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Impressionen aus den Bergen

Wanderungen

Rauheck



Rauheck

Rauheck – der kleine Nachbar des bekannten Hirschbergs im Tegernseer Land. Der Aufstieg aus Point über die Skipiste ist eine Alternative zum Aufstieg über den Lohbachgraben mit dem Ziel Hirschberghaus. Den unspektakulären Gipfel des Rauhecks werden aber nur wenige besuchen, die Route führt daran vorbei (Stand: Juni 2018)

Schwierigkeit:42.4anstrengend (>40)
Tracklänge:13.6 kmmittellang (8-15 km)
Wanderzeit:5:00 h*mittellang (3-5 h)
Höhensumme:940 mgroß (>800 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.
Gebirge, Lage, Karte
Bayerische Voralpen, Tegernseer Berge; nördlich von Kreuth. Karten: Kompass Wanderkarte Nr. 182 Isarwinkel, Bad Tölz, Lenggries; bzw. AV Digital 2016 (USB Edition) 3D, Mangfallgebirge West, bzw. GPS Garmin Oregon 600, TransAlpin V4 Pro.
Datum, Begleiter, Wetter
16.06.2018; Alleingang. Außer mir hatten sich noch etliche Wanderer aufgemacht, auch einige Mountainbiker bis zur Rauheckalm. Der Parkplatz Scharling war überfüllt, der an der Skipiste auch recht gut besetzt. Der Besuch auf dem bekannten Hirschberghaus hielt sich aber dennoch in Grenzen. Offenbar haben sich viele selbst verpflegt und die Hütte nicht in Anspruch genommen. Es herrschte wunderbares Sommerwetter mit Temperaturen zwischen 20 und 25°, in der Höhe natürlich etwas weniger. Zudem ging ein leichter Wind, der sofortige Abkühlung brachte. Man konnte den Aufenthalt in der Sonne gut ertragen. Fernsicht in die südlichen Regionen ist von vielen Stellen aus möglich. Ein leichter Dunst erlaubte allerdings die sehr weiten Fernblicke dann doch nicht.
Erreichte Gipfel
Rauheck (1510 m). Der höchste Punkt der Tour liegt mit 1550 m am Kamm zwischen Kratzer und Hirschberg.
Alm(en), Hütt(en):
Rauheckalm, Aibl, Hirschberghaus, Auf der Rauheckalm stehen – neben der Einkehrhütte – weitere drei Kaser. Die auf halbem Weg liegende Gründhütte – eine Selbstversorgerhütte des Alpenvereins, Sektion Oberland – habe ich in einer gewissen Entfernung passiert.
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Parkplatz Skipiste, auch PP Hirschberg genannt; Adresse: Bachlerweg 15, D-83708 Kreuth. Koordinaten: N = 47.659542, E = 11.741677; Geographische Daten: N = 47°39´34.4´´, E = 11°44´30.0´´; UTM-Daten: Z = 32T, E = 705852, N = 5282103; Gauß-Krüger: R-E = 4480702.535, H-N = 5280163.327.
Am Parkplatz geht es gerade aus weiter bis zum Wald, dann nach links auf dem Fahrweg am Waldrand bergauf. Nach einem Weidezaun mit Durchstieg beginnt ein mittelschwerer Pfad, der zunächst geradeaus, dann in vielen keinen Kehren weitgehend auf der Skipiste verläuft. Oben befindet sich nochmal einen Weidedurchstieg, ehe man auf eine Versorgungsstraße kommt. Dieser folgt man mit etlichen Kehren und Kurven durch den Wald, bis sie am Austritt auf die Weideflächen der Rauheckalm endet. Ein Steig führt nunmehr geradeaus zu den Hütten, die offizielle Route geht aber nach rechts auf den Kamm hinauf. Ich habe noch einen kurzen Abstecher weglos nach rechts am Weidezaun entlang gemacht, um auf die höchste Stelle des Rauhecks zu kommen. Nach der Rückkehr ging es ein Stück oberhalb der Hütten am Kamm entlang und dann in die weite Flanke der Hirschbergs hinein, nach rechts hinauf zum Kamm zwischen Kratzer in Hirschberg. Nach der Einmündung auf den dortigen Pfad ging es nach rechts hinab zum Hirschberghaus. Der Rückweg war im Prinzip der gleiche, wobei ich mir natürlich den Abstecher zum Gipfel des Rauhecks sparte und stattdessen direkt zu den vier Almhütten ging. Zurück am Parkplatz machte ich einen weiteren Abstecher hinauf zum Berggasthof Aibl mit anschließendem Rückweg.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
PP Skipiste Hirschberg770
Stahlmast970 0:301,29
Gabelung Gründhütte1160 0:391,08
Ende Versorgungsweg1450 0:592,62
Gipfel Rauheck1510 0:150,34
Sattel Kratzer/Hirschberg1550 0:300,92
Hirschberghaus1500 0:100,47
Sattel Kratzer/Hirschberg1550 0:130,48
Rauheckalm1480 0:170,58
Gabelung Gründhütte1160 0:302,78
Stahlmast970 0:140,69
Lifthaus775 0:161,07
Aibl842 0:150,67
PP Skipiste Hirschberg770 0:120,63
Anmerkungen:
Diese Tour hatte ich schon lange in Planung, interessierte mich doch vor allem, ob man auf der Rauheckalm einkehren kann. Die Literatur und andere Informationsquellen brachten diesbezüglich keine Sicherheit. Jetzt weiß ich Bescheid und tue es auch für die anderen kund: von Mitte Juni bis Mitte September verkauft die Stasi (kein Geheimdienst, so heißt die freundliche Almerin) kellerkalte Getränke. Den Aufstieg zum Hirschberggipfel sparte ich mir, man könnte das aber jederzeit auch noch angehen. Im Hirschberghaus habe ich mir stattdessen ein Weizenbier gekauft. Dafür bin ich vorher weglos zum höchsten Punkt des Rauhecks aufgestiegen, habe dort aber nur eine gute Fernsicht gehabt. Wenn man schon einen Gipfel als Wanderziel festlegt, sollte man auch dort gewesen sein. Ein Gipfelkreuz gibt es nicht, dafür steht am Wanderpfad ein Almkreuz, das am Aufstieg leicht zu übersehen ist.

Gipfelkreuz hat das Rauheck keines. Dafür steht ein schönes Almkreuz am Aufstiegspfad, der etwas oberhalb der Almhütten auf den Kamm führt. Man kann es aber leicht übersehen, wenn man angestrengt nur auf den steilen Weg achtet.

Vier Kaser stehen auf der Rauheckalm. Zur Einkehr hat die Hütte links unten geöffnet (man sieht den Pfad dorthin). Im Vordergrund rechts ist der Götschl-Kaser zu sehen, der noch regulär als Almhütte genutzt wird, allerdings wird er von seinem Besitzer nur gelegentlich besucht. Die mittlere der hinteren Hütten ist privat genutzt, die obere Hütte ist eine relativ junge Skihütte. Die Hütten stehen sehr malerisch im Steilgelände der Südostflanke des Hirschbergs bzw. im Südkessel zum Rauheck.

Nach rechts ist der Kratzer zu erkennen, ein weiterer „Schulterberg“ des Hirschbergs. An seiner Westseite liegen das Hirschberghaus und die beiden Kaser der Luckenalm.

Vom Kamm aus ist der nördliche Teil des Tegernsees zu sehen mit Bad Wiessee und Gmund.

Der untere Teil des Aufstiegs geht in vielen kleinen Kehren über die steile Skipiste. Ich habe es sehr anstrengend empfunden, denn durch die steile Auftrittsfläche der Fußsohle werden die Wadenmuskeln permanent überdehnt.

Am oberen Ende des Parkplatzes steht „Andi´s Hirschbergstüberl“, das zur Einkehr aber nur bei Liftbetrieb im Winter auf hat. Natürlich darf der Hinweis auf Viktoria Rebensburg nicht fehlen, die hier zu Hause ist. Vermutlich hat sie an diesem Hang das Skifahren gelernt.

Ein älteres, sehr pfiffiges Hinweisschild für die Wanderer steht etwas oberhalb der Rauheckalmen. Die Mahnung, auf den Wegen zu bleiben ist also nicht neu, aber oft genug erfolglos.

Ja, und da sind immer wieder die sehr guten Fernblicke. In diesem Fall nach Osten zum Risserkogel mit seinem Adlatus, dem Blankenstein, Traum aller Kletterer.

Sogar fast schon in Talnähe sieht man immer noch die Berge, z.B. vom Gasthof Aibl aus den Wallberg mit dem westlichen Setzbergeck und dem felsigen Roßstein.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018