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Klosterweiher-Rundweg



Klosterweiher-Rundweg

Klosterweiher-Rundweg Bernried – leichte Wanderung im Moränengebiet westlich des Starnberger Sees durch eine abwechslungsreiche Flur, vorbei an etlichen Fischweihern des ehemaligen Augustiner-Chorherren Klosters Bernried (Stand: März 2017)

Schwierigkeit:23.1leicht (<27.5)
Tracklänge:12.8 kmmittellang (8-15 km)
Wanderzeit:3:45 h*mittellang (3-5 h)
Höhensumme:144 mgering (0-400 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.
Gebirge, Lage, Karte
Voralpenland, Fünf-Seen-Gebiet, Pfaffenwinkel; Starnberger See, westlich von Bernried, Karte: Kompass Wanderkarte; Nr.180 (1:50000) Starnberger See, Ammersee.
Datum, Begleiter, Wetter
26.03.2017; Renate, Gitti, Sepp und ich haben diese Frühjahrswanderung zusammen durchgeführt. An der Strecke waren immer wieder andere Wanderer zu beobachten, gleichwohl weniger als wir erwartet hatten. Es war der Beginn einer Hochdruckwetterlage. Allerdings zeigte sich noch aufgelockerte hochnebelartige Bewölkung mit einem recht kalten Ostwind. An sonnigen Stellen stieg die Temperatur aber kurzzeitig in angenehme Bereiche. Die diesige Luft begrenzte die Fernsicht ganz erheblich.
Erreichte Gipfel
Kein Gipfel erreicht. Die Wanderstrecke geht ständig leicht bergauf/bergab, weist aber insgesamt nur geringe Höhenunterschiede zwischen 600 und 640 m auf.
Alm(en), Hütt(en):
Steidl Bauerbach, Durch die Verlagerung des Startpunktes auf den Parkplatz des Buchheim-Museum kamen wir gegen Ende der Tour durch Hapberg. Ansonsten stand mit dem Karrahof (Reiterhof) nur noch ein landwirtschaftliches Anwesen nahe an der Strecke. Den Gasthof Steidl in Bauerbach besuchten wir bereits vor dem Rundgang, da er etwas abseits liegt.
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Parkplatz Buchheim-Museum. Adresse: Höhenrieder Weg 36, D-82347 Bernried/Starnberger See. Koordinaten: N = 47.873051, E = 11.283412; Geographische Daten: N = 47°52´23.0´´, E = 11°17´00.3´´; UTM-Daten: Z = 32T, E = 670745, N = 5304715; Gauß-Krüger: R-E = 4446500.042, H-N = 5304118.698. Die offizielle Tour der Gemeinde beginnt und endet im Zentrum von Bernried. Wir wollten uns aber den längeren Gang am Ende der Tour durch die Stadt sparen und verlegten den Start an den Parkplatz beim Buchheim-Museum. Dadurch verkürzte sich auch die Strecke um ein gutes Stück.
Vom Parkplatz weg geht es auf der Straße etwa 200 m nach rechts, dann biegt ein Wirtschaftsweg nach links ab. Am nahen Waldrand trifft er auf die markierte und mit Wegweisen ausgewiesene Strecke, die man grundsätzlich bis zur Rückkehr nach Hapberg nicht mehr verlässt. Zu Beginn verläuft der Wirtschaftsweg durch offene Flur und Waldstücke nach Westen, vorbei am Auweiher und unterquert die Eisenbahnlinie. Anschließend führt die Richtung durch Pferdekoppeln nach Süden und geht mit einem Rechtsknick am Waldrand bergauf. Kurz darauf ist die Nordspitze des Gallaweihers erreicht. Hier verlässt man die offizielle Route für eine kurze Strecke, geht östlich des Weihers ein Stück nach Süden und überquert den Damm, der die beiden Weiherhälften trennt. Nach einem kurzen, nicht markierten Pfad durch den Wald trifft man wieder auf die originale Strecke. Diese führt nun ein längeres Stück geradeaus nach Süden, überquert dabei die Landstraße und endet an einer Weidekoppel. Dort biegt ein Pfad nach Osten ab und geht etwas später am nicht mehr existenten Neuweiher vorbei. Nach einem weiteren Bergauf-Waldstück öffnet sich die Flur, rechterhand ist der Wasserturm erkennbar. Nahe dem Ortsrand von Hapberg macht die Strecke noch einmal einen Rechtsknick, ehe es durch die ersten Häuser geht. Ein kurzer Abstecher (Wegweiser) führt zur Pestkapelle. Die Bahnlinie überquert man auf der Straße und biegt kurz darauf nach links ab. Anschließend geht es erneut in den Wald, vorbei am Hausstatter See. Nach einem weiteren kurzen Waldstück trifft man wieder auf den Hinweg. Der Parkplatz ist nur noch wenig weit entfernt.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
PP Buchheim-Museum618
Auweiher622 0:302.12
Eisenbahnunterführung610 0:120.72
Gallaweiher620 0:302.06
Überqu. Straße630 0:401.90
Ende Waldweg625 0:301.70
Neusee610 0:150.85
Pestkapelle630 0:181.02
Hausstatter See620 0:201.03
PP Buchheim-Museum618 0:171.35
Anmerkungen:
Es ist eine Wanderung mit besonderen Vorzeichen. Es geht fast ausschließlich auf guten Wirtschaftswegen durch eine sanfte, abwechslungsreiche Landschaft. Die Strecke ist neu markiert, die Orientierung fällt leicht. Zentraler Punkt sind die vielen Fischweiher, die recht bildhaft an ihre frühere Nutzung durch das Kloster Bernried (Augustiner-Chorherren) erinnern. Die Eiszeit hat viele solcher „Tümpel“ hinterlassen, die durch geringe bauliche Ergänzungen und Eingriffe sehr fischreich wurden. Fisch war eine wesentliche Nahrung der Mönche, nicht nur in Fastenzeiten. Die Tour vermittelt – natürlich neben der herrlichen Landschaft – einen Eindruck zur Macht und Bedeutung der Klöster in der damaligen Zeit. Man kann aber auch spüren, wie karg und entbehrungsreich die Zeit für die übrige Bevölkerung gewesen sein musste. Natürlich dürfen Hinweise und Begriffe zur Bedeutung der Fischnutzung nicht fehlen, die seitens der Gemeinde recht gut und informativ gestaltet sind.

Der Ort der Wanderung ist das Fünf-Seen-Gebiet bzw. der Pfaffenwinkel; im Bild: Seeshaupt an der Südspitze des Starnberger Sees. Der Pfaffenwinkel hat seinen Namen von den vielen Kirchen und Klöstern, die man in dieser Gegend treffen kann. Das Kerngebiet liegt in den Landkreisen Weilheim und Schongau. Aber auch die nördlich liegende Landschaft zwischen dem Starnberger See, Ammersee und dem Lech zählt dazu.

Die Strecke ist offiziell ausgewiesen und erst vor kurzem neu gestaltet worden. Als Symbol führen Wegweiser mit gelb/weißer Spitze und einem Fische-Symbol durch die Landschaft. Mit dem Ausdruck „Klosterweiher“ ist natürlich deren früherer Nutzer angesprochen.

Der erste Weiher auf den man trifft, ist der Auweiher. Er wird von Fischervereinen genutzt, die auch einige Stege in den See gebaut haben.

Der größte Weiher ist der durch einen Damm geteilte Gallaweiher. Man kann, unter Verlassen der offiziellen Strecke, über diesen Damm gehen und später wieder auf die eigentliche Route zurückkehren.

Ein kleinerer See ist der Hausstätter See, unweit von Hapberg, versteckt im Wald. Viele weitere Seen liegen abseits der Strecke, man trifft sie folglich nicht. Einen trifft man noch, aber der ist verlandet: der Neusee. Ehemalige Stege sind noch zu erkennen, Wasser führt er aber wohl seit längerer Zeit nicht mehr.

Neben den Seen kennzeichnet eine abwechslungsreiche Landschaft die Gegend. Wiesen und Wald wechseln sich in sanften Höhen und Senken kurzräumig ab.

Natürlich gehören dazu auch besondere Landschaftselemente, z. B. eine sehr knorrige, einzeln stehende Eiche.

Kulturdenkmäler dürfen ebenfalls nicht fehlen. Die Pestkapelle in Hapberg ist sehr versteckt zwischen Gebäuden und Bäumen eingeklemmt. Zudem kann man sich ihren Namen nicht erklären; sie passt zumindest nicht die Zeit, in der die Pest eine Plage war. Einen Besuch hat sie aber allemal verdient.

Direkt am Parkplatz weisen zwei hölzerne Giraffen auf das „Buchheim-Museum der Phantasie“ hin. Dort ist eine Heimat für moderne, bildende Kunst entstanden. Lothar-Günter Buchheim (verst. 2007) war ein vielseitiger Künstler. Er hat u.a. auch den Roman „Das Boot“ geschrieben, der durch den Film mit vielen namhaften Schauspielern bekannt ist.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018