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Wanderungen

Scheibelberg



Scheibelberg

Dreiländereck Scheibelberg – dort wo sich die Länder Bayern, Tirol und Salzburg treffen, ganz in der Nähe der bekannten Winklmoosalm. Leichte Wanderung, bei der man stets auf Grenzen, Lifte und Pisten trifft; es ist ein riesiges Skigebiet

Schwierigkeit:30.1mittel (27.5-40)
Tracklänge:12.5 kmmittellang (8-15 km)
Wanderzeit:4:00 h*mittellang (3-5 h)
Höhensumme:480 mmittelgroß (400-800 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.
Gebirge, Lage, Karte
Chiemgauer Alpen, südliche Chiemgauer Berge, Winkelmoos/Steinplatte (Dreiländereck). Karte: AV-Digital 2010, Chiemgauer Alpen Mitte.
Datum, Begleiter, Wetter
26.09.2014; Sepp und Peter haben mich auf dieser Tour begleitet. Auf der Strecke sind wir nur wenigen Wanderern begegnet, auf der Winklmoosalm und auch auf der Möseralm traf man aber doch etliche Personen. Die Wetterfrösche haben Petrus´ Signale nicht verstanden. Sie sagten Sonnenschein nach Nebelauflösung voraus, aber es hielten sich den ganzen Tag hohe, dichte Wolken. Die Temperaturen waren sehr frisch. Aufgrund des etwas trüben Wetters war die Sicht nicht besonders gut, aber man konnte erahnen, was man sonst sehen würde, vor allem in Richtung Süden und Osten.
Erreichte Gipfel
Scheibelberg Dreiländereck (1465 m)
Alm(en), Hütt(en):
Möseralm, Almstüberl (Winklmoos) , Eibenstockhütte (1185 m), Schwarzloferalm (1314 m), in den großen Gebiet stehen noch viele andere Hütten und sonstige Einrichtungen, vor allem Liftgebäude.
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Parkplatz Winkelmoosalm; Adresse: Klammweg 1, 83242 Reit im Winkl; Koordinaten: N = 47°39´26´´, E = 12°34´50´´; UTM-Daten: 33T, E = 318323, N = 5281025.
Vom Parkplatz am Berghotel und am Almstüberl links vorbei gehen, später rechts abzweigen. Nach der Einmündung auf die Grenze am Waldrand dieser entlang aufsteigen, weite Teile davon auf einem neuen Holzsteg der durch viele sumpfige Stellen führt. Ab der Bergstation des ersten Liftes (Rossalmlift) kann man wählen: der Weg nach links führt direkt zur Möseralm, wir aber wollten zum Gipfel des Scheibelberges und wählten daher den weglosen Aufstieg über die recht sumpfige Piste zum Gipfel. Anschließend ging es in gleicher Richtung weiter und dann auf der Piste bergab, vorbei am neuen Wasserspeicher nach links zur Möseralm. Von dort führte uns der Weg zurück zum Wasserspeicher (der ist relativ neu, in Karten ist er noch nicht eingezeichnet), dann aber ging es nach links über die Schwarzloferalm ins Tal. Zunächst geht die Route entlang des Schwarzgrabens, über die Grenze und weiter bis zur Eibenstockhütte. Ab dort ging es einige Male leicht bergauf/bergab zurück zur Bergstation des Seegatterlliftes und letztlich wieder zum Parkplatz.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
Parkplatz Winkelmoosalm1151
Einmü. auf Grenze1148 0:14
Bergstation Rossalmlift1300 0:28
Gipfel Scheibelberg1465 0:36
Möseralm1404 0:36
Schwarzloferalm1314 0:19
Grenze Bayern/Tirol1233 0:30
Eibenstockhütte1185 0:15
Abzw. Rodelweg Seegatterl1145 0:22
Parkplatz Winkelmoosalm1151 0:40
Anmerkungen:
Der Scheibelberg ist als Wanderziel nicht unbedingt der große Hit. Aber es ist das Dreiländereck zwischen Bayern, Salzburg und Tirol. Das macht den Berg natürlich einmalig und zu einem unbedingten Muss für Wanderer in den Chiemgauer Bergen. Und: Ausgangspunkt für die Wanderung ist die Winkelmoosalm, wer kennt sie nicht. Die hier gewählte Route führt tatsächlich durch die drei Länder. Auf dem Hinweg kommt man erst entlang der Grenze zu Salzburg, dann kurz nach Tirol, in der Nähe der Möseralm wechselt man erneut ins Land Salzburg, wechselt nahe der Schwarzloferalm wieder nach Tirol, ehe man endgültig über die deutlich sichtbare Grenze zurück nach Bayern kommt. Was gibt es sonst zu erzählen? Eigentlich bewegt man sich in einem riesigen Skigebiet, das derzeit stark aufgerüstet wird. Man konnte zwei völlig neue Lifte und einen erneuerten sehen (Seegatterllift). An mehreren Orten waren Bagger und Raupen zugange, um die Pisten zu verbessern und neu anzulegen. Also bleiben zwei Vormerkungen: erstens den südlichen Teil mit Steinplatte und Kammerköhr zu durchwandern und zweitens im Winter mit Skier wiederkommen.

Etwas unscheinbar wie der Berg, so ist auch sein Gipfel. Lediglich ein Marterl mit einer Bank und der Grenzstein sind vorhanden. Tiere sind ausgesperrt, aber dadurch verwildert natürlich die Vegetation.

Der Grenzstein hat drei schöne Steinreliefe mit den Wappen der Länder. Es ist ein besonderer Moment dort zu stehen und sich der Geschichte zu erinnern.

Alte Grenzsteine begegnen einem immer wieder z.B. entlang einer Strecke von mehreren hundert Metern am Nordaufstieg zum Scheibelberg. Ein völlig neuer Holzsteg führt durch die sumpfigen Stellen.

Am Abstieg wiederum die Grenze mit allem was dazu gehört. Grenzpolizei und Zoll habe ich allerdings nicht gesehen.

Speichersee für die Schneekanonen. Er ist nur wenige Jahre alt, in Karten ist er noch nicht eingezeichnet. Und wiederum Grenze: mitten durch den See verläuft die Grenze zwischen Tirol und Salzburg.

Blick nach Süden zur Steinplatte mit ihren Skipisten. Aber auch dort gibt es herrliche Wanderrouten und noch einige weitere Einkehrmöglichkeiten.

Schwarzloferalm in Tirol; sie zählt nicht zu den Einkehrhütten, aber da bin mit nicht ganz sicher. Am Wandertag war jedenfalls keiner da, nur noch einige Tiere.

Eibenstockhütte, eine private Berghütte. Sie ist offenkundig regelmäßig bewohnt, wie der rauchende Kamin und der große Vorrat an Brennholz zeigen.

Wohnen lässt es sich im Sonnberghotel auf der Winklmoosalm wohl deutlich besser als in der Eibenstockhütte. Romantischer ist es aber sicher nicht.

Liftanlagen auf der Winkelmoosalm: rechts die erneuerte Bergstation des Seegatterlliftes, links die Talstation des neuen Scheibelbergliftes.

Auch das kann man sehen: ein Marterl mit einem naiven Bild, das an die Ermordung von zwei Revierjägern im Jahre 1768 erinnert.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018