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Wanderungen

Gotzinger Runde



Gotzinger Runde

Gotzinger Runde – erweiterter Spaziergang zwischen Mangfalltal und Fentberg mit Einkehr in der bekannten Gotzinger Trommel. Der Nebel hat die erhoffte Fernsicht in die Alpen verhindert. Im Bild: „Ortskern“ von Gotzing. Es gibt eine reguläre „Infrastruktur“ trotz der wenigen Einwohner (Stand: November 2018)

Schwierigkeit:17.3leicht (<27.5)
Tracklänge:8.20 kmmittellang (8-15 km)
Wanderzeit:2:00 h*kurz (0-3 h)
Höhensumme:254 mgering (0-400 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.
Gebirge, Lage, Karte
Andere Wandergebiete, Mangfallgebiet; südöstlich des Fentberges. Karten: Kompass Wanderkarte Nr. 182/2; bzw. GPS Garmin Oregon 600, TransAlpin V4 Pro.
Datum, Begleiter, Wetter
18.11.2018; Benno ist diese entspannte Tour ist mit mir zusammen gegangen. Am Aufstieg zum Fentberg durch den Wald sind wir niemandem begegnet, am Abstieg zum Parkplatz trafen wir gerade mal zwei andere Personen. Auch im zweiten Teil der Tour waren wir völlig alleine. In der Gotzinger Trommel hatten sich dann doch einige Gäste eingefunden, kein Wunder, man kann das Wirtshaus auch mit dem Auto erreichen. Alle Wetterprognosen hatten für diesen Tag Sonnenschein angekündigt, allerdings bei sehr niedrigen Temperaturen durch einen eisigen Ostwind. Die Sonne kämpfte sich dann allerdings erst nach 13:00 Uhr durch den Nebel. So marschierten wir den größten Teil der Strecke in zähem Hochnebel, der keinerlei Fernsicht gestattete.
Erreichte Gipfel
Kein Gipfel erreicht; der höchste Punkt der Tour lag mit 802 m ein Stück oberhalb der Fentbergkapelle.
Alm(en), Hütt(en):
Gotzinger Trommel, Man kommt auf der Tour durch das riesige Wasserschutzgebiet und vereinzelt noch an einigen Bauerhöfen vorbei, abgesehen von der kleinen Ortschaft Gotzing (drei Häuser plus Kirche). Dazu zählten auf dieser Tour im besondern die beiden Anwesen auf dem Fentberg und der Hof „Westin“.
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Wanderparkplatz Fahrnbachweg (Bahnübergang Thalham); Adresse (unpräzise): Bahnübergang Thalham, Gotzinger Straße, D-83629 Weyarn . Koordinaten: N = 47.839663, E = 11.804626; Geographische Daten: N = 47°50´22.8´´, E = 11°48´16.7´´; UTM-Daten: Z = 32T, E = 709852, N = 5302288; Gauß-Krüger: R-E = 4485481.479, H-N = 5300176.238.
Vom Parkplatz (100 m rechts des Bahnüberganges) geht es ein gutes Stück direkt an der Bahnlinie entlang. Dann biegt der Karrenweg nach links ansteigend in den Wald ab und schlängelt sich in kleineren Kurven dahin. Auf einer ebenen Fläche zweigt ein kaum sichtbarer Weg nach links ab, der in keiner Karte verzeichnet ist. Er windet sich in Grundrichtung „Süden“ durch den Wald und mündet kurz vor den Häusern von Fentberg auf deren Zufahrtstraße ein. Es folgt ein kurzer Aufstieg in Richtung Fentberggipfel bzw. zur Kapelle. Das ist im Prinzip ein sehr guter Aussichtspunkt. Nach dem Abstieg von der Kapelle geht es durch die beiden Anwesen und dann nach links bergab. Dieser Weg führt wieder zurück zum Parkplatz. Nun beginnt der zweite Teil der Tour auf der Schotterstraße nach Südwesten. Nach der Abzweigung nach links an einem Wegedreieck geht es noch ein Stück an einer Wiesenfläche entlang des Anwesens „Westin“. Dann mündet dieser Weg auf die Straße ein, die zum Taubenberg hochführt. Es geht hier nach links. Etwas später kommt man auf die Straße nach Gotzing, der man nach rechts folgt bis man am Wirtshaus ist. Der Rückweg zum Parkplatz verläuft auf der Kreisstraße.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
PP Fahrnbachweg630
Weggabelung Wald686 0:171,44
Fentbergkapelle790 0:201,06
PP Fahrnbachweg630 0:271,59
Wegedreieck653 0:110,61
Einmündung Westin679 0:100,62
Gotzinger Trommel690 0:120,78
PP Fahrnbachweg630 0:232,10
Anmerkungen:
Zwei Ziele hatten wir uns für diese Tour vorgenommen. Wir wollten in der bekannten Gotzinger Trommel einkehren und wir wollten einen kurzen Ausflug auf den Fentberg mit der dortigen, guten Fernsicht machen. Aus der Fernsicht wurde dann leider nichts, aber die Einkehr hat sich gelohnt. Für diese zweiteilige Runde brauchten wir bei mäßigem Wandertempo zwei Stunden. Die Strecke lässt sich recht gut teilen. Dann könnte man erst den Auf- und Abstieg machen und dann mit dem Auto zum Wirtshaus fahren – ideal für einen kleinen Ausflug in die Berge. Das Gebiet „Taubenberg/Fentberg“ (siehe die weiteren Touren) ist ein riesiges Wasserschutzgebiet, aus dem die Stadt München einen Großteil ihres Trinkwassers gewinnt. Dadurch ist es sehr naturbelassen, bzw. wieder aufgeforstet worden. Nur noch einige wenige Anwesen zeugen von der ehemaligen landwirtschaftlichen Nutzung. Mit diesem Wissen im Gepäck lassen sich dort recht ansprechende, technisch unproblematische und lehrreiche Touren machen. Zwei Wirthäuser hat es auch noch zur Einkehr: den Berggasthof Taubenberg (der aber nicht ganzjährig geöffnet ist) und die „Gotzinger Trommel“.

Im ersten Teil der Tour hatten wir auf eine gute Fernsicht vom Aufstieg zum Fentberg gehofft. Gesehen haben wir dann eine durch Reif verzauberte Landschaft.

Verzaubert erscheint an diesem Tag auch die Kapelle mit ihrem separaten Glockenturm. Sie ist privat, wobei die Eigentümer offenbar nicht wollen, dass man sie betritt.

Filialkirche St. Jakobus d.Ä. in Gotzing (zwischenzeitlich bei strahlendem Sonnenschein). Der spätgotische Bau gehört zum Pfarrverband Weyarn und ist noch regulär genutzt, samt Friedhof. Kirche, Wirtshaus und zwei Bauernhöfe bilden den Kern von Gotzing, samt einem Dutzend Einwohnern. Dazu gehören aber auch noch ein paar umliegende Anwesen.

Anwesen Fentberg. Einige wenige Höfe haben die damalige Schutzgebietsausweisung überlebt, viele nicht. Es sind durchwegs wunderschöne Gebäude, die man in den zwangsweisen Dornröschenschlaf geschickt hat.

Ein weiteres Beispiel auf unserer Runde ist das Anwesen „Westin“. Es ist ebenfalls ein sehr schönes Anwesen, das heute noch die damalige Funktion mit Wohnen und Stall erkennen lässt. Die landwirtschaftliche Nutzung im gesamten Gebiet erfolgt nur mehr in extensiver Grünland- bzw. Weidewirtschaft.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018