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Wanderungen

Röthelmoos



Röthelmoos

Röthelmoos und Haaralm – eigentlich sind es zwei Wanderrouten am Stück westlich von Ruhpolding mit Start in Urschlau. Ein Berggipfel ist nicht dabei, dafür drei Almen jeweils mit Einkehr. Im Bild: Almfläche der Röthelmoos mit Blick nach Westen; rechts Langerbauer Alm

Schwierigkeit:37.8mittel (27.5-40)
Tracklänge:14.5 kmmittellang (8-15 km)
Wanderzeit:4:20 h*mittellang (3-5 h)
Höhensumme:730 mmittelgroß (400-800 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.
Gebirge, Lage, Karte
Chiemgauer Alpen, Ruhpoldinger Berge. Urschlauer Forst, nördlich der Gruppe Gurnwandkopf/Hörndlwand mit Umrundung des Naturschutzgebietes Gründberg. Karte: AV-Digital 2010 – Chiemgauer Alpen Mitte.
Datum, Begleiter, Wetter
08.09.2014; Alleingang. Auf allen Streckenteilen konnte man viele Wanderer treffen. Auf der Röthelmoosalm gab es zusätzlich etliche Radfahrer (Normal, Mountainbike und E-Bike) die offenbar die sehr guten Forststraßen als Runde von Ruhpolding über den Weitsee, die Röthelmoosalm und Urschlau zurück nach Ruhpolding nutzen. Es herrschte schönes, spätsommerliches Wetter. Morgens war es etwas kühl, aber die Temperaturen stiegen recht bald an. Nachmittags bildeten sich einige Wolken, die aber keinerlei Schauerrisiko bedeuteten. Durch die leichte Schwüle war die Fernsicht nicht besonders gut.
Erreichte Gipfel
Kein Gipfel erreicht
Alm(en), Hütt(en):
Haaralm, Langerbauer Alm , Dandlalm, Auf der Haaralm und auch auf der Rötelmoosalm gibt es etliche weitere Almhütten, private Hütten und ein Forsthaus, die mir aber namentlich nicht bekannt sind. In Urschlau steht neben einem großen Bauernhof ein kleines Kirchlein.
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Wanderparkplatz Urschlau, westlich von Ruhpolding am Ende der öffentlichen Straße. Navi-Adresse: Urschlau, 83324 Ruhpolding. GPS-Koordinaten: N = 47°43´42´´, E = 12°34´54´´.
Am Ende des Parkplatzes nach rechts an einem Bauernhof vorbei gehen und nach links in den Wald aufsteigen. Dort führt ein gleichmäßig steiler Pfad bis zu einer guten Forststraße. Auf dieser geht es ein Stück weiter und anschließend zweigt der Versorgungsweg nach rechts ab und geht bergauf bis zu den Haaralmen. Nach der Einkehr im Sulzner-Kaser führt der Weg zurück bis zur Forststraße und auf dieser talwärts nach Westen, vorbei an zwei Abzweigungen und in großem Bogen nach links wieder nach Osten bis zur Abzweigung einer Brücke über den Urschlauer Graben. Von dort geht es bergauf zur weiten Fläche der Röthelmoosalm. Weiter geht es ein paar Meter nach rechts zur Langerbauer Alm. Der anschließende Weg führt nach Osten zur Dandlalm, ebenfalls mit Einkehr. Zur Rückkehr geht es nach Osten bergauf auf der Forststraße in Richtung Hörndlalm und auf einer kleinen Kuppe nach links. Von nun führte die Route in östlicher Richtung bergab durch den Wald, zunächst auf der Forststraße, später auf einem Pfad. Nach Ankunft im engen Flusstal führt der Weg rechts des Baches weiter bis zu einem Kieswerk. Dort kreuzt man den Bach und ist nach kurzer Zeit zurück am Parkplatz. Es sind alles gute Pfade, Versorgungswege und sogar richtige „Forstautobahnen“ auf denen man unterwegs ist, mit einer Ausnahme: am Abstieg durch den Wald ist an einer Stelle das Brücklein weg gebrochen; man muss den wasserführenden Graben recht abenteuerlich auf Steinen überqueren.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
Parkplatz Urschlau764
Forststraße Abzw. Haaralm1005 0:48
Haaralm Sulzner-Kaser1294 0:45
Einmü. auf Forststraße1005 0:22
Brücke Urschlauer Ache780 0:34
Langerbauer Alm875 0:27
Dandlalm880 0:10
Sattel zur Hörndlalm960 0:33
Brücke Kieswerk770 0:25
Parkplatz Urschlau764 0:06
Anmerkungen:
In erster Line sollte es eine Wanderung zu den Röthelmoosalmen werden. Dann aber schien mir die Strecke zu kurz für eine „vollständige Route“ und ich ergänzte um eine weitere Teilroute zur Haaralm. Unterschiedlicher hätten die beiden Teile nicht sein können. Auf der Haaralm die große, hohe Bergflanke des Haaralmschneids mit den steilen Weideflächen auf denen sich die Tiere wie kleine Punkte verteilten; trotz der geringen Höhe besteht Fernsicht zu vielen Gebirgsteilen bis zu den Zentralalpen. Auf der Röthelmoosalm dagegen die weite, fast ebene Moosfläche mit den Büschen, in den tieferen Teilen sah man die Tiere fast nicht mehr. Die besseren Weiden (teils als Wiesen genutzt) liegen an den Rändern des Kessels. Fernsicht war nur zu den angrenzenden Bergen möglich. Beides ist auf seine Art faszinierend. Besonderes erwähneswert sind weiterhin die tiefen, steilen Flusstäler der Urschlauer Achen und ihrer Nebenflüsse im oberen Teil. Meine Empfehlung: wer etwas längere Routen gehen will, kann es so machen wie ich es gemacht habe. Wer kürzere Strecken bevorzugt, kann die eine oder die andere Teilroute gehen. Obwohl es ein Rundkurs ist, kann man das sehr gut teilen.

Röthelmoosalm mit Blick von West nach Ost. Im Hintergrund ist der Gurnwandkopf zu sehen. In der Mitte des Kessels sind Moorflächen.

Weideflächen der Haaralm an der Südflanke des Haaralmschneids. Vormals gab es auf diesem Gelände 14 Hütten, heute sind es noch 5.

Im Urschlauer Forst hat es etliche sehr tiefe und steile Flusstäler. Das bedeutet, dass es viele kleine Wasserfälle gibt. Auch den Kalbinnen der Haaralm gefällt das Spektakel.

„Kühlstation“ für Getränke auf der Dandlalm. Einfacher, zweckmäßiger und kostengünstiger geht es auf einer Alm sicher nicht mehr.

„Maria-Schnee“, ein bemerkenswertes Kirchlein in Urschlau, erbaut im dreißigjährigen Krieg in direkter Nachbarschaft zu einem großen Bauernhof. Ein Besuch lohnt sich, obwohl der Ausdruck „Wallfahrtskirche“ übertrieben wäre.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018