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Wanderungen

Felsenkanzel (Kramer)



Felsenkanzel (Kramer)

Felsenkanzel am Kramer – auch Eisenkanzel genannt. Der besondere Aussichtspunkt am Ostaufstieg zum Kramer. Ein besseren Blick auf Garmisch-Partenkirchen mit seinen Einrichtungen von der Sprungschanze über die Skipisten am Kreuzeck bis zur Zugspitze mit ihren mächtigen Nachbarn Alpsitze und Waxenstein gibt es wohl nicht (Stand: April 2018)

Schwierigkeit:29.8mittel (27.5-40)
Tracklänge:11.9 kmmittellang (8-15 km)
Wanderzeit:3:45 h*mittellang (3-5 h)
Höhensumme:519 mmittelgroß (400-800 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.
Gebirge, Lage, Karte
Ammergauer Alpen, Kramergebiet; nordwestlich von Garmisch-Partenkirchen. Karten: DAV Alpenvereinskarte, Ammergebirge Ost (1:25000); bzw. AV Digital 2016 (USB Edition) 3D, Ammergebirge Ost, bzw. GPS Garmin Oregon 600, TransAlpin V4 Pro.
Datum, Begleiter, Wetter
29.04.2018; Alleingang. Auf allen Streckenteilen konnte man viele Menschen – vor allem Familien mit kleinen Kindern – treffen, die das schöne Wetter zu einem Ausflug genutzt haben. Auch oberhalb der St. Martinshütte waren sie in Richtung auf den hoch oben stehenden Kramer unterwegs. Sommerliches Wetter mit Temperaturen über 25 °C. Allerdings zogen einige Wolkenfelder und Schleierwolken durch, die sich am Nachmittag häuften. Leichter Wind sorgte für Kühlung. Damit war es in Waldpassagen sogar sehr angenehm zum Gehen. Die Sicht war gut, etwas Dunst verhinderte aber noch bessere Blicke.
Erreichte Gipfel
Einen Gipfel im engeren Sinne habe ich nicht erreicht, der höchste Punkt der Tour lag an der Aussichtskanzel auf 1238 m Höhe.
Alm(en), Hütt(en):
St. Martinshütte, Windbeutelalm, Als weiteres Gebäude ist eigentlich nur die Kriegergedächtniskapelle zu nennen, die ein paar Meter abseits des Kramerplateauwegs an der Bergkante steht und die ich natürlich besucht habe.
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Parkplatz Maximilianshöhe; Adresse: Maximilianshöhe 15, D-82647 Garmisch-Partenkirchen. Koordinaten: N = 47.493153, E = 11.062807; Geographische Daten: N = 47°29´35.4´´, E = 11°03´46.1´´; UTM-Daten: Z = 32T, E = 655374, N = 5262031; Gauß-Krüger: R-E = 4429486.283, H-N = 5262057.393.
Vom östlichen Ende des langgezogenen Parkplatzes direkt gegenüber der Windbeutelalm geht es ein paar Meter nach links zu dem Kneippplatz. Dort führt die Route in leichten Windungen und leichten Bergauf/Bergab-Passagen nach Osten bis zur Kreuzung zum Aufstieg zur St. Martinshütte. Diesen Weg geht man bis kurz vor der Hütte. Es gibt einige kleine, aber sehr steile Abkürzungen, die man aber besser bleiben lässt. Dann zweigt die Strecke nach rechts ab und geht den nunmehr mittelschweren Bergpfad weiter hoch. Kurz vor der Felsenkanzel führt er noch ein Stück an der Steilwand mit Drahtseilsicherung entlang. Anschließend erfolgt der Rückweg, wobei es direkt zur Westseite der St. Martins Hütte geht. Der weitere Rückweg ins Tal erfolgt wieder bis zur Kreuzung des Kramerplateauwegs. Dort geht man noch ein Stück geradeaus weiter zur Krieger- Gedächtniskapelle und zurück zum Plateauweg und weiter nach Westen. An der nächsten Kreuzung zweigt ein Weg nach links ab und mündet auf die Straße „Maximilianshöhe“ ein. Anschließend führt sie leicht bergauf zur Windbeutelalm und dann noch ein paar Meter zurück zum Parkplatz.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
PP Maximilianshöhe785
Kreuzung Aufstieg807 0:251.60
Einmü. Kellerleitensteig953 0:231.01
St. Martinshütte1050 0:201.08
Felsenkanzel1238 0:441.59
St. Martinshütte1050 0:321.52
Einmü. Kellerleitensteig893 0:141.46
Kreuzung Aufstieg807 0:140.97
Zurück Gedächtniskappelle807 0:200.70
Windbeutelalm787 0:181.29
PP Maximilianshöhe785 0:150.68
Anmerkungen:
Es ist eine einfache „Hin-Rück-Wanderung“ in der südöstlichen Ecke der Ammergauer Alpen. Besonders entspannend wirkt die Strecke auf dem „Kramerplateauweg“ mit seinen vielen kleinen Kurven und den zahlreichen Attraktionen, wie Kneipp-Bad, Froschweiher, Karbrücke und – etwas abseits – Krieger-Gedächtniskapelle. Dann aber geht es durchaus bergauf, nach der St. Martinshütte sogar auf einem mittelschweren Bergpfad. Kurz vor der Aussichtskanzel wird es richtig alpin mit einer kurzen Strecke entlang der Steilwand mit Seilsicherung (man sieht das Seil schon von weiter unten, bitte nicht erschrecken!). Wer das nicht gehen kann, muss tatsächlich auf der Hütte bleiben. Belohnt wird man immer wieder mit hervorragenden Blicken auf Garmisch-Partenkirchen und das Wettersteingebirge, namentlich zur Zugspitze. Weitere Belohnungen bieten die beiden Hütten am Wegrand mit der Möglichkeit zur Einkehr – eine am Berg, eine nahe dem Parkplatz. Also – es ist eine ereignisreiche und lohnende Tour auch für jemand, der nicht so topfit unterwegs ist. Hinweisschilder oder Wegweiser zur Felsenkanzel habe ich nicht entdeckt.

Es ist eine Wanderung nahe Garmisch-Partenkirchen, aber nicht im Wettersteingebirge, sondern in den Ammergauer Alpen, nördlich der Logisch. Der Paradeberg ist zweifelsohne der mächtige Kramerspitz, mit seinen Nachbarn. Soweit führt aber die Tour nicht hinauf; das Ende des Aufstiegs ist der bekannte Aussichtspunkt „Felsenkanzel“.

Immer wieder gibt es Gelegenheit zu wunderschönen Fernblicken auf Garmisch-Partenkirchen, hier z.B. auf den östlichen Teil mit der Skisprungschanze.

Der Paradeblick geht natürlich zur Zugsspitze mit ihren Nachbarn (v.l.): Jubiläumsgrat, vorderer und hinterer Waxenstein, Zugspitze.

Kurz vor der Felsenkanzel führt der Steig ein Stück an der Wand entlang, aber gut gesichert mit einem kräftigen Stahlseil.

Am tiefsten Punkt der Tour steht die neu renovierte Krieger-Gedächtniskapelle. Es ist ein pagodenartiger Rundbau, verbunden mit einem Campanile.

Einmalig sind die vielen, schönen Tafeln mit den Namen der Gefallenen, alles Unikate, keine Tafel ist wie die andere.

Vor der Gedächtniskapelle steht ein sehr schöner, hölzerner Brunnentrog, in den stetig Wasser fließt. Die unmittelbare Umgebung ist ein idealer Ort, sich niederzulassen und ein wenig zu verweilen.

Nahe der Windbeutelalm ist ein sehr gepflegter Kneippbrunnen in Betrieb. Jedermann kann sich dort die Füße und Arme abkühlen und so die Blutzirkulation anregen.

So sehen sie aus, die Windbeutel an der nach ihnen benannten Alm. Es gibt sie zum Nachmittagskaffee ab 14:00 Uhr in verschiedenen Ausführungen. Ich habe viele Windbeutel auf den Tischen gesehen, aber niemand, der sie als Einzelperson geschafft hätte.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018