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Wanderungen

Elbacher Kreuz



Elbacher Kreuz

Elbacher Kreuz, auch Türkenköpfl genannt, die Einheimischen sagen Elbacher Kopf dazu – das Gipfelkreuz, das eigentlich auf keinem Berg, sondern nur auf einer kleinen Kammkuppe westlich des Wendelsteins steht. Das ändert aber nichts daran, dass es zum Schluss ordentlich bergauf geht (Stand: Juni 2018)

Schwierigkeit:45.3anstrengend (>40)
Tracklänge:18.5 kmlang (>15 km)
Wanderzeit:5:00 h*mittellang (3-5 h)
Höhensumme:845 mgroß (>800 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.
Gebirge, Lage, Karte
Bayerische Voralpen, Mangfallgebirge Ost; westlich des Wendelsteins Karten: Kompass Wanderkarte Nr. 8, Tegernsee, Schliersee, Wendelstein (1:50000); bzw. AV Digital 2016 (USB Edition) 3D, Mangfallgebirge Ost, bzw. GPS Garmin Oregon 600, TransAlpin V4 Pro.
Datum, Begleiter, Wetter
03.06.2018; Alleingang. Der Parkplatz am Jenbach war gut besetzt, an der Wirtsalm gab es schon deutlich weniger, am Aufstieg zur Aiblinger Hütte traf ich kaum noch jemand und am Gipfelkreuz war ich alleine. Wäre nicht Sonntag gewesen, an dem die Aiblinger Hütte auf hat, hätte sich vermutlich niemand dorthin auf den Weg gemacht. Die Strecke im Tal haben allerdings viele Biker genutzt. Die Almerin an der Hillstoaner Alm meinte, dass sie weitaus mehr Gäste erwartet habe. Fast sommerliches Wetter mit einigen Wolken, die sich am späteren Vormittag etwas stärker verdichteten. Dann aber klärte es sich wieder auf. Die Gefahr von Regen bestand nicht. In den Waldpassagen empfand ich die Temperatur als sehr angenehm. Der Wind spielte keine Rolle. Die Sicht war mittelmäßig.
Erreichte Gipfel
Elbacher Kreuz (1512 m), der höchste Punkt lag mit 1515 m etwas östlich des Gipfels auf dem Kamm.
Alm(en), Hütt(en):
Aiblinger Hütte, Hillstoaner Alm, Forsthütte im Jenbachtal, Durhamer Almen, Elbachalm.
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Wanderparkplatz Oberes Jenbachtal (Gebührenpflichtig: 3 €). Adresse (unpräzise, Anfahrt über Bad Feilnbach): Wanderparkplatz Jenbachtal, D-83730 Fischbachau. Koordinaten: N = 47.738346, E = 12.017155; Geographische Daten: N = 47°44´18.1´´, E = 12°01´01.8´´; UTM-Daten: Z = 33T, E = 276380, N = 5291529; Gauß-Krüger: R-E = 4501393.046, H-N = 5288892.886.
Vom Parkplatz geht es geradeaus auf der Forststraße aus dem Wald hinaus in Richtung Wirtsalm. Dort geht man vorbei und auch an einer Forsthütte vorbei. Nach der Brücke über den Jenbach zweigt eine etwas schmälere Straße nach rechts ab. Ein Stück weiter oben zweigt ein Pfad nach rechts ab, führt über eine eiserne Brücke und geht dann in mehreren Kehren durch den Wald bergauf. Später kommt dann eine Kurve nach rechts. Dort hat jemand auf den Wegweiser „Neuer Weg“ geschrieben, weil am alten Weg die Brücke weggestürzt ist. Ein weiteres Stück höher kommt dann die Abzweigung Aiblinger Hütte/Wendelstein, es geht nach rechts. Nach der Überquerung einer Forststraße führt der inzwischen steile und ausgewaschene Weg nochmals in etlichen Kehren zur Aiblinger Hütte. Von dort die Zufahrt ein Stück weitergehen und nach links auf den Weg zu den Durhamer Almen einbiegen. Dort rechts bleiben in Richtung Wendelstein. Nach der Elbachalm vorbei an der Abzweigung zum Schweinsberg und etwas später ein Stück weglos über die Wiese zum Kamm aufsteigen. Entlang des Weidezaunes ein Stück nach Westen zum Gipfelkreuz. Am Kreuz vorbei auf dem markierten Pfad nach Westen weitergehen, auf den Steig zum Schweinsberg einmünden, nach rechts durch den Kessel und auf den Pfad zum Wendelstein einmünden. Von dort ist der Rückweg der gleiche wie der Aufstieg bis zur vor dem Parkplatz. Dann geht es nach Osten in Richtung Hillstoaner Alm (Wegweiser). Nach der Überquerung des Jenbachs kommen die erste Abzweigung, dann eine Bachfurt, eine zweite Abzweigung und der finale Anstieg zur Alm. Der Rückweg zum Parkplatz ist der gleiche Weg wie der Anstieg.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
PP Jenbachtal822
Wirtsalm879 0:191,47
Eiserne Brücke909 0:211,44
Dreieck Neuer Weg1103 0:331,80
Aiblinger Hütte1303 0:331,25
Abzw. Steig Elbachalm1380 0:171,57
Gipfel Elbacher Kreuz1512 0:260,70
Abzw. Steig Elbachalm1380 0:260,64
Aiblinger Hütte1303 0:131,53
Dreieck Neuer Weg1103 0:201,42
Eiserne Brücke909 0:141,80
Wirtsalm879 0:221,30
Abzw. Hillstoaner Alm830 0:161,40
Hillstonaer Alm903 0:221,30
PP Jenbachtal822 0:181,50
Anmerkungen:
Es ist ein recht unbekannter „Gipfel“ bzw. eigentlich ist das Ziel nur ein Kreuz auf einem Steinhaufen auf einem Kamm westlich des Wendelsteins. Wegweiser gibt es nicht. Man sieht das Kreuz zwar schon von der Aiblinger Hütte aus, die Strecke dorthin ist zum Schluss jedoch etwas schwer zu finden. Ich ging deshalb so lange wie möglich auf dem Pfad um die Ellbachalm herum bergauf und wechselte dann notgedrungen weglos über eine steile Wiese zum Kamm. Dadurch war ich aber zu weit im Osten und musste nochmal ein Stück am Weidezaun entlang zurück. Am Kreuz fand ich dann verwaschene Markierungen und kam recht gut wieder nach unten. Etwas Mut braucht man durchaus, sich bis zum Kreuz direkt vorzuwagen, das recht exponiert auf einem Steinhaufen steht. Dafür hat man dann gute Fernsicht, wobei aber die Bäume einige Ausschnitte versperren. Wer einsame Strecken sucht und trittsicher ist, dem sei dieses Ziel empfohlen. Es gibt allerdings auch einige Anmarschwege aus Birkenstein. Ob die aber einfacher und kürzer sind als aus dem Jenbachtal, kann ich nicht sagen.

Das Kreuz steht auf einem wirklich engen Sporn am Ende eines längeren Kammes. Nach Westen fällt dieser Sporn sehr steil ab. Aber man hat dort eine sehr gute Sicht zum benachbarten Schweinsberg und zum Breitenstein.

In gleicher Richtung liegen die Durhamer Almen etwas tiefer. Rechts am Waldrand erkennt man die Aiblinger Hütte. Links unten spitzt das Dach der Elbachalm aus den Bäumen heraus. Um diese Hütte herum verläuft der Aufstiegsweg.

Links über das Leitzachtal hinweg ist der mächtige Aiplspitz zu erkennen mit seinem kleineren Nachbarn, der Heißenplatte. Dazwischen liegt die Geitauer Alm.

Etwas weiter rechts öffnet sich das Leitzachtal nach Westen mit dem dort anschließenden Johannestal und den Schlierseer Bergen.

Der Aufstiegsweg verläuft - nach der zweiten Überquerung des Jenbaches – weitgehend im Wald auf einem recht gut begehbaren Pfad. Erst am Schlussanstieg zum Gipfel wird es schwieriger.

Auf halber Höhe geht der Blick zurück zum Gelände der wunderschönen Wirtsalm. Kein Wunder, dass dieser Ort die Menschen in großer Zahl anzieht.

Sehr beeindruckend ist auch die stattliche Forsthütte am Wege etwas oberhalb der Wirtsalm. Die forstliche Bedeutung der Gegend nördlich des Wendelsteins wird an diesen Gebäude sichtbar.

Kurz unter dem Kamm mit dem Elbacher Kreuz steht eine Almhütte. Ich nehme an, dass es die Elbachalm ist. Die Hütte hat augenscheinlich sehr zu kämpfen, denn eine Versorgungszufahrt ist nicht möglich. Vermutlich werden die Flächen von den Durbacher Almen aus genutzt.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018