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Kampenwand



Kampenwand

Kampenwand – „I gang so gern auf Kampenwand, wann i mit meiner Wampn kannt“. So falsch ist der Spruch nicht. Die Königin der Chiemgauer Berge erlaubt nicht jedem den Aufstieg zum Gipfelkreuz; so mancher kehrt wieder um. Bei der Zweitwanderung am 09.10.2016 erreichten wir den Gipfel nicht, allerdings nicht wegen konditioneller Mängel, sondern wegen Schnee und Eis (Stand: Oktober 2016)

Schwierigkeit:43.0anstrengend (>40)
Tracklänge:10.5 kmmittellang (8-15 km)
Wanderzeit:4:05 h*mittellang (3-5 h)
 darin sind 20 min Bahnfahrt enthalten-
Höhensumme:1218 mgroß (>800 m)
 davon 830 m bergauf mit der Bahn.
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.
Gebirge, Lage, Karte
Chiemgauer Alpen Mitte, Chiemsee, Aschau. Karte: AV Digital 2016 (USB Edition) 3D – Chiemgauer Alpen West.
Datum, Begleiter, Wetter
02.07.2013; Alleingang; sehr viele Wanderer unterwegs, auch auf den schwierigen Passagen zum Gipfelkreuz der Kampenwand. Die Zweitwanderung erfolgte als ein Familienausflug mit sechs Personen (Fam. Schweiger und Gruber). Trotz der ungünstigen Streckenbedingungen im oberen Teil hatten sich auch diesmal viele Wanderer auf den Weg gemacht, die Steinlingalm platze aus allen Nähten. Sommerliches Wetter, mit relativ kühlen Temperaturen im Schatten der rasch durchziehenden Wolken. Trotzdem bestand die Gefahr von Gewittern, die sich am Abend auch einstellten. An exponierten Stellen herrschte frischer, kalter Wind. Fernsicht etwas diesig, sonst aber gut. Zweitwanderung: es hatte über Nacht geschneit und dann gefroren. Ab 1200 m Höhe lag etwas Schnee. Die Wege waren stellenweise vereist und erforderten besondere Aufmerksamkeit beim Gehen.
Erreichte Gipfel
Kampenwand (1664 m); bei der zweiten Wanderung nicht erreicht.
Alm(en), Hütt(en):
Steinlingalm, Sonnenalm, Möslarnalm, Gorialm, Schlechtenberg Alm, Es gibt im gesamten Gebiet etliche Ställe, Wirtschaftshütten und andere Gebäude. Man spürt, dass es ein altes Siedlungsgebiet ist.
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Parkplatz Kampenwandbahn (Parkgebühr: 2 €). Navi-Adresse: An der Bergbahn 4, D-83229 Aschau, Koordinaten: N = 47.764887, E = 12.325194; Geographische Daten: N = 47°45´53.6´´, E = 12°19´30.7´´; UTM-Daten: Z = 33T, E = 299574, N = 5293634; Gauß-Krüger: R-E = 4524484.064, H-N = 5291894.929. Bergfahrt mit der Seilbahn.
Bergfahrt mit der Kabinenbergbahn. Von dort aus Wanderung zur Steinlingalm und Aufstieg zum Gipfelkreuz der Kampenwand. Rückweg über die Steinlingalm zur Sonnenalm. Kurzer Weitergang zur Möslarnalm. Abstieg zur Gorialm und weiterer Abstieg über Reiterweg bzw. Skipiste zurück zum Parkplatz. Zweitwanderung: unter Auslassung des Aufstiegs zum Gipfel erfolgte die Weiterwanderung von der Steinlingalm auf dem Versorgungsweg direkt zur Gorialm. Ansonsten nutzen wir die gleichen Wege wie bei der Erstbegehung.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
Bergstation der Bergbahn1450 (0:20)
Steinlingalm1440 0:21
Gipfel der Kampenwand1668 0:54
Steinlingalm1440 0:44
Sonnenalm1465 0:26
Möslarnalm1440 0:05
Gorialm1240 0:20
Einmü. der Skipiste auf Straße763 0:35
Parkplatz Kampenwandbahn620 0:20
Anmerkungen:
Die Wanderung auf die Kampenwand ist zweifellos etwas besonderes, nicht umsonst ist der oben genannte Spruch jedem bekannt. Sie besteht im Gipfelbereich aus vielen, bis zu 50 m hohen Kaminen, die unterschiedlich weit voneinander entfernt stehen. Dadurch erscheint die typische, zackige Form, wenn man sie aus der Ferne ansieht. Der östliche Kamin ist für Wanderer zugänglich, dort steht auch das imposante Gipfelkreuz. Der Aufstieg vom Parkplatz an der Bergbahn bis zum Gipfelkreuz bedeutet über 1200 Höhenmeter. Das wollte ich mir nicht antun, zumal ich wusste, der letzte Teil zum Gipfelkreuz würde sehr anstrengend werden. Also fuhr ich mit der Bahn hoch und wanderte zu Fuß wieder ins Tal. Im Schlussanstieg zum Gipfel warten etliche Kletterpassagen durch Kamine und Gehen am Seil über ausgesetzte Stellen. Die letzten drei Meter überbrückt ein eiserner Steg die Strecke zum Gipfel. Die Sicht von dort oben ist natürlich hervorragend, obwohl man sie nicht alleine genießen kann. Ich war überrascht, dass so viele Personen die Route hinauf kletterten. Und ich muss sagen, die Ängstlichen blieben tatsächlich unten oder kehrten auf halbem Wege um. Zweitwanderung: die Tour erfolgte als Abschluss einer Familienfeier, war schon länger vorgesehen und wurde deshalb auch bei nicht sehr günstigen Wegebedingungen durchgeführt. Große Teile des Abstieges waren jedoch schnee- und eisfrei. Die Zweitwanderung dauerte nur 2:45 h Gehzeit mit einer Länge von 7.0 km und einer Höhendifferenz von 100 m steigend (ohne Bahn) und 930 m fallend. Die Möslarnalm hatte bereits geschlossen, die anderen Hütten hatten noch geöffnet.

Gipfelkreuz auf der Kampenwand. Es ist aus massivem Eisen, sehr hoch und vor einiger Zeit neu gesichert und renoviert worden. Es steht auf einem engen Gipfelfelsen, aber gut gesichert.

Ostturm der Kampenwand mit dem Gipfelkreuz. An dieser Stelle des Weges hört man öfter: „Was da rauf? Nicht mit mir!“

Kurz unter dem Gipfelkreuz gibt es eine sehr ausgesetzte Stelle, gesichert mit einem dicken Stahlseil.

Am Aufstieg zur Kampenwand gilt es mehrfach, enge und steile Kamine zu durchsteigen, die Trittsicherheit, Kraft und Ausdauer erfordern.

Die Fernsicht am Gipfelkreuz entschädigt allemal für die Anstrengung: Blick nach Norden auf die Steinlingalm.

Gorialm vom Abstieg von der Möslarnalm zu sehen. Wenn man erst da unten ist, wird’s einfacher. Im Hintergrund ist das Liftstüberl zu sehen, ein Treffpunkt für Eingeweihte.

Wie auf vielen Bergen, so gibt es auf der Kampenwand natürlich auch eine Kapelle. Diesen Bauwerken wird selbst von weniger religiösen Personen großer Respekt entgegengebracht.

Der Sulten ist ein kleiner grüner „Hügel“, der Kampenwand nördlich vorgelagert. Wer sich entspannen will, den sei der Aufstieg über die Wiese empfohlen. Oben gibt es eine kleine Ruhebank mit bester Sicht zum Chiemsee.

Östlich der Kampenwand liegt die Hochplatte, der „Pyramidenberg“. In der Bildmitte ist die Piesenhauser Hochalm am Fernwanderweg E4 zu sehen. Im Vordergrund ist Abstieg vom Gipfelkreuz zu erkennen.

Im Süden schließt sich das Massiv des Geigelstein an mit Weitlahnerkopf, Geigelstein und anderen Gipfeln. Im Hintergrund erkennt man das Kaisergebirge.

Unweit der Bergstation der Seilbahn trifft man auf das Hirschensteinkreuz. Es ist nur wenige Meter vom Weg zur Steinlingalm entfernt und soll wohl auch denen das Gipfelerlebnis bescheren, die sonst kein anderes Kreuz erreichen. Wir haben das zu einem Gruppenfoto genutzt, was natürlich großen Spaß gemacht hat.

Wiederum nur wenige Meter weiter steht der Staffelsteinfelsen. Es ist ein typischer Übungsfelsen für die Kletterer.

Diese Gelegenheit hat sich Benno nicht entgehen lassen, uns und anderen seine Kletterfähigkeiten zu zeigen.

Dann stand sie plötzlich vor uns, die Kampenwand mit ihrem etwa 12m hohen Gipfelkreuz, einem der höchsten in den Alpen. Der Aufstieg ist selbst bei guten Streckenbedingungen eine Herausforderung, also nichts bei vereisten Felsabschnitten.

Auch der gegenüberliegende Sulten hat an diesem Tag keinen sehr einladenden Eindruck gemacht. Er muss noch warten bis besseres Wetter herrscht.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018