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Wanderungen

Almentour Laubau



Almentour Laubau

Almentour Laubau – genauer gesagt, es ist ein Hin/Rückweg durch zwei Flußtäler, auf dem vier Almen anzutreffen sind: Schwarzachenalm, Bichleralm, Harbachalm. Die vierte, die Kaitlalm, ist seit dem Tod des langjährigen Senners „Kaitl-Sepp“ 2016 nicht mehr geöffnet. Im Bild: Sonne, verfärbtes Laub und gute Straßen, das sind die Kennzeichen dieser Tour an der Abzweigung zur Waicheralm (Stand: Oktober 2018)

Schwierigkeit:34.0mittel (27.5-40)
Tracklänge:17.0 kmlang (>15 km)
Wanderzeit:4:10 h*mittellang (3-5 h)
Höhensumme:432 mmittelgroß (400-800 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.
Gebirge, Lage, Karte
Chiemgauer Alpen, Ruhpoldinger Berge; Flusstäler des Fischbach (südlich Laubau) und der hinteren Schwarzachen mit dem Übergang zur vorderen Schwarzachen (Weißbach). Karten: Kompass Wanderkarte Nr. 14, Berchtesgadener Land; bzw. AV Digital 2016 (USB Edition) 3D, Chiemgauer Alpen Ost, bzw. GPS Garmin Oregon 600, TransAlpin V4 Pro.
Datum, Begleiter, Wetter
14.10.2018; Alleingang. Die Strecke ist für Radfahrer jedweder Art und für Kinderwägen besonders gut geeignet. Daher sind die meisten Personen, die ich getroffen habe, diesen beiden Gruppen zuzuordnen gewesen. Und das waren nicht wenige. Es hatten sich aber auch einige andere zu Fuß auf die Strecke gemacht. Es herrschte herrliches Herbstwetter mit sommerlichen Temperaturen über 25 °C bei strahlend blauem Himmel. Der Wind bewegte sich kaum. Gelegentlich sorgte er für einen Tanz der fallenden, braunen und gelben Blätter; einfach herrlich. Die Fernsicht ist in diesem Talbereich begrenzt, nur da oder dort sind die hohen Berge ringsum in Ausschnitten zu sehen.
Erreichte Gipfel
Kein Gipfel erreicht. Der höchste Punkt der Tour lag mit 943 m an der Kaitlalm.
Alm(en), Hütt(en):
Schwarzachenalm, Harbachalm, Bichleralm, Außer den vier genannten Almen sind nur noch die Schutzhütte der Schwarzachenalm (am Weg), die übrigen Kaser auf der Schwarzachenalm und die Gebäude von Laubau zu sehen, namentlich das Holzknechtmuseum.
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Parkplatz Holzknechtmuseum Laubau. Adresse: Laubau 12, D-83324 Ruhpolding. Koordinaten: N = 47.724938, E = 12.658355; Geographische Daten: N = 47°43´29.8´´, E = 12°39´30.1´´; UTM-Daten: Z = 33T, E = 324402, N = 5288385; Gauß-Krüger: R-E = 4549496.668, H-N = 5287611.949.
Vom Parkplatz geht es auf der Asphaltstraße geradeaus weiter, bis eine Brücke den Fischbach nach links überquert. Anschließend führt der Weg sofort wieder rechts und verbleibt nunmehr auf der gut präparierten Versorgungsstraße. Zunächst geht die Richtung nach Süden, um dann auf Osten zu drehen. So verbleibt sie im Grunde über den Sattel hinweg bis zur Harbachalm, dem östlichsten Punkt der Tour. Lediglich zur Schwarzachenalm muss man den Weg etwa 150 m weit nach Süden verlassen. Ebenso macht der direkte Zugang zur Kaitlalm einen kleinen Knick bergauf nach links. Die Bichleralm liegt etwas unterhalb tiefer im Tal: man kommt entweder über einen abzweigenden Pfad oder über den Zugang von der Harbachalm dorthin. Der Rückweg ist identisch mit dem Hinweg.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
PP Holzknechtmuseum702
Straßenknie739 0:282,14
Abzw. Schwarzachenalm768 0:191,55
Abzw. Waicheralm874 0:271,80
Kaitlalm943 0:221,08
Harbachalm840 0:261,73
Bichleralm856 0:070,39
Sattel Kaitlalm938 0:221,27
Abzw. Waicheralm874 0:201,26
Schwarzachenalm776 0:261,91
Straßenknie739 0:271,77
PP Holzknechtmuseum702 0:262,14
Anmerkungen:
Es ist eine ganz besondere Tour: man geht fast ausschließlich auf guten Versorgungswegen, abgesehen von dem kurzen Abstecher zur Kaitlalm und auf dem Rückweg von der Bichleralm zurück zur Straße. Zudem ist die Strecke nur kurz vor und nach dem Sattel an der Kaitlam etwas steiler. Es ist also eine Idealstrecke für Radfahrer und Kinderwägen. Feste Wanderschuhe bräuchte man gar nicht, es tun auch gute Sportschuhe ihren Dienst. Und man kann an drei Almen einkehren. Schade ist nur, dass es die ehemals so beliebte Kaitlalm in dieser Form nicht mehr gibt. Überdies bräuchte man auch keine Karte. Man muss sich nur merken, dass man nach dem Parkplatz über die Brücke muss und dass die Harbachalm und die Bichleralm über dem Sattel liegen. Alles andere tun Wegweiser. Falls man nur bis zur Schwarzachenalm will, kann man auch die nicht mehr so ganz geländegängige Oma mitnehmen.

Altes, uriges Almgebäude der Kaitlalm. Seit dem Tod des langjährigen Senners „Kaitl-Sepp“ 2016 gibt es dort keine Brotzeiten mehr. Das Gebäude ist weiterhin gut gepflegt, die alten Bänke und Tische sind jetzt weggestellt. Der legendäre Trog in dem die gekühlten Getränke lagerten, ist noch da. Viele Wanderer sitzen dort für eine Weile zur Rast und denken wohl an den Sepp, sofern sie ihn gekannt haben. Ein Sterbebild ist an der Tür angebracht.

Es gibt auf der Kaitlalm ein zweites, größeres Gebäude. Es ist das neue, eigentliche Wirtschaftsgebäude. Die alte, urige Hütte diente nur für die Bewirtung der Wanderer. Tiere sind jetzt Mitte Oktober nicht mehr da, aber man kann ihre Spuren noch sehen.

Harbachalm, schon östlich des Sattels. Sie hat bis zum Kirchweihmontag noch zur Bewirtung auf (ausführlichere Beschreibung siehe Rubrik “Almen und Hütten“).

Nur ein kurzes Stück bergauf steht dann die Bichleralm. Die Trennung von Stall und Wohngebäude ist deutlich zu sehen. Diese Bauform ist im Berchtesgadener Land nicht unüblich, bei Almen aber selten. Auch sie hat bis zum Kirchweihmontag geöffnet.

Hutzenauer-Kaser auf der Schwarzachenalm. Außer der Einkehrhütte gibt es dort noch zwei weitere Kaser, ein Forsthaus und eine kleine Schutzhütte an der Straße.

Eines der Gebäude des Holzknechtmuseums in Laubau. Es hat vermutlich ehemals einen Teil der Salinenverwaltung beherbergt.

Der Sattel zwischen dem Rauschberg/Kienberg im Norden und dem Massiv des Sonntagshorns im Süden liegt nahe der Kaitlalm. Dort ist der Übergang von der hinteren zur vorderen Schwarzachen. Die Straße von Laubau durch das Schwarzachental nach Weißbach ist eine Paradestrecke für Biker.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018