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Impressionen aus den Bergen

Wanderungen

Peitingköpfl



Peitingköpfl

Peitingköpfl – der kleine Nachbar des bekannten Sonntagshorns lohnt den Aufstieg allemal. Die Aussicht auf diesem Berg ist sehr gut, der Anstieg deutlich weniger anstrengend als zum König der Chiemgauer Alpen. Allerdings muss man die letzten Meter zum Gipfelkreuz doch noch klettern (Stand: Oktober 2018)

Schwierigkeit:34.3mittel (27.5-40)
Tracklänge:11.4 kmmittellang (8-15 km)
Wanderzeit:4:15 h*mittellang (3-5 h)
Höhensumme:721 mmittelgroß (400-800 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.
Gebirge, Lage, Karte
Chiemgauer Alpen, Untergruppe Südliche Chiemgauer Berge. Karten: Kompass Wanderkarte Nr. 14, Berchtesgadener Alpen; bzw. AV Digital 2016 (USB Edition) 3D, Chiemgau 0st; bzw. GPS Garmin Oregon 600, TransAlpin V4 Pro.
Datum, Begleiter, Wetter
11.10.2018; Alleingang. Dank des wunderschönen Wetters waren doch etliche Personen unterwegs. Der Parkplatz wies kam mehr freie Plätze auf. Die meisten gingen auf das Peitingköpfl, zum Sonntagshorn hatten sich nur wenige aufgemacht. Es herrschte wunderbares Herbstwetter mit strahlen blauem Himmel. Die Temperaturen kletterten an manchen Stellen deutlich über 25 °C. Dank der großen Höhe (der Parkplatz liegt bei 1000 m) empfand ich das aber nicht als unangenehm, auch nicht auf den weitgehend freien Flächen der riesigen Hochalm. Der Wind wehte leicht als Föhn von Süden und sorgte für sehr gute Fernsicht.
Erreichte Gipfel
Peitingköpfl (1720 m), das ist zugleich der höchste Punkt der Tour.
Alm(en), Hütt(en):
Hochalm (Unken), Die Hochalm ist ein richtiges Dorf mit etwa 20 Almhütten einschließlich Kapelle. Es beginnt schon deutlich unterhalb des Kerngebietes mit der Gschwendtneralm und setzt sich bis zum Ennsmann-Kaser unterhalb des Peitingköpfls fort.
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Parkplatz P1, „Talbrücke“ an der Heutalstraße; Gebühr: 3 €. Links und rechts der Straße gibt es einige Parkmöglichkeiten, auch an der etwas östlicher liegenden Spitzkehre der Straße. Zur Hochalm kann man aber auch noch von einem Parkplatz aufsteigen, der ein gutes Stück weiter im Heutal liegt. Adresse: Heutal Landesstraße, A-5091 Unken. Koordinaten: N = 47.652573, E = 12.682569; Geographische Daten: N = 47°39´09.3´´, E = 12°39´57.3´´; UTM-Daten: Z = 33T, E = 325977, N = 5280288; Gauß-Krüger: R-E = 4551384.097, H-N = 5279581.912.
Vom Parkplatz geht es auf der bestens präparierten Versorgungsstraße zur Hochalm immer gleichmäßig, mittelsteil bergauf. Als markante Wegpunkte passiert man einen Weiderost und später die Abzweigung „Guter Hirt“. Dann tauchen die ersten Almhütten auf (Gschwendtner Alm, Faller-Kaser). Nach einem kurzen, flacheren Stück beginnen die Hütten der Hochalm. Der Weg führt in einigen Kehren hindurch, an der Kapelle vorbei bis zum Ennsmann-Kaser. Ab dort geht es auf undeutlichen Spuren über die Wiese bis knapp unter dem Gipfel, dann macht die Route noch einen Bogen und kommt über den Kamm von Südosten her zum Gipfelkreuz. Der Rückweg geht im Prinzip über die gleiche Strecke. Lediglich oberhalb des Ennsmann-Kasers gibt es eine fast parallel laufende Spur über die Wiese. Zur Jausenstation geht es zwischen den Hütten noch einmal nach links. Der übrige Rückweg folgt dem Aufstiegsweg zurück zum Parkplatz.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
WPP1 „Talbrücke“ Unken990
Weiderost1213 0:391,87
Faller-Kaser1353 0:301,28
Hochalm Mitte1407 0:150,77
Alm-Kapelle1458 0:080,37
Ennsmann-Kaser1549 0:240,89
Dreieck unter dem Gipfel1672 0:260,57
Gipfel Peitingköpfl1720 0:100,18
Ennsmann-Kaser1549 0:210,68
Jausenstation Hochalm1403 0:241,10
Faller-Kaser1353 0:180,85
Weiderost1213 0:141,12
WPP1 „Talbrücke“ Unken990 0:261,71
Anmerkungen:
Das Peitingköpfl ist im Grunde ein Ersatzziel anstelle des Sonntagshorns. So manch einer wird sich beim Anblick der riesigen Südflanke dieses Berges umorientieren und dann das Peitingköpfl anstreben, das fast 300 Meter niedriger ist. Auch ich war an diesem Tag etwas unentschlossen, bis ich den Endanstieg gesehen habe. Der Aufstieg zum Sonntagshorn ist zwar technisch völlig unproblematisch, aber moralisch arg zermürbend. Macht nichts, vom Peitingköpfl hat man fast die gleich gute Fernsicht in alle Himmelsrichtungen. Insbesondere über die von dort sichtbaren, riesigen Flächen der Hochalm und des nach Westen anschließenden Heutales kann man nur staunen. Ja, und dann hat man sich eine Brotzeit in der Jausenstation Hochalm verdient, ehe es völlig entspannt wieder ins Tal geht.

Das Peitingköpfl hat ein wunderschönes Gipfelkreuz aus Eisen. Es steht recht exponiert auf einem Steinhaufen. Wer dort frei stehen will, muss schwindelfrei sein. Die letzten Meter kommt man nicht umhin, noch etwas zu klettern.

Sonntagshorn, der höchste Berg der Chiemgauer Alpen. Man kann aus größerer Entfernung die vielen Serpentinen sehen und erahnen, wie anstrengend der Aufstieg sein würde. Der König der Chiemgauer Alpen schenkt seinen Besuchern nichts.

Vorderlahnerkopf mit seinen drei Gipfeln. Es ist eine nur wenig kleinere Gruppe von Bergen, allerdings ohne offizielle Routen.

Andere Richtung. Nach Südwesten geht der Blick hinüber zur Steinplatte mit ihrem flachen Anstieg von Norden.

Dazwischen liegt das Heutal, ein sehr schönes Hochtal, das touristisch auch einiges zu bieten hat.

Dazwischen sieht man die riesigen Almflächen der Hochalm, die weitgehend offen sind und nur an wenigen Stellen Baumgruppen aufweisen. Unterbrochen sind sie von tiefen Gräben mit Bewaldung.

Und dann die vielen Almhütten. Etwa 20 sind es, alle noch genutzt und in bestem Zustand. 15 davon haben noch Tiere stehen, nur wenige sind anderweitig privat genutzt.

Mittelpunkt des „Almdorfes“ ist die Kapelle, wenngleich etwas am Rande stehend, natürlich weiter oben. Etliche Bänke und Sitzgelegenheiten befinden sich rund herum, gut genutzt zur Rast der Wanderer.

Gschwendtner Alm im morgendlichen Schatten. Es ist die erste Hütte, die nach der längeren Aufstiegsphase als erstes auftaucht.

Weiter oben steht dann der Faller-Kaser, ebenfalls eine sehr schöne Hütte, erbaut im Blockhausstil.

„Almschmaus“ auf der Jausenstation. Eine ordentliche Mahlzeit aus Kartoffeln, Käse, Schinken und Eiern. Da kehrt die verbrauchte Energie sofort wieder zurück.

Am Rückweg entdeckt: „Kleine Drei Brüder“. Es ist eine bezeichnende Felsformation aus einem Felsriegel auf halber Höhe hinauf zum Peitingköpfl. Sie liegen abseits der Route, sind nicht zugänglich.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018