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Wanderungen

Peißenberg



Peißenberg

Peißenberg – Rundwanderung auf dem wohl geschichtsträchtigsten Berg im Pfaffenwinkel mit der unvergleichbaren Fernsicht auf Ammergebirge, Wettersteingebirge, Estergebirge, Bayerische Voralpen und Karwendel, einschließlich Teile der Zentralalpen. Im Bild: langgezogener Kamm des Peißenbergs mit vielerlei Bebauung, u.a. Kirche, Friedhof, Wirtshaus, Funksender und etliche Bauernhöfe (Stand: April 2018)

Schwierigkeit:36.9mittel (27.5-40)
Tracklänge:14.5 kmmittellang (8-15 km)
Wanderzeit:6.0 h*lang (>5 h)
Höhensumme:498 mmittelgroß (400-800 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.
Gebirge, Lage, Karte
Andere Wandergebiete, Pfaffenwinkel. Karte: Kompass Wanderkarte Nr. 179, Pfaffenwinkel, bzw. GPS Garmin Oregon 600, TOPO Deutschland, V7 Pro.
Datum, Begleiter, Wetter
07.04.2018; Alleingang. Auf den klassischen Wanderstrecken am Aufstieg und am Rückweg auf dem Stollenweg bin ich nur wenigen Wanderern begegnet, am Westabstieg ins Tal überhaupt niemandem. Auf der Hochfläche und am Gipfelbereich herrschte reger Ausflugsbetrieb mit Auto- und Motorradfahrern, die das schöne Wetter nach der langen Kälteperiode nutzten. Klassischer, wunderschöner Frühsommertag. Die Temperaturen waren im Wald erträglich, auf der Freifläche bereits etwas schweißtreibend. Die Fernsicht war sehr gut, um die Mittagszeit dann aber ganz leicht diesig.
Erreichte Gipfel
Kein Gipfel im klassischen Sinne erreicht. Der höchste Punkt der Tour liegt direkt an der Kirche mit 988 m.
Alm(en), Hütt(en):
Bayerischer Rigi, Rigi-Alm, Auf dem Peißenberg liegen etliche Bauernhöfe und andere Anwesen, einschließlich eines Funksenders, einer meteorologischen Station, der Wallfahrtskirche und ein Friedhof. Zudem kommt man durch die beiden Orte Peißenberg und Hohenpeißenberg.
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Parkplatz Moosleite (Nähe Bahnhof). Adresse: Moosleite 1A, D-82380 Peißenberg. Koordinaten: N = 47.797910, E = 11.062198; Geographische Daten: N = 47°47´52.5´´, E = 11°03´43.9´´; UTM-Daten: Z = 32T, E = 654427, N = 5295898; Gauß-Krüger: R-E = 4429850.276, H-N = 5295941.334. Der Startpunkt ist auch mit der Bahn erreichbar. Ein weiterer Parkplatz wäre am Tiefstollen, direkt am Beginn des Aufstieges am Stollenweg beim Bergbaumuseum.
Vom Parkplatz Moosleite geht es auf der Hauptstraße ein Stück zurück, auf der Sulzer Straße über die Bahngleise in die Alte Kohlenwäsche. Dann erfolgt ein kurzer Aufstieg zum Bergbaumuseum. Am nördlichen Ende des Parkplatzes beginnt der steile Pfad durch den Wald. Nach einer Abzweigung nach links kommt man beim Weinbauer wieder auf die Freifläche. Weiter geht es auf der Straße bergauf, nach einer Abkürzung über die Wiese zum Vorderhölzl und nach Oberschwaig. Nach einem weiteren Stück auf der Straße trifft man auf den Parkplatz mit der Pilgersäule knapp unterhalb des Gipfels mit der Wallfahrtskirche und dem Bayerischen Rigi. Anschließend geht es ein Stück weiter nach Westen am Zaum zur meteorologischen Station vorbei, ehe der Pfad dann steil durch den Wald ins Tal führt. Auf der Hauptstraße geht es ein gutes Stück nach Osten zur Rigi-Alm. Von dort ein paar Meter zurück dann wieder nach Osten. Am Waldrand geht der Steig des Stollenweges annähernd höhengleich im Wald dahin. Später erreicht man noch einmal die offene Flur, ehe man nach St. Georg mit der dortigen Kapelle kommt. Nun geht es ein weiteres Stück bergab, bis man im südwestlichen Teil von Peißenberg die Bahnlinie erreicht. Die Bahnlinie überqueren und an ihr entlang zurück zum Bahnhof bzw. zum Parkplatz Moosleite. Teile meines Rundweges verliefen auf dem Stollenweg.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
PP Moosleite Peißenberg590
Weinbauer745 0:341.59
Vorderhölzl805 0:200.93
Oberschwaig895 0:210.91
PP Pilgersäule961 0:221.43
Wallfahrtskirche988 0:100.47
Bayerischer Rigi982 0:080.25
1. Hof im Tal820 0:281.08
Rathaus Hochpeißenberg783 0:130.86
Rigi-Alm731 0:201.60
Waldrand Stollenweg687 0:301.44
St. Georg Kirche700 0:342.36
Bahnübergang Peißenberg599 0:260.85
PP Moosleite Peißenberg590 0:201,21
Anmerkungen:
Der Peißenberg ist durch seinen früheren Kohlebergbau immer noch sehr bekannt. Ein Museum und vieles mehr weisen darauf hin. Die Gemeinden sind bedacht, diese Vergangenheit für den Tourismus zu nützen. Der „Stollenweg“ mit seinen Infotafeln führt recht informativ durch das Gelände. Am bedeutendsten ist wohl der Berg aber selbst mit seinen steil aufragendenden, knapp 1000 Metern Höhe. Dadurch ist er ein unvergleichbarer Aussichtsberg in die Alpen in ihrer vollständigen Breite im westlichen Oberbayern. Der Berg selbst ist land- und forstwirtschaftlich genutzt und kann bis zu seinen Gipfel befahren werden. Die Menschen vergleichen ihn mit dem bekannten Bergmassiv am Vierwaldstätter See, nämlich der Rigi, wenn er auch deutlich niedriger und kleiner ist. In seiner Umgebung gibt es folgerichtig den Rigi-Gasthof, die Rigi-Alm, eine Rigi-Apotheke und anderes mehr. Eines muss ich ihm aber ankreiden: er lässt sich nicht gerne fotografieren und auch der Bayerische Rigi nicht, der Gasthof auf seinem Gipfel.

Stollenweg – ein Markenzeichen der Wanderung auf den Peißenberg. Er ist aktuell renoviert, erfordert aber trotzdem etwas Bergerfahrung und gute Ausrüstung.

Vielerlei Bauwerke stehen auf dem langgezogenen Rücken, darunter auch ein UKW-Funksender des Bayerischen Rundfunks.

Wallfahrtskirche „Maria-Himmelfahrt“ auf dem Peißenberg mit Priesterhaus, neu renoviert. Sie liegt am höchsten Punkt des Berges.

An der westlichen Kammseite steht ein Observatorium mit verschiedenen Meß- und Beobachtungsanlagen.

Ansonsten gibt es – gut verteilt – etliche Bauernhöfe und andere Anwesen auf der Hochfläche des Berges.

St. Georgs-Kapelle nahe dem gleichnamigen Bauernhof. Zur Besichtigung kann man sich im Bauernhof den Schlüssel ausleihen. Es lohnt sich!

Das Dorf Hohenpeißenberg liegt südlich des Berges im Tal, gleichwohl befindet es sich etwa 200 Meter über dem Hauptort Peißenberg.

Panorama über Panorama. Vom Gipfel des Berges kann man die ganze Gebirgskette des westlichen Oberbayerns übersehen, einschließlich Teile der Zentralalpen. Also unbedingt Fernglas mitnehmen, an einen Tag mit guter Sicht lohnt sich das auf jeden Fall.

Entlang des Stollenwegs sprießen im Frühjahr hektarweise die Bärlauchfelder.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 08.05.2018