigentliche Soinalm. Sie ist noch über den Versorgungsweg erreichbar. All die Hütten haben nur Weiderecht bis Ende August, müssen also sehr früh abtreiben.

Ruchenkopfhütte im Osten der Ruchenköpfe, dem bekannten Klettergebiet. Es ist eine private Vereinshütte und nur von den Mitgliedern zu Urlaubs- und Ferienzeiten genutzt.

Untersteilenalm am Aufstieg von Geitau zum Soinsee, deutlich tiefer als die Schellenbergalm. Sie liegt etwas abseits des Weges an den Südosthängen des Steilenberges, einer Fortsetzung des wilden Dürrmiesings.

Ruchenköpfe, das Klettergebiet östlich der Rotwand. An der linken Flanke liegt (wohl vorsorglich?) die Bergwachthütte.

Der idyllische Soinsee östlich der Ruchenköpfe (sein Name drückt vorwiegend eine Last, Mühe, aus). Er hat seit einiger Zeit sehr wenig Wasser. Einheimische vermuten, dass er einen neuen, unbekannten Ablauf hat.

Alpbach. Er entsteht aus dem Zusammenfluss von Steilenbach und dem Krottentaler Graben (nahe Mieseben) und fließt bei Niederhofen in die Leitzach.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018