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Impressionen aus den Bergen

Wanderungen

Fentberg



Fentberg

Fentberg im Mangfallgebiet – einfache Wanderung in den ersten Vorbergen des Alpenvorlandes. Der Fentberg ist der nördliche Teil des Taubenberggebietes, im Nahbereich von München. Trotz der vergleichbar geringen Höhe erlaubt er wunderbare Fernsicht auf die Spitzen des Mangfallgebirges. Im Bild: der weitgehend bewaldete Gipfelkamm an seiner höchsten Stelle (Stand: Feb. 2017)

Schwierigkeit:23.7leicht (<27.5)
Tracklänge:13.0 kmmittellang (8-15 km)
Wanderzeit:3:25 h*mittellang (3-5 h)
Höhensumme:197 mgering (0-400 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.
Gebirge, Lage, Karte
Bayerische Voralpen, eigentlich noch Voralpengebiet. Das Wandergebiet liegt nahe der Autobahn München-Salzburg, östlich von Holzkirchen, westlich der Mangfall. Talort ist Mitterdarching/Oberdarching bzw. Schmidham (etwas westlich gelegen). Karte: Kompass Wanderkarte Nr. 181, Rosenheim, Bad Aibling.
Datum, Begleiter, Wetter
23.02.2017; Alleingang. Auf der gesamten Tour habe ich nur vier Personen getroffen, zwei davon legten nahe der Fentbergkapelle eine gemütliche Rast ein, genossen die Aussicht und verzehrten ihre Brotzeit. Es herrschten für diese Jahreszeit ungewöhnlich hohe Temperaturen mit bis zu 20° C, bedingt durch sehr starken Föhn. Dadurch gab es sehr gute Fernsicht auf die gesamte Kette der Mangfallberge vom Wendelstein bis zum Gindelalmschneid. Kräftige Sturmböen wehten zeitweise über die Berggipfel und verursachten ein starkes, sich bedrohlich anzuhörendes Rauschen. Gefahr durch umstürzende Bäume bestand aber nicht. Nur an einigen wenigen Stellen lag noch etwas Schnee. Unangenehmer waren jedoch nasse Stellen, die an der Strecke immer wieder vorkamen und das Gehen etwas mühsam machten.
Erreichte Gipfel
Fentberg (807 m). Der Fentberg ist der nördliche Teil des Taubenbergs und besteht aus einem 2.6 km langen Kamm, der in Ost/West-Richtung verläuft. Im östlichen Teil befindet sich der höchste Punkt.
Alm(en), Hütt(en):
Darchinger Hof, In den drei Dörfern Mitterdarching, Oberdarching und Schmidham kommt man an zahlreichen Anwesen vorbei, darunter vielen herrlichen Bauernhöfen. Auf dem Berg selbst ist neben der Fentbergkapelle nur noch das Anwesen Neustadl mit seiner eigenen Kapelle zu erwähnen.
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Bahnhof Mitterdarching; Adresse: Bahnhofstraße 17, D-83626 Valley (Mitterdarching). Koordinaten: N = 47.870744, E = 11.778183; Geographische Daten: N = 47°52´14.7´´, E = 11°46´41.5´´; UTM-Daten: Z = 32T, E = 707749, N = 5305671; Gauß-Krüger: R-E = 4483511.983, H-N = 5303637.383. Der Startpunkt ist auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar; von und nach München verkehren Züge der BOB auf der eingleisigen Strecke im Stundentakt.
Vom Parkplatz am Bahnhof nach Westen in den Ort gehen. An der Raiffeisenbank nach links in die Raiffeisenstraße abbiegen. Sie mündet später in die Bergstraße ein, an der man erneut links abbiegt und auf der man bleibt. Sie geht erst an den Waldrand, später in den Wald und führt nun als Schotterstraße in einigen sanften Kurven bergauf bis zum Fentberg. Nach einer kleinen Bergabstrecke und einer Abzweigung nach rechts geht es in den Endanstieg zum Fentberg, vorbei an der Fentbergkapelle. Von dort hat man die beste Aussicht in die südlich liegenden Berge. Der höchste Punkt der Tour liegt ein Stück im Wald. An der Kapelle beginnt der lange Kammweg nach Westen, der – vorbei an einem Funkmast – über Neustadl bis zur Weissen Marter führt. Ein Stück vor und nach Neustadl überquert man Wiesengelände, der Rest der Strecke führt durch den Wald. An der Weissen Marter beginnt der Abstieg nach Schmidham. Ein arg ramponierter Hohlweg biegt rechts ab, mündet aber später auf einen etwas besseren Waldweg ein. Auf diesem kommt am dem Bauernhof Schmidham2 vorbei in den Ort selbst. Nach den letzten Häusern zweigt ein Feldweg geradeaus von der Landstraße ab, der nunmehr durch die offene Flur führt und wieder auf die Bergstraße einmündet. Den Rest geht es auf dem Aufstiegsweg zurück zum Parkplatz am Bahnhof.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
Bahnhof Mitterdarching664
Einmü. in Bergstraße668 0:141.05
Waldrand672 0:140.83
Anhöhe mit Wegweisern766 0:312.08
Kapelle Fentberg783 0:170.98
Fentberg höchster Punkt807 0:130.55
Neustadl789 0:251.31
Weisse Marter765 0:150.78
Schmidham699 0:291.78
Einmü. in Bergstraße668 0:312.46
Bahnhof Mitterdarching664 0:141.15
Anmerkungen:
Das gesamte Gebiet um den Taubenberg zwischen der Mangfall im Osten und der Warngauer Ebene südlich von Holzkirchen ist ein riesiges Wasserschutzgebiet, aus dem die Stadt München einen großen Teil ihres Trinkwassers bezieht (siehe auch Wanderung „Taubenberg“). Das ehemalige Bauernland wurde dazu aufgekauft/enteignet und zu Wald umgewandelt. Es blieben nur ganz wenige Anwesen erhalten, eines davon ist Neustadl. Die ringsum liegenden Grünlandflächen sind bewirtschaftet, die Gebäude als Feriendomizil genutzt. Der langgezogene Fentberg und auch der südlicher liegende Taubenberg sind zum Wandern bestens geeignet. Die Anreise aus München ist kurz, man kann fast das ganze Jahr wandern, die Anstiege sind gering, die Wanderwege in gutem Zustand, leicht begehbar. Das Besondere an dieser Tour ist aber die gute Fernsicht auf die südlichen liegenden Berge, auf dem Taubenberg sogar noch unterstützt durch den dortigen Aussichtsturm.

Der Fentbergkamm ist weitgehend bewaldet. An einigen Stellen ist er aber frei von Bewuchs. Dort hat man dann sehr gute Fernsicht, vor allem nach Süden in die Berge.

Der östlichste Punkt ist die Fentbergkapelle. Der runde Bau weist eine Ausbuchtung aus für den Eingang. In einem nebenan stehenden Holzturm hängt eine Glocke.

Das Anwesen Neustadl ist genutzt, auf der umgebenden Weide stehen beizeiten Tiere. Ansonsten ist die Landwirtschaft aus dem Wasserschutzgebiet verschwunden.

Einige Kulturdenkmäler blieben erhalten, z.B. die Kapelle bei Neustadl. Sie ist sogar in sehr gutem Renovierungszustand.

Nicht so die Steinsäule mit einem unbekannten Motiv. Sie befindet sich in einem erbärmlichen Zustand, bedingt durch die Witterung, aktuell aber auch durch Waldarbeiten.

Nicht ganz so schlecht geht es diversen Feldkreuzen, an denen man mehrfach vorbeikommt.

Der Hauptwandergrund ist aber die gute Fernsicht, die man vor allem an der Ostspitze des Höhenzuges hat. Ganz links ist der Wendelstein mit seinen Nebenbergen zu erkennen, …..

… daneben schließt sich das Sudelfeld an (das Skigebiet ist nicht zu sehen), bzw. die beiden Traithenberge …

… anschließend blickt der Jägerkamp herüber, erkenntlich an seinen beiden Gipfeln mit dem sie verbindendem Gipfelkamm und dem großen Bergkessel ….

… ihm gegenüber weiter rechts steht der Brecherspitz. Ihn erkennt man an dem hohen Ostgipfel mit dem ausgeprägten Nordgrat und dem ebenfalls sehr großen Kessel ….

… in Fortsetzung der Kette lässt sich der Gindelalmschneid ausmachen mit seiner freien, jetzt noch schneebedeckten Nordflanke.

Unmittelbar am nördlichen Bergfuss befinden sich zwei schmucke Dörfer. Im östlichen Teil ist das Oberdarching …

… etwas weiter westlich liegt Schmidham. Beide Dörfer zeichnen sich durch etliche sehr schöne, stolze Bauernhöfe aus, die bei der damaligen Ausweisung als Wasserschutzgebiet offenbar verschont geblieben sind. Es ist eine Gegend, in der die Kinder fremde Personen noch freundlich grüßen.

Darchinger Hof, Hotel und Wirtshaus in Mitterdarching, ein repräsentativer Bau. Eigentlich wollte ich dort nach der Wanderung einkehren. Daraus wurde leider nichts, weil das Wirtshaus an den Werktagen erst ab 17:00 Uhr geöffnet hat. Auf seiner eigenen Internetseite steht das aber anders; schade drum.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 14.10.2018