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Impressionen aus den Bergen

Wanderungen

Weitlahnerkopf



Weitlahnerkopf

Weitlahnerkopf – der Berg, der im Schatten seiner bekannten Nachbarn Kampenwand und Geigelstein steht. Würde nicht der Fernwanderweg E4 über seinen Gipfel führen, er hätte sicher noch weniger Besucher

Schwierigkeit:54.2anstrengend (>40)
Tracklänge:17.0 kmlang (>15 km)
Wanderzeit:6:00 h*lang (>5 h)
Höhensumme:1262 mgroß (>800 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.
Gebirge, Lage, Karte
Chiemgauer Alpen West. Berge zwischen Priental und Tiroler Ache. Karte: AV-Karte Bayerische Alpen. Chiemgauer Alpen West – Hochries, Geigelstein.
Datum, Begleiter, Wetter
22.07.2013; Alleingang. Nur ganz wenige Wanderer unterwegs, in der Hauptsache auch nur auf dem Fernwanderweg. Es herrschte hochsommerliches Wetter mit einigen Wolken. Auf den Höhen wehte leichter Wind, der Kühlung bedeutete. Die Fernsicht war brauchbar, aber nicht gut.
Erreichte Gipfel
Weitlahnerkopf (1615 m, höchster Punkt: 1640 m an der Abzweigung am Aufstieg)
Alm(en), Hütt(en):
Haidenholzalm, Dalsenalm, vdr. , Etwas in Verwirrung gebracht haben mich die diesen Berg umgebenden Almen. Im Süden liegt die Haidenholzalm, bestehend aus zwei Hütten und einem Stall, nämlich dem „Weberbauer-Kaser“ (siehe Link) und dem „Linner-Kaser“. Beide haben als „behirtete Almen“ zur Verpflegung der Wanderer geöffnet. An der Nordseite gibt es die hintere Dalsenalm mit drei Hütten, offiziell nicht geöffnet. Auf der vorderen Dalsenalm, nur etwa ein km östlich davon, stehen drei Hütten, eine mit Namen „Huber-Kaser“, die andere „Feichten-Kaser“ (siehe Link). Diese beiden Hütten haben für Wanderer geöffnet, aber nicht durchgehend. Ja, und am Aufstieg kommt man nahe an der Blasialm vorbei. So, ich hoffe, ich habe mir das richtig gemerkt. Wer mehr über die Geschichte dieser Almen wissen möchte, dem sei die Internetdatenbank „www.Agrarkulturerbe.de“ zum durchstöbern empfohlen.
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Parkplatz Austraße Schleching West. Navi-Adresse: Austraße 42, Schleching. GPS-Koordinaten: N = 47°43´19´´, E = 12°23´13´´.
Vom Parkplatz den Waldweg geradeaus weiter gehen, der – immer schmäler werdend – durch den Wald geht. An der Abzweigung zur Blasialm geradeaus weiter. Später in einer Rechtskurve nach links auf einen Steig (Wegweiser) abbiegen, der weiter oben wieder auf die Schotterstraße einmündet. Darauf weiter bis zur Haidenholzalm. Auf dem ersten Kaser (Weberbauer-Kaser) einkehren. Am Linner-Kaser vorbei steil bergauf gehen und später die offene Flanke des Weitlahnerkopfes schräg kreuzen. An der Einmündung auf den Fernwanderweg nach rechts leicht bergab weiter zum Gipfelkreuz. Wenige Meter vor dem Gipfelkreuz durch die Latschen den Abstieg durch den Kamin finden (ich musste auch erst suchen) und die Nordflanke in mehreren Serpentinen kreuzen. Am Sattel nach rechts zur hinteren Dalsenalm weiterwandern. An der mittleren Hütte vorbei über die Wiese und durch den Wald kommt man zur vorderen Dalsenalm. Am Feichten-Kaser einkehren. Von dort auf der Zufahrtstrasse entlang des Mühlbaches ins Tal wandern. In der Ortsmitte von Mühlau die Strasse nach Schleching wählen und durch die ersten Häuser von Schleching zurück zum Parkplatz.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
Parkplatz Austraße, Schleching624
Wanderkreuzung Blasialm920 0:46
Beginn des Steiges 1040 0:29
Haidenholzalm1340 0:55
Einmü. auf Fernwanderweg E41640 0:45
Gipfel Weitlahnerkopf1615 0:15
Dalsensattel1075 1:07
htr. Dalsenalm1050 0:10
vdr. Dalsenalm950 0:15
Ortseingang Mühlau634 0:47
Parkplatz Austraße, Schleching624 0:31
Anmerkungen:
Der Weitlahnerkopf ist sicher nicht der Berg, der sich zahlreichen Besuchs erfreuen kann. Dazu ist der Aufstieg über die steile Nordflanke zu anspruchsvoll; im oberen Kaminteil ist das sogar ein wenig wie Klettern, gesichert durch einige Seile. Aus Süden ist er zwar vergleichsweise flach, liegt aber voll in der Sonne und kostet daher auch so manchen Schweißtropfen. Und was mir am meisten auffiel: vom Südaufstieg geht man den Schlussteil zum Gipfel bergab. Der namensgebende Felsenkopf mit dem Gipfelkreuz liegt nämlich am östlichen Ende eines Kammes, der sich vom Tauron (1738 m) aus in West/Ost-Richtung erstreckt und leicht abfällt. Dafür hat der Berg eine sehr gute Fernsicht nach Norden zur Kampenwand und den westlich davon liegenden Mehlbeerwänden mit der Hofbauernalm. Zu seinen Füßen sind die beiden Dalsenalmen zu erkennen. In der Wanderskizze werde ich künftig versuchen, die „Schwierigkeit“ der Strecke in zwei Gruppen (Weg oder Steig) optisch darzustellen.

Das hölzerne Gipfelkreuz am Weitlahnerkopf ist schon etwas in die Jahre gekommen. Aber es ist noch stabil und man sieht es weithin auf dem Felsenkopf stehen.

Die Südflanke des Weitlahnerkopfes ist weitgehend offen und vergleichsweise flach. Mit dem Durchsteigen sollte man früh am Tag sein, sonst merkt man wie heiß die Sonne ist.

Südansicht der Kampenwand vom Weitlahnerkopf aus. Auch aus dieser Perspektive ist sie durch ihre Zacken nicht zu verwechseln.

Mehlbeerwände, die westliche Fortsetzung der Kampenwand. Links oben = Hofbauernalm, unten Mitte = htr. Dalsenalm, rechts = vdr. Dalsenalm

In südlicher Richtung liegen Roßalpenkopf, Latschkogel und Ahornkopf; sie bilden die Vorberge zum Geigelstein. Das ganze Gebiet ist ein riesiges Naturschutzgebiet bis nach Mühlau und Schleching.

Haidenholzalm – eigentlich „Linner-Kaser“. Ist ebenso wie der benachbarte „Weberbauer-Kaser“ gastronomisch geöffnet. Jemand hat das Türchen zum Vouhaagl offen gelassen. Das haben zwei neugierige Kalbinnen sofort genutzt, um zu sehen, was ihnen da verboten ist.

Blasialm; liegt etwas abseits des Wanderweges, daher wird dort wohl niemand zu Besuch vorbeikommen.

Hintere Dalsenalm – Doppelkaser. Die Hütte hat zwar nur ein Dach, gehört aber zwei Eigentümern. Man sieht es an den zwei Eingängen an der Giebelseite und am unterschiedlichen Zaun.

Vordere Dalsenalm – Huberkaser. Auch dieser Kaser ist an Wochenenden gastronomisch bewirtschaftet

Wasserfall am Mühlbach. Das Wasser stürzt etwa 40 m über eine Felsenwand in den darunter fließenden Bach.

 

 

 

 

 

 

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