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Wanderungen

Reitberg



Reitberg

Reitberg – der Berggipfel östlich von Reit im Winkl, der keine Wanderer sehen will. Rundwanderung nördlich des Weitsees über Gräbenalm, Reitberggipfel und Pötschalm. Zum Besuch des Gipfels kam es aber nicht (siehe Anmerkungen). Im Bild: Schneise auf dem langgezogenen Gipfelkamm mit seinen vielen kleinen Kuppen (Stand: Oktober 2018)

Schwierigkeit:24.3leicht (<27.5)
Tracklänge:9.6 kmmittellang (8-15 km)
Wanderzeit:3:10 h*mittellang (3-5 h)
Höhensumme:421 mmittelgroß (400-800 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.
Gebirge, Lage, Karte
Chiemgauer Alpen, Untergruppe: westliche Ruhpoldinger Berge. Karten: Kompass Wanderkarte Nr. 14, Berchtesgadener Land – Chiemgauer Alpen; bzw. AV Digital 2016 (USB Edition) 3D, Chiemgauer Alpen Mitte; bzw. GPS Garmin Oregon 600, TransAlpin V4 Pro.
Datum, Begleiter, Wetter
20.10.2018; Alleingang. Am Aufstieg zur Gräbenalm und erst recht nicht am Weiterweg über den Gipfelkamm habe ich keinen Menschen getroffen. Lediglich von der Gräbenalm hatte sich eine Dreiergruppe weglos in Richtung Stuhlkopf aufgemacht. An der Pötschalm und am Rückweg zum Parkplatz bin ich dann sehr vielen anderen Personen begegnet. Es herrschte gutes, trockenes, herbstliches Wanderwetter mit einem lang anhaltenden Kampf zwischen Sonne und Hochnebel, der letztlich unentschieden endete. Die Temperaturen waren für diese Jahreszeit recht hoch. Wegen des Hochnebels hatte man nur begrenzte Fernsicht.
Erreichte Gipfel
Den Gipfel selbst habe ich nicht erreicht wie ich anschließend aufgrund des aufgezeichneten Tracks sehen konnte. Der höchste Punkt der Tour lag mit 1097 m auf einer anderen Kuppe des Gipfelkamms.
Alm(en), Hütt(en):
Pötschalm, Am Aufstieg kommt man an der Gräbenalm vorbei, am Abstieg stehen die Sotteralm und die Diensthütte Kienberg am Weg.
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Parkplatz an der Spange der B 305 am westlichen Weitsee. Adresse (unpräzise): B 305, D- 83324 Ruhpolding. Koordinaten: N = 47.682711, E = 12.550759; Geographische Daten: N = 47°40´57.8´´, E = 12°33´02.7´´; UTM-Daten: Z = 33T, E = 316185, N = 5283942; Gauß-Krüger: R-E = 4541458.146, H-N = 5282853.973.
Vom Parkplatz geht es über die Bundesstraße und dann auf dem ausgetretenen Pfad ein Stück nach Osten bis links der Holzlagerplatz auftaucht. Dort zweigt der Weg noch einmal links ab und führt dann am Kleinen Wappbach entlang bergauf. Zweimal überquert der Steig auf Holzbrücken den Wasserlauf, ehe er auf eine Versorgungsstraße trifft. Anschließend wird es etwas steiler und geht über einige Treppenstufen, ehe auf der Kuppe die wunderschöne Gräbenalm auftaucht. Weiter führt nun der Versorgungsweg leicht bergab nach Westen, kurz darauf zweigt eine Forststraße nach links ab, der man bis zu ihrem Ende folgt. Dort beginnt ein Karrenweg nach links, der aber zusehends schmäler wird und dann endet. Von dem in der Karte eingezeichneten Steig ist nichts mehr zu sehen; Markierungen oder Wegweiser gibt es auch keine. Folglich ging ich weglos steil bergauf weiter und erreichte dann den deutlich sichtbaren Kamm. Der Kammschneise folgte ich über einige Kuppen, ehe ich mir nicht sicher war, ob ich den Gipfel schon erreicht hatte. So machte ich mich auf den Abstieg nach Süden und erreichte die Flächen der Pötschalm an deren östlichen Rand, es folgte eine kurzes Stück weiter leicht bergab zur Alm. Der Rückweg begann mit dem kurzen Aufstieg zurück zum Sattel und der Überquerung zur Sotteralm, daran vorbei, auch an der anschließenden Diensthütte. Etwas später folgt die Überquerung einer Versorgungsstraße, ehe der Steig durch den Wald zurück auf die Bundesstraße führt, nur wenige Meter entfernt vom Parkplatz.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
Parkplatz Weitsee "Spange"760
Holzplatz Weitsee760 0:090,56
Rechtsbogen Steig839 0:180,90
Querung Versorgungsstraße904 0:130,58
Gräbenalm1000 0:150,49
Ende Forststraße988 0:241,16
Beginn Kamm Reitberg1094 0:180,55
Talsohle Abstieg923 0:331,10
Pötschalm888 0:070,42
Dreieck nach Jochbergalm896 0:212,11
Parkplatz Weitsee "Spange"760 0:331,71
Anmerkungen:
Hauptziel dieser einsamen Strecke durch die Berge nördlich des Weitsees war es, die Gräbenalm und die Pötschalm in einer Rundtour zu besuchen. Dazu musste ein Weg von der Gräbenalm über den Reitberg gefunden werden. Wanderkarten weisen Steige aus, die zumindest in die Nähe des Gipfels führen. Also machte ich mich auf den Weg. Kurz nach dem Ende der Forststraße nördlich des Reitbergs war es dann mit den Steigen vorbei: es gibt sie dort nicht mehr. Es blieb nur eines übrig, nämlich weglos in den Steilhang zu gehen, um den Kamm zu erreichen. Aber auch dort fand ich nur eine erkennbare Kammschneise, die wenigen sichtbaren Spuren stammten von Wildschweinen. Nach einem kurzen Stück über etliche Kuppen gab ich das Gipfelziel auf und stieg in Richtung Pötschalm wieder ab. Durch diese Art der Wanderung kann ich denjenigen Personen die Tour nicht empfehlen, die etwas unsicher in der Orientierung sind und denen weglose Steilstücke im Wald keinen Spaß machen. Wer aber gerne in „unwegsamem“ – natürlich völlig ungefährlichem – Gelände geht, der kann sich das ja vornehmen. Ruhe und Einsamkeit werden der Lohn sein, wobei sogar der Aufenthalt auf der Pötschalm auch noch das Prädikat „ruhig“ verdient.

Erster markanter Wegpunkt ist ein Holzlagerplatz nahe der Bundesstraße. Etwas versteckt beginnt dort der Aufstieg zur Gräbenalm (Wegweiser!).

Ein guter Pfad führt immer am Bach entlang, der zu diesem Zeitpunkt aber der langen Trockenheit Tribut zollen musste: er war fast ausgetrocknet.

Kurz vor der Gräbenalm wird das Gelände steiler, ein paar Treppenstufen erleichtern den Aufstieg.

Dann steht man ganz unvermittelt vor ihr: der wunderschönen Gräbenalm auf einer kleinen, flachen Kuppe. Mutmaßlich hatte sie früher als Brotzeitalm geöffnet, in Wanderkarten ist sie noch so ausgewiesen. Aber nicht darauf verlassen. Sie hat definitiv nicht auf.

Almgelände der Sotteralm, am Abstieg nach der Pötschalm – auch sie hat nicht auf. Am Wandertag (20.10.2018) war der Besitzer dabei, den Abtrieb vorzubereiten. Einige Kalbinnen grasten noch ganz friedlich das spärliche, letzte Grün auf den Weiden ab.

Nicht vergessen: vom Parkplatz die paar Meter zum Ufer des idyllischen Sees abzusteigen. Es lohnt sich. Am Ufer gibt es einen kleinen Wandersteig, man kann also sogar ein Stück direkt am Wasser entlang wandern.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018