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Impressionen aus den Bergen

Wanderungen

Kienberg Staufengruppe



Kienberg Staufengruppe

Kienberg in der Staufengruppe – eine gemütliche Tour zu dem kleinen, bewaldeten Aussichtsberg südlich der großen Staufenberge. Außerdem ist die bekannte Höllenbachalm mit ihren eigenen Almprodukten ein Ziel auf dem Weg dorthin. Im Bild: lediglich ein verblichener Wegweiser aus Holz zeigt am Endanstieg an, wohin es geht (Stand: September 2017)

Schwierigkeit:25.7leicht (<27.5)
Tracklänge:9.86 kmmittellang (8-15 km)
Wanderzeit:3:30 h*mittellang (3-5 h)
Höhensumme:440 mmittelgroß (400-800 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.
Gebirge, Lage, Karte
Chiemgauer Alpen, Teilbereich Staufengruppe; östlich des Weißbaches, südöstlich des Jochbergtales. Karten: Kompass Wanderkarte Nr. 14, Berchtesgadener Land – Chiemgauer Alpen, bzw. AV Digital 2016 (USB Edition) 3D, Chiemgauer Alpen Ost, bzw. GPS Garmin Oregon 600, TransAlpin V4 Pro.
Datum, Begleiter, Wetter
05.09.2017; Tassilo, Sepp und ich sind diese Tour zusammen gegangen. Auf dem Gipfel war außer uns niemand, auch der letzte Eintrag im Gipfelbuch ist schon eine Weile her gewesen. Auch auf der Strecke oberhalb der Höllenbachalm waren nur wenige Personen unterwegs. Den sehr guten Versorgungsweg zur Alm haben allerdings sehr viele genutzt, meist um dort einzukehren und auch Almprodukte einzukaufen. Die Strecke ist für Biker zwar ideal, trotzdem hatten sich nur wenige aufgemacht, zur Alm und auch weiter nach oben zu kommen. Der Wetterbericht hat uns zum wiederholten Male falsche Aussichten gemeldet. Eigentlich hätten nur wenige Wolken den Himmel trüben sollen, es waren aber sehr viele. Zeitweise hat es auch ein wenig getröpfelt. Erst am späten Nachmittag wurden die Wolkenlücken größer. Wegen der tiefhängenden Wolken gab es keine brauchbare Fernsicht, wiewohl auch das Gelände selbst nur wenige weite Blicke erlaubt.
Erreichte Gipfel
Der höchste Punkt der Tour lag mit 989 Metern auf dem Gipfel des Kienbergs oberhalb des Gipfelkreuzes.
Alm(en), Hütt(en):
Höllenbachalm, Am Startpunkt steht das Hotel Mauthäusl. Am Salinenweg sieht man noch Spuren von etlichen kleineren Betriebsgebäuden, total verfallen.
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Mauthäusl Schneizlreuth (Nebenplatz direkt am Hotel, weitere Plätze sind an der Einbuchtung Bushaltestelle und ein Stück weiter südlich an der Abzweigung zur Höllenbachalm). Adresse: Mauthäusl 1, D-83458 Schneizlreuth. Koordinaten: N = 47.712315, E = 12.783233; Geographische Daten: N = 47°42´44.3´´, E = 12°46´59.6´´; UTM-Daten: Z = 33T, E = 333726, N = 5286706; Gauß-Krüger: R-E = 4558879.252, H-N = 5286295.691.
Von der Einbuchtung an der Bushaltestelle geht ein kaum sichtbarer Pfad im spitzen Winkel zur Straße bergauf in den Wald. Er trifft nach kurzer Zeit auf den Salinenweg, der sich in etlichen Kurven und kleinen bergauf/bergab Passagen etwas oberhalb der Bundesstraße im Wald dahinzieht. Er endet mit einer steilen Steintreppe auf dem Parkplatz an der Abzweigung zur Höllenbachalm. Falls man an der Abzweigung selbst parkt, fällt der Salinenweg natürlich aus. Von nun an geht es auf der guten Versorgungsstraße bis zur Alm. Zwischendurch wäre eine kleine Abkürzung nach links möglich, die nur die lange Linkskurve der Straße abschneidet. An der Alm führt ein Steig über die Wiese hinauf in den Wald. Dort trifft er auf einen neuen Schotterweg, dem man nach rechts folgt. Kurz darauf geht er in einen schönen Steig über, der nunmehr teils auf der Kuppe, teils etwas tiefer, leicht bergauf weiterführt. Unvermittelt erfolgt dann nach einem flachen Sattel eine Abzweigung nach links, nur angezeigt durch einen hölzernen Wegweiser mit der Aufschrift „Kienberg – Kreuz“ an einem Baum. Nach weiteren zehn Minuten trifft man auf das Gipfelkreuz an einer offenen Bergkante. Zum Gipfel selbst geht es noch ein paar Meter weiter oben. Der Rückweg erfolgte auf der gleichen Strecke mit der Nutzung der Abkürzung an der erwähnten Kurve der Straße.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
PP Mauthäusl625
PP Höllenbach638 0:211.00
Wegedreieck oben737 0:261.40
Höllenbachalm776 0:120.55
Dreieck Forstwege857 0:150.56
Abzw. Endanstieg925 0:211.14
Gipfelkreuz Kienberg974 0:090.24
Abzw. Endanstieg935 0:220.30
Dreieck Forstwege857 0:211.15
Höllenbachalm776 0:110.47
Wegedreieck oben737 0:080.82
PP Höllenbach638 0:201.22
PP Mauthäusl625 0:240.92
Anmerkungen:
Es gibt mehrere Kienberge in den Chiemgauer Alpen. Der bekannteste ist sicher der „Große Kienberg“, auch „Streicher“ genannt. Direkt daneben steht das Kienbergl (etwas niedriger). Beide zählen zur Untergruppe der Ruhpoldinger Berge. Der dritte Berg gleichen Namens liegt östlich des Weißbaches, also in der Untergruppe der Staufenberge. Er ist recht unauffällig und hat wohl auch wenige Besucher. Aber es gibt ein Gipfelkreuz und auch ein Gipfelbuch. Der erste Wegweiser zu diesem Berg findet sich erst kurz unterhalb des Gipfels. Mit weniger als 1000 Meter Höhe ist er natürlich bewaldet. Trotzdem gibt es einige Lücken für Fernblicke. Erwähnenswert ist vor allem der Blick über das Jochbergtal mit den dortigen Höfen hinweg zu dem nördlich liegenden Staufenmassiv. Aber auch vom Gipfel selbst gibt es einige Ausschnitte für Blicke nach Süden. Alles in allem ist es eine gemütliche Tour mit Gipfelerlebnis und natürlich mit der Einkehr in die Höllenbachalm, die für ihre eigenen Milch- und Fleischprodukte bekannt ist.

Gipfelkreuz des Kienberges mit einem neuen, gepflegtem Gipfelbuch und einer Sitzbank. Der Gipfel selbst liegt noch ein paar Meter höher im Wald. Fernsicht ist möglich, aber nur in Ausschnitten durch Lücken zwischen den Bäumen.

Nur der Endanstieg ist über einen Wegweiser markiert, sonst weist nichts auf diesen Berg hin. Selbst in der Kompass-Wanderkarte ist der letzte Pfad zum Gipfel nicht verzeichnet.

„Salinenweg“ entlang der Bundesstraße zwischen den beiden Parkplätzen. Er schlängelt sich an den Berg angepasst dahin, mal leicht bergauf, mal leicht bergab. An einigen Stellen sind noch die Rohre zu sehen, in denen ehemals die Sole strömte.

Almgelände der Höllenbachalm. Fünf Bauerhöfe standen früher auf der Fläche, ein kleiner Ort namens „Höllmbach“. Nur ein einziger Hof blieb übrig.

Über all die Zeiten sind aber die Tiere geblieben: Milchkühe, Jungtiere, Ziegen. Und sie werden es hoffentlich auch weiter bleiben.

Eine Kapelle mit Holzschindeln verkleidet gehört natürlich zur Alm: ein kleiner, geschmückter Altar lädt jedermann zum kurzen Verweilen ein, nicht nur das Almpersonal.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018