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Ambacher Runde



Ambacher Runde

Ambacher Runde – Wanderung östlich des Starnberger Sees auf Höhe von Ambach, Holzhausen, Degerndorf, Happberg. Natürlich ist ein gutes Stück Seepromenade dabei und herrliche Ausblicke auf den See selbst

Schwierigkeit:26.3leicht (<27.5)
Tracklänge:16.0 kmlang (>15 km)
Wanderzeit:3:10 h*mittellang (3-5 h)
Höhensumme:200 mgering (0-400 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.
Gebirge, Lage, Karte
Bay. Voralpenland, Fünf-Seen-Gebiet; Starnberger See Ost. Das Wandergebiet liegt südlich von Münsing. Karte: Kompass Wanderkarte (1:50000), Nr. 180 Starnberger See, Ammersee.
Datum, Begleiter, Wetter
25.03.2015; Sepp hat mich begleitet. Außer uns ist diese Route wohl niemand gegangen. Wir haben aber immer wieder Personen getroffen, die – mit oder ohne Hund – kurze Ausflüge gemacht haben. Es herrschte ein typisch zu Ende gehendes Föhnwetter. Morgens gab es noch blauen Himmel mit mildem Südwind. Gegen Mittag drehte der aber auf westliche Richtungen und war deutlich kälter. Gleichzeitig zogen dichte Wolken auf. Es blieb aber trocken. Die Sicht war insgesamt brauchbar.
Erreichte Gipfel
Gipfel im eigentlichen Sinne hat es auf dieser Runde nicht. Wir erreichten aber mehrere Kuppen mit Kapellen oder sonstige Aussichtspunkte.
Alm(en), Hütt(en):
Landgasthof Berg , Andere Hütten im engeren Sinne sind auf dieser Tour nicht anzutreffen. Unser Weg führte uns aber durch mehrere Ortschaften, vorwiegend mit bäuerlichen Anwesen. Auf der Seepromenade kamen wir an etlichen Villen vorbei, deren finanzkräftige Eigentümer man nicht nur an den dort geparkten Luxusautos erkannte.
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Weiher Degerndorf (direkt am Weiher bestehen einige Parkmöglichkeiten); Adresse: Am Weiher 4, 82541 Münsing-Degerndorf. Koordinaten: N = 47.878197, E = 11.378753; UTM-Daten: Z = 32T, E = 677856, N = 5305502.
Vom Nordufer des Degerndorfer Weiher auf die Straße in Richtung Berg einbiegen und einige Hundert Meter dort bleiben. Dann nach rechts abbiegen und zur Maria-Dank-Kapelle aufsteigen. Von dort nach Süden entlang des Weidezaunes absteigen, kurz links/rechts gehen und auf die Straße nach Happberg einbiegen. An Ortsrand rechts abbiegen, in den Ort gehen und dann links bergab wandern. An Steingrub vorbei, durch den Wald, über Birklkam dann immer an der Mauer von Gut Weidenkam entlang, letztlich wieder in den Wald bergab gehen. Die Straße und den angrenzenden Bach überqueren, ein paar Stufen bergauf steigen zur Waldkante. Über die Wiese weiter nach Westen und an der Kante bergab in den Ort Ambach gehen. Auf der Seepromenade weiter nach Norden bleiben bis zur Abzweigung nach rechts wieder auf die Straße zurück. Bergauf in Richtung Holzhausen mit einem Abstecher zur Pfarrkirche, letztlich in den Ort gehen. Beim geschlossenen Altwirt die Abzweigung nach rechts nehmen, kurz darauf nach rechts durch das Wiesengelände bis Attenkam. Von dort auf der Fahrstraße zurück zum Degernbacher Weiher.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
Weiher Degerndorf679
Maria-Dank-Kapelle712 0:11
Happberg691 0:21
Birklkam655 0:25
Seeuferstraße Ambach591 0:38
Pfarrkirche Holzhausen650 0:27
Holzhausen628 0:26
Attenkam664 0:15
Weiher Degerndorf679 0:17
Anmerkungen:
Es ist eine Wanderung, die ganz eindeutig zwei Teile hat. Zum einen geht es entlang des Seeufers mit seinen Restaurants und den Villen; dort spielt sich das Leben ab. Allerdings kann das Seeufer direkt nicht erreicht werden wegen des Privatbesitzes, der das nicht zulässt, zumindest an diesem Teil des Sees. Zum andern führt die Strecke durch das landwirtschaftlich geprägte „Hinterland“ mit seinen kleinen Ortschaften über Wiesen und durch Wälder. Dort hat man das Gefühl, zwar weit weg von der „Zivilisation“ zu sein, aber unter freundlichen Menschen. Vielerlei Kultur, nicht nur geprägt durch Kirchen und Kapellen, begegnet dem Wanderer. Im Frühjahr ist die vorherrschende Farbe der Flur braun und man riecht die frisch ausgebrachte Gülle. Später, wenn die Vegetation eingesetzt hat, ist das bestimmt noch viel schöner.

Etwas entfernt vom Seeufer öffnet sich die Landschaft, entlang des Weges liegen etliche kleinere Ortschaften, in denen das Leben noch sehr beschaulich ist. Im Bild: Attenkam aus Osten, im Hintergrund liegt der See.

Pfarrkirche Holzhausen, 1420 erbaut und Johannes dem Täufer gewidmet. Sie hatte mit Sicherheit eine Vorläuferin aus dem 8. Jahrhundert, wahrscheinlich stand vorher sogar an dieser Stelle ein Huosi-Tempel. Anmerkung: Huosi ist ein Volksstamm (Adelsgeschlecht), der im Zuge der frühen Völkerwanderung aus Osteuropa in den Pfaffenwinkel kam.

Maria-Dank-Kapelle nahe Degerndorf. Sie ist sehr jung (1947) und aus Dankbarkeit über einen relativ glimpflich verlaufenen Flugzeugabsturz in den letzten Kriegstagen erbaut worden. Man kann die Kapelle betreten und ein wenig verweilen. Welch seltsamer Zufall: der Wandertag stand ganz im Zeichen des Absturzes des A320 in den Alpen, der uns an diesem Ort natürlich ganz besonders beschäftigte.

Dorfkirche von Happberg, der hl. Magdalena geweiht. Sie ist ein Bauwerk der Bauern vor Ort. Man findet solche, an einen oder an wenige Bauerhöfe gebundenen Kirchen öfter. Sie waren früher regulär genutzt, heute finden dort zumindest noch zu besonderen Anlässen Gottesdienste statt. Die Infrastruktur dafür (Glocken, kleine Orgel) ist jedenfalls vorhanden.

Restaurant Fischmeister in Ambach, der weithin bekannte Gastronomietempel. Deutlicher könnte der Kontrast zu den Bauernhöfen im Hinterland nicht sein. Gleichwohl – die Besitzerfamilie ist seit Generation mit der Gegend eng verbunden.

Skulpturengarten in Happberg. Natürlich ist die Kultur neben den Kirchen auch in zahlreichen anderen Formen ganz besonders auf dem Lande zu sehen. Diese herrlichen Stücke am Wegrand haben uns aber dennoch überrascht.

Kanadagänse (branta canadensis), mit Kultur haben sie nichts zu tun. Man erkennt diese „Neozoen“ am schwarzen Kopf und Hals mit dem weißen Kehllappen und dem weißen Bauch. Sie werden sehr groß (bis 7 kg) und sind folglich sehr gefräßig. Das und anderes macht sie weder bei den Naturschützern, noch bei den Bauern beliebt.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018