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Wanderungen

Jachenau Süd



Jachenau Süd

Jachenau Süd – Wandern in Jachenau Süd. Genauer gesagt im Dreieck Vorderriß, Staffel und Walchensee liegt der Rücken „Wilfetsberg“. Dieses Waldgebiet bietet spannende Streckenabschnitte, z.B. über Hängebrücken, Aufstieg im „Turm“ und Einkehr in zwei Almen. Im Bild: Wegweiser an der Abzweigung zum Gipfel des Staffels (Stand: August 2016)

Schwierigkeit:37.0mittel (27.5-40)
Tracklänge:16.9 kmlang (>15 km)
Wanderzeit:4:50 h*mittellang (3-5 h)
Höhensumme:524 mmittelgroß (400-800 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.
Gebirge, Lage, Karte
Bayerische Voralpen, Isarwinkel, Jachenau Süd; Karte: Kompass Wanderkarte Nr. 182 (1:50000), Isarwinkel, Bad Tölz, Lenggries.
Datum, Begleiter, Wetter
04.09.2016; Tassilo und ich sind diese Tour zusammen gegangen. Außer uns bewegten sich noch einzelne andere Wanderer auf der Strecke. Und – da gibt es auch noch die Biker. Manche von ihnen sind sogar auf Streckenteilen unterwegs gewesen, wo man nach menschlichem Ermessen eigentlich nicht mehr fahren kann. Es war noch brauchbares Wanderwetter mit einer Mischung aus Sonne und Wolken, insgesamt aber trocken und mäßig warm. Die Sicht war etwas diesig.
Erreichte Gipfel
Kein Gipfel erreicht, war auch nicht vorgesehen. Der höchste Punkt der Tour lag bei 1149 m, westlich der Luitpolder Alm.
Alm(en), Hütt(en):
Waldschänke Niedernach, Luitpolder Alm , Lainer Alm , Anderen Hütten oder sonstigen Bauwerken begegnet man auf dieser Tour nicht, sieht man von den Stauwehren am Einfluss des Fuchsgrabens bzw. Rißbachstollens in den Walchensee ab. Im Fuchsgraben steht eine kleine Schutzhütte.
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Parkplatz Jachenau Kirche (Gebühr: 2 €); Adresse: Dorf 71/8, 83767 Jachenau. Koordinaten: N = 47.606279, E = 11.432937; Geographische Daten: N = 47°36´22.6´´, E = 11°25´58.3´´; UTM-Daten: Z = 32T, E = 682858, N = 5275409.
Vom Parkplatz unterhalb der Kirche geht es zunächst auf der Straße in Richtung Niedernach bis zum Ortsteil Mühle. Dort überquert man die Jachen und folgt dem Forstweg nach rechts in Richtung Walchensee. Nahe Niedernach trifft dieser Weg/Steig an das Ostufer des Walchensees. Nach der Einkehr in die Waldschänke geht es im Fuchsgraben flussaufwärts mit etlichen Überquerungen des Baches mittels Hängebrücken. Das Kernstück ist der sog. „Turm“, eine sehr steile Felsstufe zu deren Bewältigung man schon richtig klettern muss, mit Sicherungsseil natürlich. Später geht es noch eine ganze Weile weiter steil bergauf bis man an den Aussichtspunkt in Richtung Walchensee kommt. Erst dann wird der Weg flacher, aber auch zuweilen etwas sumpfig. Nach Einmündung auf die Forststraße geht es links eine ganze Weile nach Osten (immer dem Wegweiser „Luitpolder Alm“ nachgehen). Später zweigt der Weg zur Luitpolder Alm nach rechts ab. Nach der Alm geht es ein Stück auf dem Versorgungsweg und weiteres Stück auf einem Pfad durch den Wald zur Lainer Alm. Von der Hütte weg die Wiese überqueren und auf dem Versorgungsweg weiter, der etwas später auf die größere Forststraße trifft. Von nun an geht man bergab in Richtung Jachenau, wobei man die Straße zweimal nach links auf Steigen abkürzen kann. Am Holzlagerplatz erreicht man das Tal und geht nun auf Wegen mehrmals links/rechts an der Jachen bzw. an der Großen Laine entlang zurück zur Ortsmitte.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
Parkplatz Jachenau Kirche780
Brücke Ortsteil Mühle780 0:221.56
Waldschänke Niedernach817 0:413.18
Hängebrücke Nr. 1825 0:171.00
Aussichtpunkt Walchensee1075 0:571.76
Einmü. auf Forststraße1142 0:160.78
Luitpolder Alm1129 0:312.12
Lainer Alm1079 0:301.47
Abzw. Staffel1032 0:191.28
Holzlagerplatz783 0:261.55
Parkplatz Jachenau Kirche780 0:312.23
Anmerkungen:
Es ist eine Wanderstrecke mit zwei Gesichtern. Zum einen besteht sie aus den fast schon langweiligen, guten Forst- und Versorgungswegen zwischen Mühle und Niedernach und auch auf der Kammhöhe, einschließlich des Abstieges nach Jachenau (wenn man nicht abkürzt). Andererseits gibt es auch den anspruchsvollen Steig entlang des Fuchsgrabens mit seinem Höhepunkt, dem „Kletteraufstieg“ durch den Turm. So könnte man der Tour insgesamt das Prädikat „einfach, aber lang“ zuerkennen, wäre da nicht die erwähnte Kletterstelle. Für jemand, dem das Klettern kein Problem bereitet, ist es eine einfache Tour. Ängstlichen Personen muss man leider abraten, dort zu wandern. Besonders beeindruckend ist auch die Hochfläche mit den beiden Jausenalmen, der Luitpolder und der Lainer Alm. Sie sind wirklich sehr ursprünglich und deshalb ganz besonders herzlich und liebenswert. Allein ihretwegen, so mein Empfinden, lohnt sich die Tour. Falls der Rundweg nicht in Frage kommt, dann ist der Hin- und Rückweg zu den beiden Almen mit Aufstieg aus Jachenau-Fleck eine gute Alternative.

Zwischen Staffel und dem Walchensee liegt der Bergrücken Wilfetsberg (im Bild rechte Hälfte). Er teilt mit einer weiten Hochfläche und einigen Gipfeln das Isartal im Süden und das Jachental im Norden; zu beiden Flüssen und nach Westen zum Walchensee fällt das Gelände steil ab. Auf der Hochfläche liegen die Lainer Alm und die Luitpolder Alm in geringer Entfernung zueinander. Auch die beiden Bauern als Eigentümer sind in der Jachenau Nachbarn.

Im Westen grenzt das Ostufer des Walchensees dieses Wandergebiet ab. An dieser Stelle wird der See über den Rißbachstollen aus dem Rißtal (Karwendel) mit Wasser gespeist. Im Bild: Ostufer des Sees mit dem Simetsberg im Hintergrund.

Die Wanderstrecke ist weitgehend einfach zu gehen, allerdings gibt es am Westaufstieg vom Walchensee einige etwas schwierigere Stellen. Mehrmals muss man über Hängebrücken den Bach überqueren und am Seil einige Steinstufen überwinden.

Oben angekommen trifft man auf zwei urgemütliche Almen. Die Pause und ein Glas Buttermilch hat man sich redlich verdient.

Ja, und wen trifft man auf der Alm noch? Natürlich den Jäger! In diesem Falle waren es sogar zwei, die sich nach einem anstrengenden Pirschgang erst einmal stärken mussten.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018