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Wanderungen

Mangfallknie



Mangfallknie

Mangfallknie – einfache Wanderung in dem romantischen Flusstal mit vielen Überraschungen. Die Fließrichtung der Mangfall macht dort eine Wendung von Süd/Nord auf Nord/Süd, später auf Ost, ehe sie in Rosenheim in den Inn mündet. Im Bild: Blick von der Brücke nahe Grub auf den dort relativ breiten Wasserlauf des Flusses mit einigen Stromschnellen (Stand: März 2017)

Schwierigkeit:26.7leicht (<27.5)
Tracklänge:12.0 kmmittellang (8-15 km)
Wanderzeit:3:30 h*mittellang (3-5 h)
Höhensumme:384 mgering (0-400 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.
Gebirge, Lage, Karte
Bayerische Voralpen, eigentlich Voralpengebiet. Das Wandergebiet liegt nahe der Autobahn München-Salzburg nördlich der Ausfahrt Weyarn, östlich von Valley, im nördlichen Tal der Mangfall. Karte: Kompass Wanderkarte Nr. 181, Rosenheim Bad Aibling. Es ist der direkte nördliche Anschluss an die früher schon beschriebene Strecke „Mangfalltour“.
Datum, Begleiter, Wetter
17.03.2017; Tassilo und ich sind diese Tour zusammen gegangen. Nur wenige andere Wanderer hatten sich außer uns auf den Weg gemacht, obwohl das Wetter dafür ideal war. Es herrschte bestes Wanderwetter mit ungewöhnlich hohen Temperaturen zwischen 18 und 20 ° C. Das Ende des Hochdruckgebietes kündigte sich ab Mittag mit dichter werdenden Wolken und kräftigen Windböen an; auf den freien Hochflächen pfiff es sogar sehr stürmisch.
Erreichte Gipfel
kein Gipfel erreicht. Der höchste Punkt der Tour liegt mit 655 m an der Wallfahrtskirche in Kleinhöhenkirchen.
Alm(en), Hütt(en):
Aschbacher Hof, Mangfalltal-Alm, Auf der Strecke kommt man an einigen einzelnen Anwesen und an den Ortschaften Aschbach, Altenburg, Niederaltenburg und Kleinhöhenkirchen vorbei bzw. durch.
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Hohendilching Kirche; im Ort Hohendilching kann man an mehreren Stellen einzelne Autos parken. Adresse: Hohendilching Nr. 8, 83626 Valley. Koordinaten: N = 47.909071, E = 11.780821; Geographische Daten: N = 47°54´32.7´´, E = 11°46´51.0´´; UTM-Daten: Z = 32T, E = 707793, N = 5309937; Gauß-Krüger: R-E = 4483721.429, H-N = 5307898.310.
Die Wanderstrecke führt von der Kirche in Hohendilching nach Süden, bergab ins Tal der Mangfall. Nach wenigen Metern zweigt man nach links ab und trifft auf den kurzen Rundweg durch den Skulpturengarten. Anschließend überquert man die Anderlbrücke und biegt nach links auf einen Pfad entlang des Flusses ab. Später wird daraus ein Rückeweg durch den Wald. Man kann ihn im Weiteren mehrfach verlassen und auf kaum sichtbare, holprige Pfade ein Stück direkt am Ufer entlang gehen, ehe es wieder auf den Weg zurückgeht. Nach der Strecke durch den Wald führt der Weg vorbei an einem Anwesen und mündet auf die Straße ein, die von Kleinhöhenkirchen zur Grubmühle geht. Am nördlichsten Punkt der Mangfall querquert die „Brücke Grubmühle“ den Fluss. Kurz danach biegt ein Waldweg im spitzen Winkel nach rechts ab und führt leicht bergauf. Kurz vor einem weiteren Anwesen trifft der nunmehr kaum begangene Pfad an das Bahngleis, dem man für etwa 1.5 km nach Osten folgt. Anschließend sind wir nach links bergauf gegangen, in Altenburg links durch den Ort und ein kurzes Stück an der Staatsstraße entlang zum Gasthof/Hotel Aschbacher Hof. Der Rückweg beginnt mit der Überquerung der Straße direkt am Gasthof, führt ein Stück entlang eines Weidezaunes zur Kapelle und mündet dann nach einem kurzen Abstieg auf den Hinweg ein. Nach der Überquerung der Bahnlinie geht es weiter bergab ins Tal, über die Brücke, durch den Ort Niederaltenbach hindurch. Nunmehr beginnt erneut ein Aufstieg durch den Wald, der auf die freie Hochfläche von Kleinhöhenkirchen führt. Am westlichen Ortsrand liegt die Mangfalltal-Alm, nahe der Wallfahrtskirche Maria Heimsuchung. Der weitere Wanderweg beginnt mit einer kurzen Umleitung um einen neu erstellten Weidezaun, vorbei an einer weiteren Kapelle zurück in den Wald. Nach einigen etwas steileren Stücken mündet man auf den Hinweg ein. Ab da ist ein nur noch ein kurzes Stück zur Anderlbrücke bzw. bergauf zum Ausgangspunkt. Alternativ kann man den Aufstieg zum Aschbachhof weglassen und damit die Strecke um etwa 1.8 km abkürzen. Eine weitere, wesentlich kürzere Alternative wäre der Rückweg ab der Grubmühle auf der Westseite des Flusses.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
Kirche Hohendilching633
Anderlbrücke Mangfall573 0:200.83
Wegedreick Grubmühle585 0:401.99
Brücke Grubmühle565 0:150.81
Bahnübergang Altenburg572 0:352.21
Aschbacher Hof650 0:221.59
Bahnübergang Altenburg572 0:151.21
Mangfalltal-Alm655 0:261.64
Anderlbrücke Mangfall573 0:251.15
Kirche Hohendilching633 0:120.57
Anmerkungen:
Viele Überraschungen und drei besondere Höhepunkte prägen diese Rundtour an der Mangfall: Das Flussknie bei Grub bildet mit etlichen kleineren Stromschnellen ein unvergleichliches, romantisches Bild. Im Skulpturengarten „Tobel“ sind viele wunderschöne Objekte einer internationalen Künstlergruppe in gepflegter Umgebung im Wald aufgestellt und zum dritten führt die von uns gewählte Wanderroute etwa 1.5 km weit direkt am Bahngleis der „Unglücksbahn“ von München nach Rosenheim entlang. Im Grund kommt man zweimal durch das Mangfalltal mit weiteren Aufstiegen nach Aschbach und nach Hohendilching. So erklärt sich die Höhendifferenz von fast 400 Metern. Eine besondere Überraschung war auch die neue Mangfalltal-Alm in Kleinhöhenkirchen, von der wir vorher keine Kenntnis hatten und die wir prompt fast übersehen hätten. Die Strecke kann man nahezu ganzjährig begehen.

Die Mangfall (der Abfluss des Tegernsees) windet sich in etlichen Kurven nahe ihrem nördlichsten Punkt durch ein enges, romantisches Tal. Die Ufer sind mal etwas steiler, mal etwas flacher.

An mehreren Stellen kann man den Holz-Rückeweg durch den Wald verlassen und auf undeutlichen Pfaden nahe am Ufer entlang gehen. Zwangsläufig führen diese Pfade über einige steile Abschnitte bergauf/bergab.

Falls der Fluss kein allzu hohes Wasser führt, kann man auf Steinen trockenen Fußes direkt zur Flussmitte gehen.

Bemerkenswert ist auch der Verlauf der Wanderstrecke, direkt am Bahngleis entlang. Er beginnt an einem – wohl seit Jahren nicht mehr genutzten – Übergang und führt etwa 1 ½ km direkt an den Gleisen entlang bis zu dem Übergang in Höhe Kleinaltenburg. Zwangsläufig erinnert man sich dabei an das schreckliche Unglück, das sich im Frühjahr 2016 kurz hinter Bad Aibling ereignete.

Ansonsten säumen etliche Kirchen und Kapellen den Weg durch altes Kulturland. Sie stehen meist gut sichtbar in der Landschaft, z.B. die sehr gepflegte Kapelle Altenburg.

Eine kleinere Kapelle steht westlich von Kleinhöhenkirchen. Das Giebelbild ist etwas verblichen, ansonsten der Zustand aber gut.

Ein besonderer Höhepunkt für Kleinhöhenkirchen ist wohl die alljährliche Wallfahrt zur dortigen barocken Kirche zu Maria Himmelfahrt im August.

Direkt neben der Kirche prägt ein Kriegerdenkmal in Form einer Rundhalle den Ortskern von Kleinhöhenkirchen.

Etwa zwei Dutzend Kunstwerke stehen in dem Skulpturengarten an der Brücke bei der Anderlmühle, den der weltweit aktive Steinbildhauer Tobel gestaltet hat, zusammen mit drei weiteren internationalen Künstlern. Was diese Skulptur darstellen soll, braucht man wohl nicht zu erklären.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 14.10.2018