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Impressionen aus den Bergen

Wanderungen

Heuberg



Heuberg

Heuberg, auch Grasberg genannt – der schüchterne Gipfel zwischen den beiden schroffen Bergen Wasserwand und Kitzstein. Aber es ist der Treffpunkt der meisten Wanderer, fast das ganze Jahr über (Erstwanderung: Mai 2012; Aktueller Stand: April 2018)

Schwierigkeit:29.3mittel (27.5-40)
Tracklänge:10.1 kmmittellang (8-15 km)
Wanderzeit:3:35 h*mittellang (3-5 h)
Höhensumme:601 mmittelgroß (400-800 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.
Gebirge, Lage, Karte
Chiemgauer Alpen, Samerberg. Karte: DAV BY 17 (Chiemgauer Alpen West); bzw. AV Digital 2016 (USB Edition) 3D, Chiemgauer Alpen West, bzw. GPS Garmin Oregon 600, TransAlpin V4 Pro.
Datum, Begleiter, Wetter
21.04.2018; Alleingang. Eigentlich war es das aber bei weitem nicht. Bereits am Parkplatz herrschte Gedränge. In dem riesigen Gebiet verlieren sich vor allem die Biker dann relativ rasch. Den Aufstieg zum Heuberggipfel nahmen vor allem Familien mit Kindern und Einheimische in Angriff. Auf dem nicht markierten Rückweg zum Duftbräu habe ich kaum jemand getroffen, obgleich man an den Spuren erkennen konnte, dass er häufig gegangen wird. Strahlender Sommertag mit blauem Himmel und angenehmen Temperaturen. An sonnigen Passagen empfand man das durchaus als hochsommerlich. Ein leichter Wind sorgte aber für etwas Abkühlung. Die Sicht war leicht diesig; von den Spitzen höherer Berge leuchte noch der Schnee.
Erreichte Gipfel
Der höchste Punkt der Tour lag am Gipfel des Heubergs mit 1338 m
Alm(en), Hütt(en):
Deindlhütte , Duftbräu, Laglerhütte, Auf der Daffnerwaldalm stehen insgesamt sechs Hütten, davon zwei ganzjährig bewirtschaftet. Bei der Anfahrt zum Parkplatz kommt man an vielen Einzelhöfen und kleineren Ortschaften vorbei.
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Wanderparkplatz Schweibern; Adresse: Scheibern1, D-83122 Samerberg. Koordinaten: N = 47.738554, E = 12.204267; Geographische Daten: N = 47°44´18.8´´, E = 12°12´15.4´´; UTM-Daten: Z = 33T, E = 290407, N = 5291028; Gauß-Krüger: R-E = 4515426.688, H-N = 5288936.082.
Vom Parkplatz gerade aus auf einem Waldweg weiter bis zur Einmündung in die Fahrstraße. Nach links weitergehen bis zur Deindlalm. Nach der Hütte bergauf über die Wiese auf einem ausgetretenen Pfad in Richtung Wasserwand. Später wird der Pfad holpriger und führt zu einem kleinen Sattel zwischen Wasserwand und Heuberg. Nach links nur mehr ein paar Meter zum Gipfel. Geradeaus weiter würde ein Pfad zum Kitzstein führen. Rückweg zu den Hütten auf der Daffnerwaldalm. An der Siglhütte die Wiese ostwärts überqueren und durch den Wald bergab gehen (keine Markierung). An einer Wegkreuzung geradeaus weiter bis zur Einmündung auf den „Bierlehrpfad“, der nach links führt und nur noch ein kurzes Stück vom Duftbräu entfernt ist. Nach der Einkehr auf der Straße zurück zum Parkplatz.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
Wanderparkplatz Schweibern780
Mailach, Einmündung in Fahrstraße980 0:352.08
Deindlhütte1050 0:120.61
Gipfel Heuberg1338 1:021.54
Laglerhütte/Deindlhütte1050 0:361.52
Kreuzung Waldrsnd916 0:301.68
Duftbräu805 0:201.33
Wanderparkplatz Schweibern780 0:201.34
Anmerkungen:
Es ist das zweite Mal, dass ich diese Tour gemacht habe. Dafür gab es mehrere Gründe. Als erstes wollte ich die Krokusblüte auf der Daffnerwaldalm sehen, war dafür aber zu früh im Jahr. Es sprießten nur die ersten Spitzen durch. Als Zweites wollte ich neue Schuhe ausprobieren. Dafür schien mir diese Strecke gerade richtig zu sein, ich war am Ende des Tages zufrieden damit. Auf der Daffnerwaldalm wird klar was eine Hütte und was eine Alm ist: auf einer Alm steht eine oder mehrere Hütten; in diesem Falle sechs Hütten. Auf der Daffnerwaldalm weidet im Sommer vor das Jungvieh und einige Milchkühe von drei Bauern. Die Wanderung ist insgesamt recht einfach. Wer die Voraussetzungen erfüllt, kann sich auch an die Wasserwand wagen. Am Wandertage hangelten sich viele Personen an dem Seil entlang hoch; es entstand geradezu ein Stau. Die Sicht vom Gipfel des Heubergs ist nach Süden und Westen möglich, nach Osten sieht man auf halbem Wege nach oben die Berge des Hochriesgebietes sehr gut.

Heuberg – ein freundlicher, grüner Gipfel, der aber doch einige Schweißtropfen kostet.

Krokusblüte Ende April – Anfang Mai: dafür ist der Heuberg berühmt. Ich war diesmal etwas zu früh dran, man konnte nur einzelne Blüten sprießen sehen. Aber es war zu erahnen, wie grandios das in der Vollblüte aussehen würde.

Siglalm - Teil des "Almdorfes" auf der Daffnerwaldalm. An der Hütte vorbei führt die nicht bezeichnete Route in Richtung Duftbräu.

Entlang des Fluderbaches – den man beim Abstieg zum Duftbräu ein ganzes Stück entlang läuft – gibt es mehrere, recht attraktive Wasserfälle.

Spitzstein und Feichteck (links) mit den freien Flächen der bekannten Wagneralm. Beides sind prägende Berge des westlichen Teils der Chiemgauer Alpen.

Frisch renovierte Kapelle direkt am Duftbräu. Sie hat ein Kirchengestühl und kann wohl betreten werden. Zumindest war am Wandertag offen

Aufstieg von den Almen zum Gipfel des Heubergs. An typischen Wandertagen bewegen sich dort richtige Prozessionen und auch am Gipfel wird es eng.

Daffnerwaldalm, eine große Almfläche östlich des Heubergs, auf der es sechs Hütten gibt; zwei davon sind Jausenstationen: Laglerhütte (rechts), Deindlhütte (links).

Wasserwand eine schroffe Wand, seilgesicherter Aufstieg, allerdings nicht allzu hoch. Unerfahrenen Wanderern oder bei Nässe ist vom Aufstieg abzuraten.

Wasserwand (links) und Kindlwand, die beiden Felsnadeln, wenn man sie aus Norden betrachtet. Aus Osten ist aber zu sehen, dass es tatsächlich langgezogene Kämme sind. Unten: Zufahrt zum Parkplatz.

Pastaukopf – ein wunderschöner, aber fast unbeachteter Gipfel zwischen Kranzhorn, Feichteck und Spitzstein.

Blick zurück nach Norden zum Dandlberg mit der wunderschönen Kirche von Steinkirchen.

Die Kühe in der Nähe des Duftbräu haben Fernsehstunde

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018