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Wanderungen

Dürrnbachhorn



Dürrnbachhorn

Dürrnbachhorn – das Wanderziel auf der Winklmoosalm für Mutige und Ängstliche. Die Ängstlichen gehen zum Gipfel und kehren dann um, die Mutigen drehen die Runde über den anspruchsvollen Kammsteig weiter. Im Bild: Dürrnbachhorn aus Süden, links liegen die Flächen der Dürnbachalmen, rechts die der Finsterbachalm (Stand: August 2018)

Schwierigkeit:30.0mittel (27.5-40)
Tracklänge:9.3 kmmittellang (8-15 km)
Wanderzeit:4:00 h*mittellang (3-5 h)
Höhensumme:634 mmittelgroß (400-800 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.
Gebirge, Lage, Karte
Chiemgauer Alpen, Ruhpoldinger Berge; Winklmoosalm Nord. Kompass Wanderkarte Nr. 14 (1:50000) – Berchtesgadener Land, Chiemgauer Alpen; bzw. AV-Digital 2016 (USB Edition) 3D, Chiemgauer Alpen Mitte; bzw. GPS Garmin Oregon 600, TransAlpin V4 Pro.
Datum, Begleiter, Wetter
19.08.2018; Benno ist mit mir diese Route gegangen. Dank der Ferienzeit und des schönen Wetters wegen waren an diesem Sonntag viele andere Wanderer auch unterwegs. Am Aufstieg über die Dürrnbachalmen trafen wir zwar nur wenige, ab der Bergstation der Sesselbahn nahmen sie dann deutlich zu bis zum Gipfelkreuz. Den etwas anspruchsvollen Kammsteig nach Osten sind dann wiederum nur wenige gegangen. Auf der Finsterbachalm fand eine Bergmesse statt mit anschließendem Konzert einer Blasmusik. Das hat natürlich sehr viele Besucher angezogen. Es herrschte stabiles Hochdruckwetter mit einer gewissen Wolkenbildung. Eine Gefahr von Regenschauern oder Gewittern bestand allerdings nicht. Auf exponierten Südstrecken hätten wir uns etwas mehr Wind zur Kühlung gewünscht, der aber nur selten aufkam. Die Sicht war durch den Dunst sehr beeinträchtigt; man sieht ansonsten im Gipfelbereich in alle Himmelsrichten sehr weit.
Erreichte Gipfel
Dürrnbachhorn (1765 m); der höchste Punkt der Tour liegt mit 1776 m etwas östlich davon.
Alm(en), Hütt(en):
Dürrnbachalm, Dürrnbachhaus, Finsterbachalm, Zenz-Kaser , Auf der Strecke selbst läuft man am Plenk-Kaser und Lunger-Kaser in geringer Entfernung vorbei, die beide zu den Dürrnbachalmen zählen. Ebenso zählt dazu auch die Berggaststätte am Dürrnbachhorn. Ansonsten sind natürlich die vielen Gebäude und sonstigen Einrichtungen der sehr ausgedehnten Winklmoosalm zu nennen.
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Parkplatz Winklmoosalm; die Auffahrt zu diesem Parkplatz ist ab dem Seegatterl im Sommer möglich; Maut-Gebühr: 7 €. Dafür fällt dann keine Parkgebühr mehr an. Adresse: Klammweg 1, D-83242 Reit im Winkl. Koordinaten: N = 47.657095, E = 12.580429; Geographische Daten: N = 47°39´25.6´´, E = 12°34´49.5´´; UTM-Daten: Z = 33T, E = 318323, N = 5281025; Gauß-Krüger: R-E = 4543707.135, H-N = 5280022.171.
Gleich am Anfang des Parkplatzes beginnt links auf einer schräg ansteigenden Straße der Aufstieg zu den Dürrnbachalmen. Einige Wegweiser geben die Richtung vor, vorbei am Parkplatz der Seilbahn. Die Strecke geht dann in den Wald, bleibt an der Abzweigung zur Finsterbachalm links. Später öffnet sich das Gelände und man sieht linkerhand die beiden Almhütten, den Plenk-Kaser (unten) und den Lunger-Kaser. Die Jausenalm Pötsch-Kaser liegt noch ein Stückchen weiter rechts und etwas höher. Hinter der Hütte beginnt dann der Steig über die Wiese hinauf zum Waldrand, geht an diesem entlang und biegt nach rechts ab. Nach einer längeren Hangquerung kommt nach direkt zum Berggasthof „Dürrnbachhornhaus“. Ab hier beginnt dann der Endanstieg zum Gipfel. Ein Schild „sehr steil“ weist wohl für die Bahnfahrer darauf hin, dass es nunmehr richtig bergauf geht. Über viele Treppenstufen durch Latschen erreicht man den Gipfel. Dort beginnt mit einem längeren Kammpfad (800 m) über einige Rampen entlang der Abbruchkante derjenige Streckenteil, der zur Einstufung „schwarz“ geführt hat. Anschließend geht es nach Süden bergab, vorbei an der Bergstation des Skiliftes am Gimplingsattel und nach einer Richtungsänderung nach Westen zur Finsterbachalm. Der Rückweg erfolgt auf dem unteren Versorgungsweg zur Abzweigung zur Winklmoosalm. Dort geht es geradeaus weiter bis zur Einmündung auf den Aufstiegsweg und im Folgenden dann zurück zum Parkplatz mit einer weiteren Einkehr im Zenz-Kaser.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
Parkplatz Winklmoosalm1151
Pötsch-Kaser1330 0:361.88
Weidedurchlass1537 0:331.06
Dürrnbachhornhaus1598 0:170.48
Gipfel Dürrnbachhorn1765 0:270.59
Abzw. vom Kammsteig1705 0:360.82
Abzw. Gimplingsattel1524 0:190.69
Finsterbachalm1340 0:301.44
Einmü. Dürrnbachweg1229 0:241.36
Zenz-Kaser1170 0:100.62
Parkplatz Winklmoosalm1151 0:080.36
Anmerkungen:
Das Dürrnbachhorn ist mit seinem östlich anschließenden Kamm bis zum Wildalphorn der nordöstliche Abschluss der Winklmoosalm. Nach Osten schließt sich das Heutal an mit der Wildalm und der Öffnung nach Unken. Das ist das Gegenstück zu der nach Süden anschließenden Steinplatte. Winklmoosalm und Steinplatte sind ein riesiges Wintersportgebiet. Dort finden sich aber auch recht beliebte Wanderstrecken. Insbesondere das Dürrnbachhorn ist dabei zu nennen, wobei der durchaus anspruchsvolle Kammsteig mit dem Abstieg/Aufstieg zur/von der Finsterbachalm die Geister scheidet. Man sollte dort tatsächlich nur gehen, wenn man absolut trittsicher und schwindelfrei ist; ansonsten wird das ein anstrengendes Gewürge (siehe auch Fotos). Für alle diejenigen die sich das nicht zutrauen, bleibt der Aufstieg zum Gipfel des Dürrnbachhorns, wobei man dafür den größten Teil sogar mit der Sesselbahn zurücklegen kann. Also für beide Gruppen ist etwas geboten: die Bahnfahrer kommen zu ihrem Gipfelerlebnis und kehren im Dürrnbachhornhaus ein mit der herrlichen Fernsicht. Die anderen können die Route drehen wie wir mit Aufstieg durchs Dürrnbachtal, dann auf den Kammsteig und dem Abstieg über die Finsterbachalm. Ihnen winkt – neben dem Dürrbachhornhaus – die Einkehr in zwei weitere, urige Almen, nämlich dem Pötsch-Kaser und der Finsterbachalm. Dabei ist die Liste noch nicht vollständig. Direkt im Talbereich gibt es noch viele andere Einkehralmen und Gasthöfe. Ich habe es noch nicht geschafft, sie alle zu zählen, geschweige denn, sie zu besuchen.

Großes Gipfelkreuz aus Hohleisen auf dem Gipfel des Dürrnbachhorn. Der Aufstieg ab der Bergstation der Seilbahn ist zwar steil und anstrengend, aber völlig ungefährlich.

Anders sieht es auf dem sich nach Osten anschließenden Kammsteig aus. Ergeht etwa 800 Meter weit über etliche Rampen dahin, bis der Steig nach Süden abzweigt.

Im Rückblick erkennt man, wie steil einzelne Stufen sind. Teilweise geht der Pfad durch Latschen, aber auch da wäre ein Sturz nicht angenehm.

Besonders ausgesetzte Stelle auf dem Kammpfad. Natürlich hat man von solchen Stellen beste Aussicht. Aber man braucht schon Vertrauen in die eigene Bergsicherheit, um das zu genießen.

Deutlich gemütlicher ist der Aufstiegsweg über die Dürnbachalmen. Zwei der dortigen Hütten sind privat genutzt: unten = Plank-Kaser, oben = Lunger-Kaser.

Die dritte Hütte ist der Pötsch-Kaser, die zur Bewirtung der Wanderer geöffnet hat. Es ist ein vergleichsweise großes Gebäude, neueren Baudatums und deshalb in sehr gutem Zustand. Allerdings ist dieses Tal nicht mit Wasserüberfluss gesegnet, das kann man schon aus dem Namen des Baches ableiten (dürr, trocken)

Weitläufiges Gelände der Finsterbachalm. Sie liegt – nein, nicht in Tirol – sondern im Land Salzburg. An unserem Wandertag feierte sie ein Almfest mit Bergmesse. Die Blasmusik konnte man bis zum Gipfel des Dürrnbachhorns hören. Durch die vielen Sonnenschirme und die Stände zur Bewirtung war die schöne, hölzerne Hausfront der Hütte leider etwas verdeckt.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018