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Wanderungen

Weisse Achen-Tal



Weisse Achen-Tal

Weisse-Achen-Tal, auch Weißache genannt – Wandern entlang des wilden Flusses zwischen Hochgern und Hochfelln mit Besuch der neu renovierten Bischofsfellnalm. Im Bild: Das Wasser des Flusses erscheint weiss, das über viele Staumauern und Stromschnellen läuft; daher wohl auch der Name (Stand: Juli 2017)

Schwierigkeit:34.0mittel (27.5-40)
Tracklänge:12.1 kmmittellang (8-15 km)
Wanderzeit:4:10 h*mittellang (3-5 h)
Höhensumme:677 mmittelgroß (400-800 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.
Gebirge, Lage, Karte
Chiemgauer Alpen, Untergruppe Chiemgauer Berge, Hochgern Ostseite; Talort ist Bergen bzw. Kohlstadt. Karten: AV Digital 2016 (USB Edition) 3D, Chiemgauer Alpen Mitte bzw. GPS Garmin Oregon 600, TransAlpin V4 Pro.
Datum, Begleiter, Wetter
16.07.2017; Alleingang. Das gute Wanderwetter lockte viele Personen in die Berge, manchmal sogar mit Kind, Kegel und Hund. Auf der Hauptroute entlang der Weisse Achen und zur Bischofsfellnalm tummelten sich viele Wanderer. Auf der Versorgungsstraße fanden sich auch etliche Biker ein, insgesamt aber deutlich weniger. Im Abstiegsteil durch das Schindelbachtal traf ich nur wenige andere Personen. Laut Wetterbericht sollte es ein schöner, mittelheißer Tag werden. Dann aber hielten sich bis zum Nachmittag viele dunkle Wolken. Der vorsorglich mitgebrachte Pullover tat beim Sitzen an der Hütte gute Dienste. Aber es blieb trocken. Die Fernsicht war gut.
Erreichte Gipfel
kein Gipfel erreicht, das war auch nicht vorgesehen. Der höchste Punkt der Tour lag mit 1384 m an der Bischofsfellnalm.
Alm(en), Hütt(en):
Bischofsfellnalm , Hinteralm (Hochgern) , Rötlwand-Schutzhütte (866 m), Privathütte Hinteralm (1135 m), eine weitere Almhütte und ein Naturfreundehaus auf der Bischofsfellnalm (1380 m)
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Wanderparkplatz Kohlstadt/Bergen am Ende der Asphaltstrecke (Gebühr: keine, das gab es wohl früher); Adresse: Sommerau 1, D-83346 Bergen. Koordinaten: N = 47.778035, E = 12.552539; Geographische Daten: N = 47°46´40.9´´, E = 12°33´09.1´´; UTM-Daten: Z = 33T, E = 316654, N = 5294531; Gauß-Krüger: R-E = 4541516.154, H-N = 5293453.444.
Vom Parkplatz geht es in Anfahrtrichtung geradeaus weiter bis zur Abzweigung Hochfelln. Dort nach rechts halten und an der Talstation des Materialliftes vorbei weiter bergauf gehen. Der Versorgungsweg führt nun ein gutes Stück mehr oder weniger dicht am Fluss entlang, vorbei am Stausee und an der Rötlwand-Schutzhütte. Nach der Überquerung mehrerer Holzbrücken erreicht man die freie Fläche auf der Eschelmoos. Geradeaus weiter bergauf gehen. Auf der nächsten Freifläche nach links abbiegen (zunächst frei über die Wiese, dann beginnt der Steig). Aufsteigen bis zur Bischofsfellnalm. Zurück bis zur Abzweigung des Steiges nach links zur Hinteralm. An der Hinteralm in den Wald gehen (Richtung Vorderalm). Nach etwa 500 m zweigt ein Steig an einem Wegedreieck nach rechts ab (Richtung Bergen). Er mündet weiter unten auf den Versorgungsweg. Von nun an ist der Rückweg der gleiche wie der Hinweg. Gegenüber der Rötlwand-Schutzhütte zweigt ein kurzer Weg zum Wasserfall ab, den man natürlich besuchen sollte.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
PP Kohlstadt728
Abzw. Vorderalm818 0:151,15
Rötlwand-Schutzhütte866 0:190,97
Ob. Holzbrücke1021 0:241,08
Abzw. Eschelmoos1088 0:201,02
Abzw. Hinteralm1141 0:090,32
Kante Bischofsfellnhang1335 0:411,12
Bischofsfellnalm1381 0:130,39
Abzw. Steig Hinteralm1190 0:321,02
Hinteralm1133 0:130,39
Einmü. Versorgungweg1029 0:331,18
Wasserfall860 0:172,16
PP Kohlstadt728 0:291,31
Anmerkungen:
Primäres Ziel dieser Tour war der Aufstieg durch das wilde Tal der „Weisse Ache“ zur Bischofsfellnalm, die 2016 renoviert wurde. Nach einem Nutzerwechsel ist sie jetzt wieder sehr aktiv. Ich wollte mir ansehen, wie sie aussieht. Am Abstieg ging ich ein anderes Teilstück, nämlich den wenig begangenen, aber sehr schönen, einfachen Steig durch das Schindeltal. Die Weisse Achen entspringt mit einem ihrer Quellflüsse knapp unterhalb des Hochgerngipfels und fließt dann nach Osten zwischen Hochgern und Hochfelln. Sie macht einen großen Bogen um den Rötlwandkopf herum, einem Zweitgipfel des Hochfelln. Hinzu kommen größere Zuflüsse aus dem Eschelmoos und vom Hochfelln und natürlich die vielen kleine Kare links und rechts des teilweise sehr steilen Tales. In Bergen macht der Fluss eine Wendung nach Westen und mündet knapp neben der Tiroler Achen in den Chiemsee. Früher hatte er sogar in die Tiroler Achen selbst eingemündet, das hat man aber durch einen Kanal geändert.

Viele Stromschnellen kennzeichnen den Weg des Wassers durch das Tal. An solchen Stellen erscheint es ungewöhnlich weiss.

Zusätzlich zu den vielen natürlichen Steilstücken musste der Fluss mit etlichen Stauwehrstufen gebändigt werden.

An einem Zufluss in Höhe der Rötlwand-Schutzhütte findet man sogar einen Wasserfall, schätzungsweise 25 – 30 Meter hoch.

Blick durch das „Weisse-Achen-Tal“ über die Almfläche der Hinteralm hinweg ins Chiemgauer Land. Rechts steht der Rötlwandkopf, ein Teil des Hochfellns.

Blick vom Aufstiegsweg über den Fluss hinweg zum Rötlwandkopf. Wanderziele bzw. Routen führen dort keine hinauf. Es gibt lediglich einen Zustieg ab dem Stausee, wohl nur für Kletterer.

Eine kleine Alternative am Aufstieg (oder Abstieg) ist der Steig durch das Schindelbachtal. Er beginnt am Flachstück oberhalb der großen Holzbrücke bei dem Wegweiser mit einer Abzweigung (keine Markierung) nach rechts und führt zu dem Querweg zwischen Vorder- und Hinteralm. Das letzte Stück nach links geht dann fast eben durch den Wald.

Almfläche der Hinteralm mit zwei Hütten. Im Vordergrund ist eine private Hütte, die hintere hat als Jausenalm geöffnet.

Eine fast neu erbaute Almhütte auf der Hinteralm. Sie hat dem Augenschein nach mit dem Weidebetrieb nichts zu tun.

Blick von der Bischofsfellnalm auf die Südflanke des Hochgern. Entlang der linken Bildseite führt ein Steig zum Gipfel. Wer genug Kondition hat nach dem langen Anmarschweg, kann den Aufstieg versuchen.

Rötlwand-Schutzhütte. Eine offene Schutzhütte, die sich für eine kurze Rast und eine Brotzeit (mitgebracht natürlich) sehr gut eignet. Unmittelbar gegenüber befindet sich der kurze Abstecher zum Wasserfall.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018