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Wanderungen

Herzogstand



Herzogstand

Herzogstand – dort wo bayerische Herzöge und Könige (Ludwig II.) den Blick auf ihr Land genossen haben

Schwierigkeit:39.9mittel (27.5-40)
Tracklänge:10.4 kmmittellang (8-15 km)
Wanderzeit:3:50 h*mittellang (3-5 h)
Höhensumme:1090 mgroß (>800 m)
 davon 750 m bergauf mit der Bahn
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.
Gebirge, Lage, Karte
Bayerische Voralpen, Estergebirge, Kochelsee/Walchensee. AV-Karte Digital, Estergebirge.
Datum, Begleiter, Wetter
17.09.2012; Alleingang. Trotz Arbeitstag (Montag) und Nachferienzeit waren die Wege voll mit Wanderern und Touristen. Grund dafür dürfte der herrliche Spätsommertag gewesen sein, der erwarten ließ, dass nicht mehr viele solche Tage in dieser Saison kommen würden. Herrliches Spätsommerwetter mit strahlend blauem Himmel und mit angenehmen Temperaturen. Die Fernsicht war gut, sie wurde nachmittags sogar noch besser.
Erreichte Gipfel
Herzogstand (1732 m), Martinskopf (1675 m), Fahrenbergkopf (1627 m)
Alm(en), Hütt(en):
Herzogstandhaus , Pavillion am Gipfel des Herzogstandes (1732 m)
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Parkplatz Herzogstandbahn, am Tannenweg 6, Walchensee. GPS-Koordinaten: N = 47°35´46´´, E = 11°18´59´´.
Vom Parkplatz mit der Bergbahn zur Bergstation und Querwanderung zum Herzogstandhaus. Aufstieg zum Martinskopf. Zurück zum Pfad und weiter zum Herzogstand (Gipfelkreuz bzw. Pavillion). Zurück zum Herzogstandhaus und Aufstieg zum Fahrenbergkopf. Zurück zum Sattel und nach Pause am Herzogstandhaus Abstieg zum Parkplatz Herzogstandbahn über die Südflanke.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
Parkplatz Herzogstandbahn820
Herzogstandhaus1575 0:20
Martinskopf1675 0:16
Herzogstand Gipfelkreuz1710 0:36
Herzogstand Pavillion1731 0:14
Fahrenbergkopf1627 0:37
Herzogstandhaus1575 0:20
Parkplatz Herzogstandbahn820 1:27
Anmerkungen:
Einmal musste es sein. Ich bin kein Freund von überlaufenen Bergen, aber den Herzogstand auszulassen, geht nicht; er bietet für jeden etwas. Zu schön ist die Aussicht nach Norden auf die Gegend zwischen Blauem Land (Murnau) und Loisachtal mit den zahlreichen Seen. Auch in die übrigen Himmelsrichtungen hat man beste Fernsicht, namentlich ins Karwendel- und Wettersteingebirge mit den allseits bekannten Bergen vom Guffert über die Birkkarspitze zur Zugspitze. Die Gipfel der näheren Entfernung wie Jochberg, Benediktenwand, Simetsberg, Krottenkopf und Heimgarten sind noch gar nicht mitgezählt. Wenn diese Aussicht auch jene Menschen genießen wollen, die nicht so gut zu Fuß sind, ist das verständlich; die Bergbahn macht es möglich (auch ich habe sie benutzt, zumindest bergauf). Der weitere Aufstieg von der Bergstation der Bergbahn zum Gipfel vermittelt für unerfahrene Wanderer durchaus das Gefühl, sich auf echten Bergpfaden zu bewegen. Der eine oder andere geht dann noch auf den Fahrenbergkopf, auf dem Martinskopf ist aber kaum jemand zu sehen. Überrascht war ich, wie viele Personen vom Parkplatz zum Herzogstandhaus über die steile Südflanke des Berges aufgestiegen sind. Immerhin sind es 750 Höhenmeter am Stück auf stellenweise nicht einfachem Pfad. Ja und die Könner machen dann noch die Gratwanderung zum oder vom Heimgarten.

Fahrenbergkopf vom Herzogstand aus. Im Bild: Bergstation des Skiliftes, Gedenkkapelle und Funk-Senderanlagen.

Das Gipfelkreuz des Herzogstandes steht nicht am höchsten Punkt, sondern etwa 20 tiefer auf der östlichen Nase des Berges. Den Gipfel selbst ziert der Pavillon mit Erläuterungen zum Naturschutz.

Gipfelkreuz auf dem Martinskopf. Es erinnert an die Opfer der Weltkriege. Am Gipfel selbst ist wenig Platz, gottlob kommen nur wenige Wanderer herauf.

Seen-Land Bayern: Blick nach Nordwesten ins „Blaue Land“ über Murnau, den Staffelsee und den Riegsee (rechts).

Blick nach Nordosten über den Kochelsee. Links fließt die Loisach in den See, rechts wieder heraus. Am Bildrand rechts die Stadt Kochel, dahinter die Tölzer Berge.

Blick nach Südosten über den Walchensee ins Karwendelgebirge. Die Isar (bzw. ein Teil davon) bildet den Wasserausfluss, nach Osten. Ein Teil des Wassers geht aber zur Energiegewinnung durch den Berg in den Kochelsee, bekannt als das Walchenseekraftwerk.

Königsbau am Herzogstand. Das Haus steht in unmittelbarer Nähe zum Herzogstandhaus. Darin soll König Ludwig II. öfter logiert haben. Unweit davon steht auch die Büste. Wer von der Bergbahn kommt, läuft direkt daran vorbei.

Bronze-Statue von König Ludwig II., dem Märchenkönig, der viele Prachtbauten errichten ließ (Schlösser, Denkmäler). Er wird heute noch sehr verehrt und noch mehr vermarktet.

Martinskopf, vom Fahrenbergkopf aus gesehen. Er steht deutlich im Schatten des Herzogstandes, wohl auch weil der Aufstieg etwas schwieriger und leicht zu übersehen ist. An seinem Fuße liegt das Herzogstandhaus, links der „Königsbau“, in dem Ludwig II. häufig logiert hat.

 

 

 

 

 

 

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