Logo Bergwandern

Bergwandern für Senioren

Impressionen aus den Bergen

Wanderungen

Almentour Kössen



Almentour Kössen

Almentour Kössen – Weidezaunöffnungen, Überstiege, Drehkreuze, viele Hütten und der sagenhafte Taubensee kennzeichnen die Tour über die sanften Almflächen im nördlichen Kaiserwinkel, nordöstlich von Kössen/Tirol. Bild: offener Teil der Südflanke des Sonnwendköpfls mit Dichtleralm (oben) und Frankenalm (links)

Schwierigkeit:37.8mittel (27.5-40)
Tracklänge:14.0 kmmittellang (8-15 km)
Wanderzeit:4:40 h*mittellang (3-5 h)
Höhensumme:725 mmittelgroß (400-800 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.
Gebirge, Lage, Karte
Chiemgauer Alpen, Untergruppe Kaiserwinkel; Karte: AV-Karte Nr. BY 17 (1:25000) – Chiemgauer Alpen West.
Datum, Begleiter, Wetter
26.06.2015; Tassilo und Sepp haben mich begleitet. Man konnte auf allen Streckenteilen viele Wanderer treffen mit Ausnahme des Teiles, der über den Exenberg führte; dort waren wir alleine. Am Wandertag war der Beginn einer längeren Schönwetterphase. Allerdings gab es da noch viele Wolken, die durchzogen. Die Gefahr von Regen bestand nicht. Die Temperaturen lagen noch relativ niedrig (unter 20 °). Fernsicht war möglich, allerdings nicht ganz klar.
Erreichte Gipfel
Exenberg (Westgipfel und Ostgipfel), Sonnwendköpfl.
Alm(en), Hütt(en):
Mühlberg-Alm , Frankenalm, Rinderbrachalm, Taubenseehütte , Neben den vier Hütten in die wir einkehrten, lagen noch etliche andere am Weg: Exenbergeralm, Astmooshütte, Schafflerkaralm, Sauermöseralm, Frankenmöseralm und Dichtleralm.
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Wanderparkpatz „Hohe Brücke“, Mühlberg; Adresse: Mühlbergweg 42, A-6345 Kössen (noch ein Stück weiter, hinter einer Kurve am Waldrand). Koordinaten: N = 47.676481, E = 12.419280; Geographische Daten: N = 47°40´35.3´´, E = 12°25´09.4´´; UTM-Daten: Z = 33T, E = 306295, N = 5283570; Gauß-Krüger: R-E = 4531590.286, H-N = 5282099.507.
Vom Parkplatz geht es einige Meter zurück zur Kurve der Straße am Waldrand. Dort führt eine schmale Brücke („Hohe Brücke“) über die Schlucht auf einen Karrenweg, der gleichmäßig steil bergauf durch den Wald führt. Am Ende des Waldes zweigt ein nicht ausgeschilderter Weg nach links ab, der erst noch ein Stück durch den Wald verläuft, später über eine Wiese direkt zur Jausenstation Mühlberg-Alm führt. Weiter geht es zunächst leicht bergab nach Norden und nach Westen bis zum Waldrand (Schwarzwald). Ab da führt ein Steig durch den Wald bis kurz vor der Astmooshütte. Ein kaum genutzter Karrenweg mit dem Wegweiser „Sackgasse“ führt nach links zur Exenbergeralm. Die von uns nicht gewählte, ausgeschilderte Route würde nach einem Zaunüberstieg geradeaus zur Taubenseehütte weiterführen. Vorbei an der Exenbergeralm geht der Karrenweg in mehreren Kehren über den Westgipfel weiter zum Ostgipfel des Exenberges. Dort endet er und man muss den weiteren Teil bis zur Taubenseehütte weglos über die Wiese gehen, vorbei an der Schafflerkaralm. Links an der Taubenseehütte vorbei führt der nunmehr wieder ausgeschilderte Weg zum Taubensee, dort nach rechts bergauf zum Sonnwendköpfl. Weiter geht es geradeaus auf nunmehr bayerischer Seite zur Sauermöseralm und dann nach rechts zur Frankenmöseralm. Ab da beginnt ein etwas steilerer Abstieg durch den Wald zur Dichtleralm (die wieder tirolerisch ist) und weiter quer bergab über den Hang zur Frankenalm. In gleicher Richtung geht der Versorgungsweg weiter über eine Kreuzung zur Rinderbrachalm. Ab dort führt der Weg erst über die Wiese, dann durch den Wald direkt zum Schafflerhof. Hier geht es noch einmal nach links, dann nach rechts bergab bis zum Waldrand, wo man wieder auf den Aufstiegsweg trifft.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
Parkplatz „Hohe Brücke“672
Jausenstation Mühlberg-Alm800 0:30
Abzweigung Schwarzwald824 0:11
Exenbergeralm1081 0:42
Ostgipfel Exenberg1225 0:32
Taubenseehütte1165 0:13
Taubensee1160 0:08
Sonnwendköpfl1280 0:30
Sauermöseralm1300 0:12
Dichtleralm1100 0:25
Frankenalm986 0:20
Rinderbrachalm957 0:15
Schafflerhof835 0:25
Parkplatz „Hohe Brücke“672 0:17
Anmerkungen:
Es ist eine Tour im Kaiserwinkel, auf der man vor allem auf Almen und auf den Taubensee trifft. Die Berggipfel Sonnwendköpfl und Exenberg sind fast Nebensache. Es ist eine Route, die gut ausgeschildert ist und auf der man bestimmt nicht alleine ist. Der Exenberg hingegen ist eine Nebenroute, die kaum einer kennt; wobei schon Mut dazugehört, einen markierten Weg zu verlassen und auf einen anderen Weg zu gehen, auf dem „Sackgasse“ steht. Aber dieser Streckenteil bietet mit den zwar nicht allzu hohen, aber freien Gipfeln eine herrliche Aussicht nach Westen ins Geigelsteinmassiv mit Geigelstein, Breitenberg, Weitlahnerkopf und nach Norden zur Kampenwand und zur Hochplatte. Zu ergänzen wäre noch, dass diese Nebenroute keinerlei technische Schwierigkeiten aufweist. Ansonsten zeigt sich am Aufstieg zur Astmooshütte und am Abstieg von der Frankenmöseralm zur Dichtlerhütte, warum die Tour berechtigterweise in die rote Gruppe (teilweise sehr steil, einige Stellen mit Absturzgefahr!) eingeordnet ist.

In der Nordhälfte des Kaiserwinkels – der zu den Chiemgauer Bergen zählt – hat man immer wieder herrliche Fernsicht nach Süden, z.B. über Mühlberg hinweg zum Unternberghorn.

Eine kleine Nebenroute führt über den Exenberg mit seinen beiden Gipfeln. v.l. Exenbergeralm, freier Westgipfel, freier Ostgipfel; im Hintergrund rechts: Rauhe Nadel-Kopf.

Das Sonnwendköpfel ist ein Grenzberg zwischen Bayern und Tirol. Die Pittenharter haben dort oben ein Kriegerdenkmal errichtet. Auf dem eigentlichen Gipfel (links, Grenzstein) herrscht oftmals etwas Gedränge.

Ein Höhepunkt dieser Tour ist zweifellos der idyllische Taubensee. Als wir dort waren haben zwei Personen tatsächlich ein Bad genommen.

Blick vom Exenberg auf die Taubenseehütte. Nachdem etliche der davor stehenden Bäume nunmehr gestutzt sind, kann man sie tatsächlich wieder sehen.

Schafflerkaralm, nahe der Taubenseehütte mit Blick nach Süden zum Unternberghorn. Ein Weidezaun mit Überstieg trennt die Fläche zur Exenbergeralm ab.

Eine etwas versteckte Alm ist die Astmooshütte. Wandertechnisch ist sie ein Kreuzungspunkt der Nord/Süd-Strecke mit der Ost/West-Strecke und der Abzweigung zur Exenbergeralm.

Die Exenbergeralm bekommt wohl selten Besuch; die Strecke dorthin ist nicht ausgeschildert, teilweise sogar weglos. Sie hält aber dort oben – was mich überrascht hat – sogar Milchkühe

Sauermöseralm – ist eine private Hütte, ebenso wie die unmittelbar benachbarte Frankenmöseralm. Sie liegt an der Strecke, die zur bekannten Stoibenmöseralm weiterführt.

Frankenmöseralm – Nachbarhütte zur ebenfalls bayerischen Sauermöseralm. Die Nutzer dieser Hütte holen sich ihren Sonntagnachmittag-Kuchen öfter an der tirolerischen Frankenalm. Der Weg nach unten ist aber nicht ohne.

Dichtleralm – auf sie trifft man nach dem Abstieg von der Frankenmöseralm. Eine sehr gepflegte Hütte, man kann es fast nicht glauben, dass sie nicht als Jausenalm geöffnet hat.

Am Pittenharter Kreuz gibt es ein Gipfelbuch. Fans des TSV 1860 München haben es mit einer Plastiktüte des Vereins vor Nässe geschützt; auch auf vielen anderen Gipfelkreuzen findet man diese Tüten.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018