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Wanderungen

Schwarzenberg Oberaudorf



Schwarzenberg Oberaudorf

Schwarzenberg Oberaudorf – Aufstieg und Rundweg über den kratzbürstigen, kleineren Nachbarn des bekannten Bünnsteins im südöstlichen Mangfallgebirge, nahe Oberaudorf. Der Hinweis auf Oberaudorf ist wichtig weil es im Mangfallgebirge nahe Bad Feilnbach einen weiteren „Schwarzenberg“ gibt. Im Bild: bewaldete Nordwestflanke des Schwarzenberges aus Buchau gesehen (Stand: August 2016)

Schwierigkeit:34.8mittel (27.5-40)
Tracklänge:12.0 kmmittellang (8-15 km)
Wanderzeit:4.40 h*mittellang (3-5 h)
Höhensumme:675 mmittelgroß (400-800 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.
Gebirge, Lage, Karte
Bayerische Voralpen; Mangfallgebirge Ost; westlich von Oberaudorf, östlich des Brünnsteins. Karte: AV Digital 2016 (USB Edition) 3D, Mangfallgebirge Ost bzw. Kompass Wanderkarte Nr. 09 (1:25000), Kufstein, Walchsee, St. Johann in Tirol.
Datum, Begleiter, Wetter
04.08.2016; Alleingang. Dank der Ferienzeit konnte man an fast allen neuralgischen Punkten andere Wanderer sehen, auch auf dem Gipfelanstieg, der nicht überaus einladend ist. Das waren zwar keine „Besuchermassen“, ich hatte aber dennoch mit weniger gerechnet. Es herrschte sommerliches Wanderwetter mit hohen Temperaturen, die aber dank weiter Strecken im Wald gut erträglich erschienen. In Erwartung eines Wetterumschwunges zogen nachmittags dichtere Quellwolken auf; es blieb jedoch bis abends trocken. Die Fernsicht konnte man an mehreren Stellen genießen, etwas Dunst hat sie aber ein weinig eingeschränkt.
Erreichte Gipfel
Schwarzenberg (1208 m)
Alm(en), Hütt(en):
Berggasthof Hocheck, Ramsauer Alm , eigentlich müsste an dieser Stelle auch noch der Berggasthof Buchau stehen. Da mir aber just zu diesem Zeitpunkt der Fotoapparat streikte, habe ich kein Bild von dieser Hütte. Ich muss also den Bericht zurückstellen, bis ich wieder vorbeikomme. Ansonsten sind noch die Gebäude und Einrichtungen der Bergstation der Hocheckbahn, sowie die Gebäude der Ortschaft Wildgrub zu erwähnen, einschließlich der dortigen Kapelle.
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Parkplatz Fleckgraben, Buchau; Adresse: Vorderbuchau, 83080 Oberaudorf (unpräzise). Koordinaten: N = 47.652264, E = 12.131003; Geographische Daten: N = 47°39´08.2´´, E = 12°07´51.6´´´; UTM-Daten: Z = 33T, E = 284560, N = 5281640.
Vom Waldparkplatz (es liegen etliche Baumstämme herum) geht es ein Stück zurück mit Überquerung des Fleckgrabens. Dort bin ich irrtümlich zu früh abgebogen (ich hätte bis zu einer Hütte weitergehen sollen) und musste dann erst am Bach entlang, anschließend weglos bergauf durch das Steilgelände bis zur ersten Forststraße, später zur zweiten Straße gehen. An der Abzweigung zum Brünnstein geht es nach links, leicht ansteigend bis zur Abzweigung „Schwarzenberg“. Weiter führt der Weg geradeaus bis zum Berggasthof Hocheck und wieder zurück. Dann geht es mittel bis stärker aufsteigend zur Ramsauer Alm. Hinter dem Haus führt der Weg steil nach oben zum Gipfel, zu dem eine neue Markierung und ein deutlich sichtbarer Pfad führen. Rückweg zur Alm. Abstieg nach Südwesten auf der sehr steilen Versorgungsstraße bis in eine Talsohle. Dort schickte mich ein Wegweiser auf einen früheren Pfad in eine Weide. Diesen Pfad auf keinen Fall gehen! Zum einen endet er im morastigen Bachbett, zum andern könnte es eine unliebsame Begegnung mit einem Bullen geben! Nach ein paar Metern nach links kommt man auf die Fahrtstraße nach Wildgrub. Der weitere Weg führt über die Ortschaft nach Norden. An einer Weggabelung hält man sich in der Mitte in Richtung Buchau und kommt später direkt in den Ort bzw. zum Berggasthof Buchau. Abschließend geht es auf der Fahrstraße noch ein Stück zurück zum Parkplatz.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
Parkplatz Fleckgraben637
Einmü. Forststraße696 0:25
Abzw. Brünnstein728 0:10
Berggasthof Hocheck794 0:43
Abzw. Waldstück892 0:24
Ramsauer Alm1090 0:30
Gipfel Schwarzenberg1208 0:26
Ramsauer Alm1090 0:19
Abzw. Walleralm950 0:11
Einmü. auf Talsohle752 0:17
Wildgrub795 0:24
Abzw. Lahnerwald780 0:15
Berggasthof Buchau700 0:20
Parkplatz Fleckgraben637 0:16
Anmerkungen:
Liebe auf den ersten Blick ist dieser Berg nicht. Etliche kleine Hindernisse begleiteten mich auf dieser Tour. Bereits am Anfang bog ich zu früh von der Straße ab und musste dann weglos im Steilgelände ein Stück aufsteigen bis ich auf die vorgesehene Forststraße kam. Anschließend versperrten Forstarbeiten mit einem mobilen Rückelift die Strecke zur Ramsauer Alm; die Stelle war nur mühsam zu umgehen. Auf dem Rückweg nach Wildgrub schickte mich ein Wegweiser in eine Weide, in der eine Mutterkuhherde stand, samt Bullen. Und zuletzt musste ich auf dem Rückweg nach Oberaudorf mehrmals bergfahrenden Autos Platz machen, indem ich bis zur nächsten Ausweichstelle zurücksetzte. Dass es auf dem Gipfel des Schwarzenbergs kein Gipfelkreuz gibt, fiel nicht weiter ins Gewicht; insgesamt also keine sehr gute Einladung zu dieser Tour. Als besonderer Lichtblick gestaltete sich der Besuch der Raumsauer Alm. Es ist eine Hütte, wie man sie aufgrund von Beschreibungen kaum erwarten würde (siehe Link zur Hütte). Ihr Beispiel zeigt die Veränderung auf dem Berg mit einer starken Ausbreitung des Waldes bei zu geringer Pflege der Weideflächen.

Eine flache, nach Westen offene Kuppe bildet den Gipfel des Schwarzenberges. Ein steiler Pfad, aber deutlich sichtbar und von neuen Markierungen begleitet führt hinauf. Gipfelkreuz gibt es keines ….

... ein solches steht aber nahe der Ramsauer Alm auf der dortigen Lichtung.

Trotz des Waldes hat man von einigen Stellen aus eine recht gute Fernsicht, z.B. nach Westen zum Brünnstein. Es scheint, als würde der Berg ganz frech sagen: “was willst du Kahlkopf da drüben denn eigentlich?“

Im Norden erkennt man den deutlich höheren Wildbarren, den Oberaudorfer Hausberg.

Im Osten steht das Kranzhorn, einer der „Wächter am Inn“. Etliche dieser Berge erheben sich etwa 1000 Meter über das Inntal, für Aufstiege aus dem Tal schon eine beachtliche Höhe.

Berggasthof Hocheck (links), sowie Anlagen der Seilbahn. Nach Osten geht der Blick über das Inntal hinweg in den Kaiserwinkl bzw. zum Zahmen und Wilden Kaiser.

Westlich des Schwarzenberges liegt Wildgrub, eine kleine, schmucke Ortschaft. Kennzeichnend für solche Orte sind die wunderbaren Häuser, oftmals mit gemauertem Erdgeschoß und ein- oder zweistöckigen Holzaufsätzen, jeweils mit blumengeschmückten Balkonen. Sie sind Ausdruck des Stolzes und Selbstbewusstseins ihrer Besitzer, gleichzeitig ein Zeugnis von hoher, über Jahrhunderte gewachsener Kultur.

Ergänzt wird dieser Eindruck durch Kirchen, Kapellen und kirchliche Kleindenkmäler, z. B. an der gepflegten Barockkapelle in Wildgrub mit dem Zwiebelturm und den Außenfresken. Wer hätte gedacht, dass sich „so weit hinten im Tal“ derartige bauliche Kleinode finden lassen.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018