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Wanderungen

Erlbergkopf



Erlbergkopf

Erlbergkopf – gemütliche Almentour mit weglosem Abschnitt und etlichen Zaunüberstiegen über den „Vorberg“ nördlich der Kampenwand. Dafür gibt es eine wunderschöne Aussicht auf den Chiemsee und ins Alpenvorland

Schwierigkeit:37.4mittel (27.5-40)
Tracklänge:14.5 kmmittellang (8-15 km)
Wanderzeit:4:15 h*mittellang (3-5 h)
Höhensumme:719 mmittelgroß (400-800 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.
Gebirge, Lage, Karte
Chiemgauer Alpen, Untergruppe Chiemgauer Berge; nördlich der Kampenwand. Karte: Alpenvereinskarte Bayerische Alpen (1:25000); Chiemgauer Alpen West.
Datum, Begleiter, Wetter
16.09.2015; Im Prinzip Alleingang. Ab der Weissenalm bin ich aber mit zwei anderen Wanderinnen (Mutter und Tochter) den größten Teil der übrigen Strecke zusammen gegangen; beide hatten wir das gleiche Ziel. Ansonsten waren relativ viele Wanderer unterwegs, einige auch z.B. auf dem Gelände der Vockalm, wo man das nicht vermutet hätte. Im Grunde bestimmte ein Tiefdruckgebiet die Wetterlage. Allerdings hatte es einen so gewaltigen Föhn dabei, dass die Temperaturen auf über 25 ° stiegen und zeitweise ein Sturm von Süden über die Berge fegte. Dadurch blieb es trocken und größtenteils sonnig; Nebeneffekt dieser Wetterlage: eine sehr gute Fernsicht.
Erreichte Gipfel
Erlbergkopf (1137 m)
Alm(en), Hütt(en):
Weissenalm, Herrenalm, Adersberg, Es lagen etliche andere Hütten direkt am Weg: Vorderalm, Fetenalm, Vockalm, Lindlalm. In Sichtweite lagen noch weitere Hütten; Erlbergalm, Maureralm, Schmidalm. Außerdem passiert man den Hotelbereich Adersberg.
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Waldparkplatz Rottau (am Ende der Asphaltstraße); Adresse: Adersbergstraße 2, 83224 Grassau. Koordinaten: N = 47.790979, E = 12.401731; Geographische Daten: N = 47°47´27.5´´, E = 12°24´06.2´´; UTM-Daten: Z = 33T, E = 305406, N = 5296338.
Am Ende des Parkplatzes geht nach links eine Schotterstraße bergauf, vorbei an der Abzweigung nach Hachau, vorbei auch an der Vorderalm. Zur Fetenalm habe ich einen kurzen Abstecher gemacht, anschließend weiter bergauf. Auf dem großen Holzplatz führt der Weg nach rechts, der weiter als gute Schotterstraße bis kurz vor dem Waldrand nahe der Maureralm geht. Dort den Bach nach rechts überqueren und sofort wieder links weiter bis zur Weissenalm. Hinter der Alm den Weidezaun übersteigen und entlang des Zaunes weglos über die Almfläche zum Gipfel des Erlbergkopfes aufsteigen. Zum etwas schief stehenden Gipfelkreuz nochmals einen Zaun übersteigen. Anschließend nach Norden weglos absteigen und links halten zur Vockalm. Ab dort führt zunächst ein Grasweg weiter ins Tal, nach einem erneuten Zaunüberstieg geht ein Schotterweg in die Talsohle, nahe dem Parkplatz Aigen. Nunmehr führt ein guter Schotterweg noch ein wenig talwärts, später wieder bergauf zur Herrenalm. Nach der Alm am Waldrand entlang aufsteigen und zum wiederholten Male einen Zaun übersteigen. Nach links weiter auf der Betonstraße zur Lindlalm. Ab der Alm an der Kante nach Osten, ein kurzes Waldstück durchqueren und zum Hotel Adersberg absteigen. Unterhalb des Hotels einen etwas versteckten Pfad nach rechts in den Wald wählen, der auf die Asphaltstraße nach Hachau einmündet. Kurz darauf erreicht man den Aufstiegsweg, bis zum Ausgangspunkt ist es nur noch ein kurzes Stück.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
Waldparkplatz Rottau 631
Abzw. Hachau697 0:16
Abzw. Holzplatz860 0:37
Weissenalm1015 0:34
Gipfel Erlbergkopf1137 0:19
Vockalm987 0:31
Talsohle Aigen862 0:16
Herrenalm847 0:19
Lindlalm991 0:28
Adersberg820 0:26
Abzw. Hachau697 0:14
Waldparkplatz Rottau 631 0:15
Anmerkungen:
„Vorberg“ ist immer eine etwas abwertende Bezeichnung. So ist das mit dem Erlbergkopf aber ganz bestimmt nicht gemeint. Natürlich gibt es auf dieser Tour keine Stellen, für die man Seil und Haken braucht. Will man zum Gipfelkreuz – und wer will das nicht – so muss man weglos über die Almfläche aufsteigen und drüben genauso wieder runter. Eine sagenhafte Aussicht lohnt die Mühe des Aufstiegs. Das gesamte Gebiet ist mit Almen gut besetzt, zwei davon „behirtet“ mit Einkehrmöglichkeit. Hinzu kommt, dass am Fuß der Berggruppe mit dem Adersberg und der Seiseralm zwei Hotels angesiedelt sind, die als Urlaubsstandorte mitten im Wandergebiet liegen. Im Weiteren geht es dann nahtlos ins Gebiet der Kampenwand/Gedererwand mit den dortigen Möglichkeiten über. Der Erlbergkopf ist eine etwas andere Wanderstrecke, nicht besonders anstrengend, dafür aber mit vielerlei Überraschungen; insgesamt bestimmt keine schlechte Wahl.

Gipfelkreuz am Erlbergkopf (es war schon schief, bevor wir dort ankamen). Die beiden Wanderinnen gingen mit mir einen Teil der Strecke zusammen, sie hatten das gleiche Ziel. Einen Steig dort hinauf gibt es nicht, man muss weglos über die Wiese gehen.

Es ist eine Tour, die von mehreren Stellen aus immer wieder herrliche Fernblicke ermöglicht, z.B. nach Süden auf die Hochplatte mit dem Friedenrath (links).

Etwas weiter rechts liegt die Gedererwand mit ihren senkrechten, teils sogar überhängenden Felswänden.

Als Krönung der Fernsicht mag man den Blick von der Lindlalm auf den Chiemsee ansehen.

Bereits am Aufstieg entlang des Rottauer Baches beginnt die Parade der Almhütten: die private Vorderalm, sehr gepflegt.

Etwas weiter oben steht die Fetenalm, mit Jungtieren bestoßen, ebenfalls in einem sehr guten Zustand.

Vom Gipfel des Erlbergkopfes geht der Blick hinunter zur Erlbergalm. Es ist eine sehr große Alm, zur Bewirtung aber nicht geöffnet.

Vockalm, am Westhang des Erlbergkopfes. Sie ist etwas versteckt und schüchtern, nicht aber die Kalbinnen, die sofort herbeikamen, um den Besuch zu begrüßen.

Lindlalm, ein sehr stattliches Haus, dem Augenschein nach auch als Ferienwohnung genutzt. Die Alm steht an der Bergkante mit dem Superblick auf den Chiemsee.

Flair Hotel Adersberg – ein großes, sehr schönes Haus. Wer dort logiert, befindet sich ungestört mitten im Wandergebiet.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018