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Wanderungen

Euzenauer Runde



Euzenauer Runde

Euzenauer Runde – einfache Tour durch das malerische Euzenauer Hochtal im westlichen Hochriesgebiet. Es liegt gerade noch in Bayern, bevor es mit dem Pasterkopf bereits nach Tirol geht. Wanderziele waren vor allem die Schwarzrieshütte und die Wagneralm, die bekanntlich ganzjährig geöffnet haben. Im Bild: Euzenauer Hochtal aus Süden mit den zwei Almen und einer Hütte, im Hintergrund das Feichteck

Schwierigkeit:29.0mittel (27.5-40)
Tracklänge:14.5 kmmittellang (8-15 km)
Wanderzeit:3:10 h*mittellang (3-5 h)
Höhensumme:360 mgering (0-400 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.
Gebirge, Lage, Karte
Chiemgauer Alpen, Hochriesgebiet West; südöstlich des Heubergs, bzw. nordöstlich des Kranzhorns, nahe an der Grenze zu Tirol. Karte: AV Bayerische Alpen, BY 17, Chiemgauer Alpen West – Hochries, Geigelstein.
Datum, Begleiter, Wetter
08.11.2015; Alleingang. Alleine war ich aber nur auf einigen einsamen Streckenteilen nahe der Sauebene und auf dem Querweg zur Wagneralm. Auf allen anderen Teilen, vor allem an den beiden Hütten und rund um den Parkplatz waren sehr viele Personen unterwegs. Sie nutzten das gute Wanderwetter, um einen Ausflug mit Kind, Kegel und Hund zu machen. Es herrschte ausgesprochen gutes Wanderwetter mit Temperaturen um 20 ° C. trotz der späten Jahreszeit. Der Himmel strahlte weitgehend blau, es wehte nur leichter Wind. Die Strecke zeigte sich trocken, auch dort, wo man mittels Holzplanken über sonst sumpfige Stellen muss. Die Fernsicht war nicht ganz klar, aber brauchbar.
Erreichte Gipfel
kein Gipfel erreicht, der höchste Punkt lag mit 1052 m im Wald, oberhalb der Käsalm.
Alm(en), Hütt(en):
Schwarzrieshütte, Wagneralm, Stiegleralm (925 m), Diensthütte Gammernwald (945 m), Triesdorfer Hütte (935 m), Euzenauer Alm (932 m), Hammermeisteralm (932m) Diensthütte Sauebene (955 m), Käsalm (1000 m).
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Waldparkplatz Gammernwald (Gebühr 2 €); Adresse: Bruchfeld, Samerberg Süd, südlich des Duftbräus. Koordinaten: N = 47.732916, E = 12.211520; Geographische Daten: N = 47°43´58.5´´, E = 12°12´41.5´´; UTM-Daten: Z = 33T, E = 290928, N = 5290382.
Vom Parkplatz geht es geradeaus weiter auf der Versorgungsstraße bergauf. Die Euzenau, die Triesdorfer Hütte und auch die Schwarzrieshütte sind bereits ausgeschildert. Weiter oben den Weg nach rechts wählen und unterhalb der Stiegleralm wieder durch den Wald gehen, vorbei an der Gammernwald Diensthütte. Beim Einmünden auf einen Querweg nach rechts wenden und kurz darauf nach links bergab gehen. Ein kurzer Teil der Strecke vor der Triesdorfer Hütte ist ein Steig mit der Markierung „SalzAlpensteig“. Das Tal nach Süden durchqueren, an der Hammermeisteralm nach links bergauf auf eine Kuppe. Dort etwas bergab, über einen Weidedurchlass in den Wald und weiter auf dem Waldweg über die Schutzhütte „Sauebene“ zu einen Wegedreick. Auf der Forststraße nach links bergauf. Die Straße mündet westlich der Käsalm auf den Querweg der nach rechts, vorbei an der Käsalm, zur Schwarzrieshütte führt. Auf dem Rückweg kurz vor der Käsalm über die Wiese auf die Kuppe in den Wald gehen. Nach einem längeren Querstück, zum Teil als Pfad durch sumpfige Stellen, trifft man auf die Versorgungsstraße südöstlich der Wagneralm. Links, dann rechts hoch zur Wagneralm. Hinter der Alm über die Wiese in den Wald gehen. Der Weg trifft auf die Straße nahe der Stiegleralm wieder auf den Hinweg. Wer will, kann das letzte Stück zum Parkplatz vor der Linkskurve nach rechts auf einem holprigen Pfad zurücklegen.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
Parkplatz Gammernwald867
Abzw. Stiegeralm933 0:11
Abzw. Euzenau971 0:14
Triesdorfer Hütte935 0:10
Ende Streifzug durch das Tal935 0:15
Wegedreieck Sauebene939 0:21
Kreuzung westlich Käsalm1007 0:20
Schwarzrieshütte967 0:29
Kuppe oberhalb Käsalm1052 0:29
Wagneralm1050 0:20
Parkplatz Gammernwald867 0:21
Anmerkungen:
Euzenauer Hochtal? noch nie gehört, wo liegt das denn? Es liegt im Bergedreieck von Heuberg (Kitzstein), Kranzhorn und Pasterkopf (auch „Pastaukopf“), südlich des Feichtecks, also im Hochriesgebiet, nahe der Grenze zu Tirol, noch bayerisch. In dem wunderschönen Tal gibt es zwei Almen und die Triesdorfer Hütte. Soweit ich gesehen habe, sind alle drei nicht mit öffentlicher Gastronomie. Durch die wenigen Höhenmeter, die bei der Wanderung auf überwiegend guten Wegen anfallen und durch die beiden ganzjährig geöffneten Hütten (Wagneralm, Schwarzrieshütte), kann man diese Tour auch ganzjährig machen. Das nutzen offenbar immer wieder viele Wandergruppen, gerade mit kleinen Kindern, für einen Ausflug. Die Beschilderung ist reichlich, aber in den Zeitangaben nicht immer zutreffend. Am Übergang aus dem Euzenauer Tal nach Osten ist etwas Orientierungssinn gefragt, zumal die Karte mit dem tirolerischen Teil nicht sehr präzise ist.

Einen Berg mit einem Gipfelkreuz erreicht man auf dieser Tour nicht. Aber man kommt an einem Gedenkkreuz für verstorbene Mitglieder des Alpenvereins nahe an der Käsalm vorbei. Es steht etwas abseits und man muss ein paar Meter über die Wiese gehen, um dorthin zu gelangen.

Es geht vor allem durch Täler, von denen aus man natürlich einige Berge sehen kann, z.B. den Kitzstein aus der Heuberggruppe vom Euzenauer Tal aus …

… oder den Spitzstein, den nördlichen Abschluss des östlich liegenden Erlerberges.

Das Trockenbachtal ist ein tiefer Einschnitt in die Landschaft, an deren nördlicher Seite die Schwarzrieshütte liegt. Im Bild: Blick über das Tal zu anderen Almen.

Den Weg säumen viele Alm- und Diensthütten, z.B. ziemlich am Anfang die Gammern-Diensthütte.

Im oberen Teil des Euzenauer Tales steht die wunderschöne Triesdorfer Hütte. Es ist ein Haus der Vereinigung Ehemaliger Triesdorfer e.V. (Alumniverband und Förderverein), das von Mitgliedern für Übernachtungen und Ferienaufenthalte gemietet werden kann.

Etwa in der Mitte des Tales steht die namemsgebende Alm, die Euzenaueralm ….

… unweit davon gibt es eine zweite Alm, die Hammermeisteralm, beides sehr stattliche und gepflegte Hütten.

Auf dem weiteren Rundweg kommt man an einer weiteren Schutzhütte vorbei, der „Sauebene Hütte“. Ihr Name ist in den Karten falsch geschrieben. Wahrscheinlich haben die Geologen bei der Kartierung nicht richtig zugehört und den Namen „Saureben“ falsch verstanden.

Am Hauptweg, der vom Parkplatz zur Schwarzrieshütte führt, kommt man über die Käsalm. Sie besteht aus zwei Häusern, die beide wohnlich nutzbar sind.

Auch das ist nicht zu übersehen, ein Marterl für Michael Bogenhauser, „Waldarbeiter und Gütler“, der hier 1929 tödlich verunglückt ist. „Gütler“ bedeutet, dass er ein kleines Anwesen sein eigen nannte.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018