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Wanderungen

Gröhrkopf



Gröhrkopf

Gröhrkopf – steiler, anspruchsvoller Auf- und Abstieg zu dem weitgehend unbekannten, unscheinbaren Berg südlich des Hochfellns, westlich der Nesslauer Alm. Er ist nur für Insider ein gerne angesteuertes Ziel, weil die Strecke für die Berganfänger oftmals zu anstrengend ist. Im Bild: flache Gipfelkuppe des Gröhrkopfes, aufgenommen vom nahen Gipfelkreuz auf dem kleinen Nebengipfel (Stand: Oktober 2016)

Schwierigkeit:36.8mittel (27.5-40)
Tracklänge:10.4 kmmittellang (8-15 km)
Wanderzeit:4:20 h*mittellang (3-5 h)
Höhensumme:885 mgroß (>800 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.
Gebirge, Lage, Karte
Chiemgauer Alpen, Untergruppe Chiemgauer Berge; nördlich des Urschlauer Grabens, südlich des Hochfellns. Karte: AV Digital 2016 (USB Edition) 3D, Chiemgauer Alpen Mitte.
Datum, Begleiter, Wetter
01.10.2016; Alleingang. Sowohl auf der Nesslauer Alm, als auch auf dem Gipfel bzw. den Steigen dorthin konnte man etliche Wanderer antreffen; es war letztendlich ja ein herrlicher Wandertag. Berganfänger waren nicht dabei. Es herrschte eine zu Ende gehende Schönwetterperiode. Deshalb gab es längere Phasen mit Bewölkung und nur zwischenzeitlichen Auflockerungen mit Sonnenschein. Die Gefahr von Regen bestand nicht, das wäre für die Streckenbeschaffenheit sehr schlecht gewesen. Auf den freien Kuppen und Kämmen wehte merklicher Wind. Die Fernsicht war zunächst nicht sehr gut, besserte sich aber am Nachmittag deutlich.
Erreichte Gipfel
Gröhrkopf (1561 m), Nebengipfel Gröhrkopf mit Gipfelkreuz (1555 m).
Alm(en), Hütt(en):
Nesslauer Alm, Butzn-Wirt , Man durchquert den Ort Brand mit etlichen Gebäuden. Auf der Bergstrecke gibt es dann die Mähderalm (992 m) und Geieralm (1088 m).
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Parkplatz Freizeitpark Ruhpolding; Adresse: Brander Straße, 82324 Ruhpolding. Koordinaten: N 47.739913= , E = 47.739913; Geographische Daten: N = 47°44´23.7´´, E = 12°36´34.4´´; UTM-Daten: Z = 33T, E = 320795, N = 5290161. Alternativ könnte man auch nahe dem Butzn-Wirt parken. Es gibt dort einige Stellen an denen ein paar Autos abgestellt werden können.
Vom Parkplatz geht es geradeaus weiter bis Brand. Dort zweigt der Weg nach Überquerung der Urschlauer Ache rechts ab und geht in einer großen Kehre bergauf zum Butzn-Wirt. Anschließend führt die Forststraße weiter bergauf durch den Nesslauer Graben, vorbei an zwei Almabzweigungen und an der Geieralm (steht direkt an der Straße) zur Nesslauer Alm. In gleicher Richtung beginnt nun ein Steig, der zuerst über die Almflächen zu einem kleinen Plateau steil bergauf führt, durch den Wald unterhalb einer Felswand vorbeigeht und dann auf einen Sattel kommt, mit Wegkreuzung. Jetzt geht es nach links fast ständig am Kamm entlang weiter sehr steil zum flachen Gipfel des Gröhrkopfes. Eine zwischenzeitlich abzweigende Querung des steilen Hanges ignoriert man, sie hätte nur Bedeutung für den Übergang zur Haaralm. Zum Gipfelkreuz geht es noch ein Stück durch eine Mulde zu einem kleinen Nebengipfel. Der Rückweg erfolgt auf der gleichen Strecke mit einem kleinen Abstecher nach rechts kurz vor dem Butzn-Wirt zum Nesslauer Wasserfall. Trotz der steilen und teilweise ausgesetzten Stellen gibt es keine besonderen Sicherungsmaßnahmen, sie sind auch nicht nötig.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
Parkplatz Freizeitpark715
Butzn-Wirt809 0:151.42
Abzw. 1. Alm923 0:150.70
Geieralm1088 0:231.01
Nesslauer Alm1106 0:080.22
Sattel Abzw. Thorautal1385 0:421.20
Gipfel Gröhrkopf1561 0:240.53
Gipfelkreuz Gröhrkopf1555 0:030.09
Sattel Abzw. Thorautal1385 0:240.53
Nesslauer Alm1106 0:341.17
Mahderalm992 0:110.87
Butzn-Wirt809 0:191.20
Parkplatz Freizeitpark715 0:221.46
Anmerkungen:
Hauptziel dieser Tor war neben der Nesslauer Alm – die ich schon lange besuchen wollte – auch der Aufstieg auf diesen etwas unscheinbaren Gipfel, den man von der Haaralmschneid aus gut sehen kann. Ausgewiesene Routen gibt es nicht, ebenso weisen ab der Nesslauer Alm keine Markierungen die Strecke. Dort zeigen lediglich Wegweiser die Wanderrichtungen ohne Wertung ihrer Schwierigkeit an, die zur Haaralm und ins Thorautal bzw. zum Hochfelln führen. Die Wanderung ist bis zur Nesslauer Alm auf dem Versorgungweg zwar steil, aber sehr einfach. Den steilen und stellweise ausgesetzten Steig weiter nach oben kann man ängstlichen oder unsicheren Personen nicht empfehlen; zudem muss es trocken sein. Auch wenn der Gipfelbereich etwas unspektakulär ist, die herrliche Aussicht in viele Himmelsrichtungen entschädigt für die Schweißtopfen, die der Aufstieg kostet. Überdies könnte man diesen Streckenteil in andere Routen einbauen, z.B. einen Abstecher zum Nesslauer Schneid, den Übergang von bzw. zur Haaralm oder den Übergang ins Thorautal.

Ein paar Meter südlich der Gipfelkuppe steht das Gipfelkreuz auf einem kleinen Nebengipfel. Es hat ein sehr gepflegtes Gipfelbuch, in das sich vermutlich nicht alle Besucher eintragen. Wahrscheinlich steht das Kreuz etwas abseits des „Hauptgipfels“, damit man es aus dem Nesslauer Tal sehen kann.

Blick von der Nesslauer Alm hinauf zum Gröhrkopf. Der Steig führt u.a. direkt unter der Felswand in der Bildmitte durch den Wald.

Blick vom Gipfelkreuz zurück in das Nesslauer Tal mit den Weideflächen der Nesslauer Alm und der Geieralm. In der Bildmitte ist der Ort Brand mit seinen schönen Höfen zu erkennen.

Gleicher Blick etwas näher am Objekt: Blick vom Butzn-Wirt zu den wunderschönen Höfen in Brand.

Hochfelln mit seiner Tabor-Gipfelkapelle aus Süden. Etwas rechts unter dem Gipfel sind das Gipfelhaus und die Bergstation der Seilbahn zu erkennen.

Blick ins Thorautal mit der Thoraualm. Es ist das östlich liegende Tal, getrennt durch die Nesslauer Schneid. Auch auf einem der dortigen Gipfel gibt es ein Gipfelkreuz, das man mit einem Tourabstecher besuchen könnte.

Um all diese schönen Blicke zu haben, muss man auf steilen, schmalen Steigen gehen. Sie sind teilweise ausgesetzt. Bei Nässe werden sie bestimmt sehr rutschig und damit steigt die Gefahr von Stürzen.

Geieralm, am Aufstieg durch den Nesslauer Graben. Das Gebäude lässt erkennen, dass es nicht mehr so genutzt wird, wie es früher vermutlich war. Der Geier aus Holz jedenfalls ziert die Hausecke, an der früher der Balkon war.

Unweit des Butzn-Wirts liegt der „Nesslauer Wasserfall“. Das Wasser stürzt über eine schmale Rinne etwa 15 m tief in die Schlucht. Man kann das Schauspiel von einem gesicherten Aussichtspunkt beobachten.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018