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Bergwandern für Senioren

Impressionen aus den Bergen

Wanderungen

Spitzstein



Spitzstein

Spitzstein – der etwas hinterlistige Berg in den westlichen Chiemgauer Alpen, der die Mühe aber lohnt. Im Bild: Gipfelkreuz auf dem Spitzstein. In unmittelbarer Nähe steht eine kleine Kapelle

Schwierigkeit:36.7mittel (27.5-40)
Tracklänge:10.0 kmmittellang (8-15 km)
Wanderzeit:4:30 h*mittellang (3-5 h)
Höhensumme:884 mgroß (>800 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.
Gebirge, Lage, Karte
Westliche Chiemgauer Berge, Grenzgebiet zu Tirol; Karte: DAV, BY 17 (Chiemgauer Alpen West)
Datum, Begleiter, Wetter
12.07.2011; Alleingang. Trotz des guten Wetters waren nur wenige Wanderer unterwegs, vor allem Senioren, die sich auf dem Fernwanderweg E4 befanden. Blauer Himmel, hochsommerlich warm; in Waldpassagen angenehm kühl.
Erreichte Gipfel
Spitzstein (1598 m)
Alm(en), Hütt(en):
Altkaseralm, Goglalm, Spitzsteinhaus, Stoana-Alm, Steinmoosalm (1160 m)
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Parkplatz Reichenau, Sachrang West; Navi-Adresse: Kirchstraße, Sachrang; am Ende der Kirchstraße. GPS-Koordinaten: N= 47°41´18´´, E = 12°15´24´´.
Vom Parkplatz auf der Ostseite der Prien bergauf nach Mitterleiten. Den Ort durchqueren, ein paar Meter abwärts, bergauf über eine verbuschende Wiese, durch den Wald. Anschließend auf der Wiesenseite bergauf (= Grenze Bayern/Tirol) über die Steinmoosalm zum Spitzsteinhaus. Über die Altkaseralm zum Gipfel des Spitzsteins. Rückweg über Altkaseralm und Spitzsteinhaus. Dann nach rechts zur Goglalm. Weiter zur Stoana-Alm und einige Bauernhöfe zurück zum Parkplatz. Auf dem Weg vom Spitzsteinhaus über den Erlerberg bis zum Parkplatz wechseln mehrfach Fahrstraßen mit Fußpfaden ab.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
Parkplatz Sachrang West780
Mitterleiten870 0:15
Ende Wald, Abzw. Stoanaalm1055 0:35
Steinmoosalm1160 0:20
Spitzsteinhaus1257 0:20
Gipfel Spitzstein1598 0:55
Altkaseralm1279 0:40
Goglalm1143 0:20
Stoana-Alm1155 0:15
PP Sachrang West780 0:50
Anmerkungen:
Es ist einer jener Grenzberge zwischen Bayern und Tirol von dem man nicht weiß, zu welchem Land man ihn rechnen soll. Ich denke, es spricht einiges für die Einordnung nach Tirol: die ganze Südflanke von Erlerberg kommend mit den dortigen Almen zählt zu Tirol, ebenso wie die Kapelle und das Gipfelkreuz, die eindeutig auf Tiroler Gebiet stehen (wenn auch nur wenige Meter). Zudem führt von Erl aus eine öffentliche Straße bis zur Goglalm, was etwa der Hälfte der gesamten Strecke zum Gipfel entspricht. Etwas hinterlistig ist der Berg, weil man beim Aufstieg entlang der Staatsgrenze (von Mitterleiten kommend) schon sehr früh das Gipfelkreuz erkennen kann. Daher unterschätzt man die noch verbleibende Strecke, die zum Schluss immer steiler und holpriger wird. Ist man dann oben angekommen, lohnt der Spitzstein die Mühe mit einem herrlichen Blick in alle Himmelsrichtungen. Aus Süden ist der Berg relativ flach, im Norden bricht er sehr steil ab. Es gibt zwar auch eine Nordostroute entlang der Grenze (Brandelbergalm), die man aber als normaler Wanderer besser nicht geht. Im unteren und mittleren Teil des Erlerberges gibt es einige sehr schöne, große Bauernhöfe. Sie fallen durch rege Bautätigkeiten auf (ebenso wie auch die Almen), verbunden mit einer Modernisierung der Ausrüstung.

Gipfel des Spitzsteins mit Gipfelkreuz und dem nur 1 m entfernten Grenzstein.

Die kleine Kapelle am Gipfel leuchtet mit ihrer weißen Farbe weithin ins Tal.

Unmittelbar hinter dem Spitzsteinhaus steht ein weiteres, herrliches Kreuz aus Eisen.

Blick vom Spitzsteinhang nach Süden; v.l. Steinmoosalm, Stoana-Alm, Spitzsteinhaus, Altkaseralm.

Blick vom Gipfel nach Norden mit Feichteck, Karkopf und Hochries.

Blick vom Erlerberg auf Sachrang. Die Grenzgemeinde mit den herrlichen, alten Wohngebäuden und Bauernhöfen ist über den Film „der Müllner Peter von Sachrang“ sehr bekannt geworden.

Verbuschung einer ehemals freien Weidefläche. Es ist schwer diese steilen Flächen frei zu halten, wenn sie nicht regelmäßig genutzt und gepflegt werden.

Gegenteiliges Beispiel: Heuernte mit Spezialmaschinen auf einer sehr steilen Bergwiese.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018