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Bergwandern für Senioren

Impressionen aus den Bergen

Wanderungen

Geigelstein



Geigelstein

Geigelstein – der sanfte König der westlichen Chiemgauer Berge, der wohlwollend über den Kaiserwinkel wacht. Das Foto stammt von einem anderen Wandertag, es zeigt den Geigelstein vom südwestlich liegenden Wandberg aus

Schwierigkeit:58.2anstrengend (>40)
Tracklänge:23.0 kmlang (>15 km)
Wanderzeit:6:00 h*lang (>5 h)
Höhensumme:1157 mgroß (>800 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.
Gebirge, Lage, Karte
Chiemgauer Alpen, Priental, Sachrang. Karte: DAV BY 17 (Chiemgauer Alpen West)
Datum, Begleiter, Wetter
08.07.2013; Alleingang. Am Aufstieg über den Jägersteig war kaum jemand anzutreffen, im oberen Bereich des riesigen Gebietes waren dann doch etliche Personen unterwegs. Hochdruckwetter, allerdings mit teils kräftigen Wolkenfeldern in den Bergen. Höhere Gipfel waren größtenteils eingehüllt, auch der Geigelstein, als ich auf dem Gipfel war. Die Temperaturen entwickelten sich durch die Wolken sehr angenehm. Fernsicht gab es keine.
Erreichte Gipfel
Geigelstein (1808 m)
Alm(en), Hütt(en):
Schreckalm, Priener Hütte , Ackeralm , Sulzingalm (1494 m), Oberkaseralm (1580 m)
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Parkplatz Sachrang Ost (links der Staatsstraße, Gebühr: 2 €). Navi-Adresse: Riedwiesenweg, Sachrang. GPS-Koordinaten: N = 47°41´34´´, E = 12°16´05´´.
Vom Parkplatz die durch Erosion um unteren Teil ramponierte Forststraße bergauf gehen. Nach der Schranke auf der Kuppe „Berger Ried“ kurz etwas bergab gehen, dann weiter bis zu einer Diensthütte. Nach dieser Hütte links auf den „Jägersteig“ wechseln, der nur im Sommer begehbar ist. Der Steig kreuzt mehrmals eine Forststraße und endet kurz vor den freien Almflächen der Schreckalm. Weiter zur Schreckalm. Anschließend weiter bergauf und dann den Hang kreuzen bis zur Sulzingalm. Nach dieser Alm an einer Kreuzung links über die Oberkaseralm zum Geigelsteinsattel gehen. Nach rechts zum Gipfel. Zurück bis zur Kreuzung nahe der Sulzingalm, von dort nach links über die Bergwachthütte zur Priener Hütte weiter absteigen. Weiterer Abstieg auf der Fahrstraße bis zur Abzweigung zur Ackeralm. Abstecher nach links zur Ackeralm und wieder zurück. Etwas später die Fahrstraße nach links auf den „Grünbodensteig“ verlassen, der dann wieder auf die Fahrstraße einmündet. Von da an bis zum Parkplatz auf dieser Straße bleiben.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
Parkplatz Sachrang Ost740
Abzw. in Jägersteig920 0:37
Ende Jägersteig1241 0:59
Schreckalm1415 0:32
Sulzingalm1494 0:24
Sattel Geigelstein1706 0:43
Gipfel Geigelstein1808 0:14
Priener Hütte1410 0:50
Ackeralm1337 0:24
Ende Grünbodensteig1100 0:33
Parkplatz Sachrang Ost740 0:44
Anmerkungen:
Die Wanderung zum Geigelstein benötigte insgesamt 6 Stunden bei einer Wegstrecke von 23 km und einer Höhendifferenz von 1150 Metern. Das ist eine beachtliche Tour. Abgesehen vom Aufstieg über den holprigen und nassen Jägersteig handelte es sich aber durchwegs um gute Wege. Insofern ist auch eine solche Tour von Senioren zu bewältigen. Schade war nur, dass in den höheren Zonen immer wieder Nebel auftrat, der die Sicht behinderte. So galt meine Aufmerksamkeit den vielen Hütten und Almen, die ich beileibe nicht alle aufgezählt habe. Landschaftsaufnahmen, die bei guter Sicht phantastisch wären, waren diesmal nicht drin. Mit der Priener Hütte liegt ein Stützpunkt auf dem Fernwanderweg E4 an der Strecke, der von der Kampenwand über den Geigelsteinsattel kommt und über Sachrang zum Spitzstein weitergeht.

Der Gipfel des Geigelsteins ist ein kurzer, etwa 20 m langer Kamm, an dessen Seiten es steil bergab geht. Es gibt ein sehr schönes, gepflegtes Gipfelbuch, das auch keine dummen Sprüche als Einträge enthält.

Dicht neben dem etwa 5 m hohen Gipfelkreuz aus Holz steht eine kleine Marienkapelle. Leider war das Wetter zum Zeitpunkt meines Besuchs nicht sehr schön.

Die Schreckalm besteht aus drei Almhütten, zwei davon sind älterer Bauart, sehr niedrig und flach und wenig genutzt (eine der drei Hütten in unmittelbarer Nähe zur bewirteten Schreckalm“).

Die Sulzingalm ist sehr gepflegt, aber nicht öffentlich bewirtschaftet. Nach Auskunft der Besitzerin „lassen wir aber keinen verdursten, wenn wir da sind“.

Die Oberkaseralm besteht aus zwei Hütten. In einer davon lebt ein echtes Unikum, nämlich die Maria, die Winters wie Sommers dort oben wohnt und schon mehr als 30 Jahre nicht mehr im Tal war. Nachtrag: Die „Oberkaser-Mari“ ist im Juni 2017 dort verstorben, wo sie immer leben wollte und gelebt hat, ohne wieder ins Tal zu kommen – auf ihrer Alm am Nordwesthang des Geigelsteins.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018