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Impressionen aus den Bergen

Wanderungen

Erlerberg



Erlerberg

Erlerberg mit Spitzstein – der südwestliche Zipfel der Chiemgauer Alpen liegt in Tirol. Viele prächtige, weit verteile Almen und Bauernhöfe kennzeichnen dieses Wandergebiet. Im Bild: einer der vielen, schönen Höfe auf einer Kuppe. Ringsum liegen seine Almflächen, teils gemäht, teils beweidet ein ideales Urlaubsgebiet (Stand: September 2016)

Schwierigkeit:44.6anstrengend (>40)
Tracklänge:14.7 kmmittellang (8-15 km)
Wanderzeit:5:30 h*lang (>5 h)
Höhensumme:944 mgroß (>800 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.
Gebirge, Lage, Karte
Chiemgauer Alpen, Untergruppe Hochriesgebiet, Erlerberg; Karte: AV Digital 2016 (USB Edition) 3D – Chiemgauer Alpen West.
Datum, Begleiter, Wetter
11.09.2016; Tassilo und ich sind diese Tour zusammen gegangen. Außer uns waren noch viele andere Wanderer unterwegs, selbst auf der abseits liegenden Teilstrecke über die Mesneralm. Und die vielen Mountainbiker – manchmal tun sie einem leid, wenn sie ihr Gerät mühsam über holprige Steinstufen schleppen. Leider konnten wir auch viele Berggeher mit völlig ungeeignetem Schuhwerk treffen; offenbar unterschätzen manche Personen die Berge trotz aller Appelle und Warnungen immer noch hoffnungslos. Es herrschte im Grunde ein Hochdruckgebiet, trotzdem kam es immer wieder zur Bildung kräftiger Wolkenstöcke. Es bestand zwar eine latente Gefahr von Gewittern oder Regenschauern, aber es besserte sich immer wieder. Die Temperatur war noch angenehm, leichter Wind sorgte zwischendurch für etwas Abkühlung. Leider war durch diese Konstellation die Sicht nicht sehr gut.
Erreichte Gipfel
Spitzstein (1598 m)
Alm(en), Hütt(en):
Moosbauer , Altkaseralm, Spitzsteinhaus, Goglalm, Stoana-Alm, Mesneralm (1090 m); im Gebiet des Erlerberges kommt man an vielen Anwesen direkt vorbei, bzw. passiert sie in geringer Entfernung.
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Wanderparkplatz Sachrang West; Adresse: Kirchstraße 43, 83229 Aschau. Koordinaten: N = 47.688462, E = 12.256480; Geographische Daten: N = 47°41´18.5´´, E = 12°15´23.3´´; UTM-Daten: Z = 33T, E = 294124, N = 5285321.
Vom Parkplatz geht es zurück durch den Ort bis zur Kirche, daran links vorbei und in einer großen Kurve bergauf. An der Abzweigung zur Mesneralm geht ein Wanderweg nach rechts von der Straße ab. Später führt er als Steig bergauf zur Mesneralm, daran vorbei und weiter bergauf bis zur Altkaseralm. Anschließend erfolgt der Aufstieg über das breite Band an Steigen zum Gipfel des Spitzsteins und wieder zurück zur Altkaseralm. Am Spitzsteinhaus vorbei geht es auf der Versorgungsstraße zur Goglalm. Dort leitet ein Pfad nach rechts über die Wiese zur Stoanaalm. Auf der Versorgungsstraße geht es weiter bergab, am ersten Wegedreick nach rechts. In einer kleinen Mulde sind wir links abgebogen, haben das aber als „Irrweg“ erkannt und sind wieder zurück auf die Straße (es wäre richtig gewesen, wenn wir den Kurs gehalten hätten und weglos weitergegangen wären!). Von dort geht es weiter bergab bis zur „Poststelle“ (an einem Wegedreieck stehen etliche Brief- und Zeitungskasten). Es geht weiter nach links leicht bergauf, über die Kuppe und abwärts zum Gasthof Moosbauer. In gleicher Richtung weiter, leicht bergauf an einem Hof vorbei. Dann leicht bergab, am Dreieck nach links und gleich wieder nach rechts auf einen Pfad. Noch einmal eine kleine Straße überqueren, erneut über die Wiese abkürzen und weiter auf der Straße in vielen Kurven bergab. Auf dieser Straße bis zum Parkplatz bleiben.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
Parkplatz Sachrang West772
Abzw. zur Mesneralm798 0:211.31
Mesneralm1090 0:501.79
Altkaseralm1275 0:471.63
Gipfel Spitzstein1595 0:531.28
Altkaseralm1275 0:391.20
Goglalm1152 0:171.01
Stoanalam1040 0:120:66
Abzw. Abkürzung1003 0:120:60
Zurück von Abkürzung1003 0:120:75
Dreieck „Poststelle“970 0:110:76
Berggasthof Moosbauer964 0:120:61
Abzw. Pfad937 0:141.00
Parkplatz Sachrang West772 0:302.12
Anmerkungen:
Teile dieser Tour kannte ich schon von einer früheren Wanderung (siehe „Spitzstein“). Der Hauptteil bezog sich diesmal eindeutig auf den „Erlerberg“, also das Gebiet südlich des Spitzsteins zwischen der Prien und dem Trockenbachtal. Da ich aber auch die Mesneralm sehen wollte, kam der große Bogen nach Osten zustande. Alternativ könnte man vom gleichen Ausgangspunkt an der Prien entlang über Mitterleiten und dann an der Grenze aufsteigen. Der Abstecher von der Altkaseralm zum Gipfel des Spitzsteins ist ein Muss. Das haben sich viele andere auch gedacht und für einige wurde daraus dann ein Kampf mit dem Berg. Anschließend ist es ein einfaches Wandern durch die abwechslungsreiche Gegend mit den vielen Bauernhöfen und – natürlich auch insgesamt fünf Einkehrmöglichkeiten. Die Beschilderung ist zwar gut, aber man macht keinen Fehler, wenn man sich durch Kartenstudium die Gegend mit ihrem Wegenetz einprägt.

Dieser Blick ist typisch für den Erlerberg: bergige Landschaft im Wechsel von Wiesen und Weiden mit Waldstücken, dazwischen Bachläufe mit Uferbewuchs. Immer wieder einzelne Anwesen und Bauernhöfe, mal etwas kleiner, mal sehr stattlich.

Sehr großer Bauernhof mit zwei Hauptgebäuden. Bauwerke, Gärten und Fluren befinden sich in bestem Pflegezustand. In der Nähe dieses Hofes gibt es eine Kreuzung, die als „Poststelle“ dient. An einem kräftigen Pfahl sind fünf Briefkästen befestigt, in die der Postbote seine Post ablegt, die dann von den Adressaten abgeholt wird.

Auch die Goglalm hat ein neu erbautes Wohn- und Wirtschaftsgebäude; im Hintergrund sieht man den Spitzstein. Die alte Almhütte (verdeckt) dient nunmehr ausschließlich zur Bewirtung der Wanderer.

Altkaseralm mit Blick über den Erlerberg. Auch diese Alm hat in den letzten Jahren einen großen Entwicklungsschritt nach vorne gemacht.

Mesneralm – auf bayerischer Seite, nördlich von Sachrang. Das Gebäude ist noch in gutem Zustand, aber die Entwicklung ist stehen geblieben, die umliegende Almfläche ist nicht mehr genutzt.

Grenzübertritt. Auf der Tour wechselt man mehrmals die Grenze von Bayern nach Tirol und zurück. Am Aufstieg zum Spitzstein markiert ein Weidezaun gleichzeitig die Landesgrenze.

Gipfel des Grenzberges Spitzstein. Gipfelkreuz und Kapelle sind in Tirol, wie der Grenzstein belegt.

Natürlich ist nicht nur die nähere Umgebung im Blickfeld. Es gibt viele Gelegenheiten, Berge in allen vier Himmelsrichtungen zu bestaunen. Im Bild: Blick nach Westen zu Kranzhorn, Pastaukopf und Heuberg (auch von diesen Gipfeln liegen mittlerweile Routenbeschreibungen auf dieser Internetseite vor).

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018