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Wanderungen

Stolzenberg



Stolzenberg

Stolzenberg – der Berg im südlichen Spitzinggebiet, der sicher nicht allzu viele Freunde hat, aber dennoch sehr lohnend ist. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind unbedingt erforderlich. Im Bild: Schwarzenberg mit dem Ostgipfel (links) und dem Westgipfel (rechts), von der Valepp aus gesehen

Schwierigkeit:30.1mittel (27.5-40)
Tracklänge:9.8 kmmittellang (8-15 km)
Wanderzeit:3:40 h*mittellang (3-5 h)
Höhensumme:650 mmittelgroß (400-800 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.
Gebirge, Lage, Karte
Bayerische Voralpen, Schlierseer Berge; südliches Spitzinggebiet, Talort sind die Valeppalmen.
Datum, Begleiter, Wetter
28.05.2015; Alleingang. Rund um das Valepptal waren natürlich viele Wanderer unterwegs, auf dem Stolzenberg habe ich niemand angetroffen, aber etliche Spuren von anderen Wanderern gesehen. Lediglich am Abstieg aus dem Sattel habe ich drei Personen angetroffen; sie gingen die etwas leichtere Route zum Rotkopf. Am Wandertag herrschte sehr schönes, fast sommerliches Wetter mit blauem Himmel und nur wenigen Schleierwolken. Die Temperaturen waren anfangs noch recht frisch, stiegen dann aber rasch an. Die Fernsicht konnte man als gut bezeichnen; auf dem Stolzenberg hat man viele Gelegenheiten dazu.
Erreichte Gipfel
Stolzenberg Ostgipfel (1609 m, kein Gipfelkreuz), Stolzenberg Westgipfel (1604 m).
Alm(en), Hütt(en):
Albert-Link-Hütte, Untere Haushamer Alm (2 Hütten), Lyra-Am, Polizeiheim, Berggasthof Rosskopf, Valeppalmen (mehrere Hütten).
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Parkplatz am Lyraweg; Adresse: Lyraweg 9, 83727 Schliersee. Weitere Parkmöglichkeiten gibt es an der Kirche bzw. an der Stümpflingbahn. Koordinaten: N = 47.661259, E = 11.881677; Grad-Minuten-Sekunden: N = 47°39´40´´, E = 11°52´54´´; UTM-Daten: Z = 32T, E = 716355, N = 5282675.
Vom langgezogenen Parkplatz zurück in Richtung Wurzhütte, dann rechts abzweigen. Erst ein Stück durch den Wald gehen, dann über die Freiflächen des Valepptales leicht absteigen bis zur Kreuzung am Haushamer Bach. Von dort geht es nach rechts auf dem Versorgungsweg steil bergauf bis zur ersten Hütte der Unteren Haushamer Alm. Links abbiegen und bis kurz vor der zweiten Almhütte weitergehen. Dort nach rechts auf den steilen Steig wechseln, der über die Ostflanke zum Ostgipfel führt. Im letzten Teil ist eine steile Steinrinne zu bewältigen, ehe es das letzte Stück etwas einfacher wird. Vom Ostgipfel zum etwa 500 m entfernten Westgipfel geht es ständig am Gipfelgrat entlang. Anschließend führt der Steig auf rutschigem Boden bergab in den Sattel zwischen Stolzenberg und Rotkopf. An der Abzweigung zum Rotkopf nach rechts weiter absteigen. Dieser Pfad führt kurz vor der Unteren Haushamer Alm auf den Versorgungsweg zur Grünseealm. Nach rechts gehen und auf dem Aufstiegsweg zurück bis zur Kreuzung am Haushamer Bach. Nun geht es geradeaus weiter zur Albert-Link-Hütte. Das letzte Stück führt dann auf der Straße zurück in den Ort bzw. zum Parkplatz.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
Parkplatz Lyraweg 1098
Kreuzung Haushamer Bach1067 0:20
Untere Haushamer Alm1301 0:30
Ostgipfel Stolzenberg1609 1:03
Sattel Stolzenberg/Rotkopf1515 0:29
Untere Haushamer Alm1301 0:25
Kreuzung Haushamer Bach1067 0:18
Albert-Link-Haus1053 0:09
Parkplatz Lyraweg 1098 0:26
Anmerkungen:
Es war meine 200. Tour, ein Jubiläum gewissermaßen. Dafür kam eine „schwarze“ Strecke gerade recht. In der Tat stelle sich heraus, dass etliche steile Passagen und ausgesetzte Stellen am Ostaufstieg und am Gipfelgrat diese Eingruppierung rechtfertigen. Es ist mit Sicherheit ein etwas abweisender Berg, auch deshalb, weil keine bewirtschaftete Hütte in seiner Nähe ist. Zudem ist er weitgehend bewaldet, aber mit mehreren Freistellen, von denen aus man eine sehr gute Fernsicht hat. Dazu muss man oft direkt an die Abbruchkante gehen, auch nicht jedermanns Sache. Enttäuschend war für mich auf dieser Tour zwei Dinge. Erstens gibt es keinen Durchgang mehr von Stümpflingparkplatz in die Valepp; überall steht: „Durchgang verboten“ oder „Privat“. Der riesige Parkplatz hat somit keinerlei Bedeutung für den Sommertourismus. Zum anderen war ich enttäuscht über die Informationen zu den Öffnungszeiten der Lyra-Alm und des Blecksteinhauses, die ich eigentlich besuchen wollte. Auf den Internetseiten sind mit Super-Animationen die Vorteile angepriesen, für eine profane Mitteilung, wann tatsächlich geöffnet und geschlossen ist, reicht es nicht mehr. Mit solchen Aktionen fördert man den Sommertourismus nicht; der Wintertourismus ist ohnehin schon in Auflösung.

Ostgipfel des Stolzenberges; nur einige Wegweiser und Markierungen kennzeichnen diesen Ort. Gipfelkreuz gibt es keines, zu einer solchen Aufstellung hat sich noch niemand verpflichtet gesehen.

Beginn einer Steingasse am Ostaufstieg. Solche Stellen rechtfertigen wohl die Eingruppierung in „schwarz“, was aber unberechtigterweise viele Wanderer davon abhält, sich diese Tour vorzunehmen.

Stolzenbergkessel. Durch ihn führt ein Aufstieg, wobei man sich dann entscheiden kann, ob man nach links zum Stolzenberg, oder die etwas leichtere Strecke zum Rotkopf und Roßkopf gehen möchte.

Links der bewaldete Rotkopf, daneben der offene Roßkopf mit der Grünseealm (bietet m.W. keine Wanderverpflegung an). Rechts liegt der Brecherspitz.

Brecherspitz, der König der Schlierseer Berge mit seiner Südflanke. Er ist an der Westseite mit den Firstalmen und der Freudenreichalm, an der Nordseite mit Ankelalm und Ehardalm recht gut bestückt.

Spitzingsee mit Spitzingsattel, Brecherspitz (links) und Jägerkamp (rechts); das ist der Blick für den alleine sich der Aufstieg zum Stolzenberg schon lohnt.

Es gibt aber noch mehr zu sehen: im Osten liegt das Rotwandgebiet mit Taubenstein, Lempersberg und Rotwand (von links).

Im Südosten ist das Massiv um das hintere Sonnwendjoch mit all seinen Spitzen zu erkennen, vom Schönfeldjoch im Osten bis zum Bärenjoch im Westen.

Anderer Blickpunkt: Valeppalmen von der Straße aus gesehen. In dem riesigen, leicht südlich geneigten Talkessel gibt es etliche Hütten, von denen nur noch wenige almwirtschaftlich genutzt sind. Die anderen sind private Feriendomizile.

Untere Haushamer Alm, östliche Hütte. Das stattliche, zweigeteilte Unterkunftshaus ist ebenfalls privat von größeren Gruppen für Ferienaufenthalte genutzt, öffentlich zugänglich ist es nicht.

Lyra-Alm, der bekannte Berggasthof in unmittelbarer Nähe zur Stümpflingbahn. Laut eigener Internetseite auch im Sommer geöffnet; näheres, etwa zu Öffnungszeiten und Ruhetag fand ich dort nicht. An meinen Wandertag jedenfalls war sie geschlossen.

Polizeiheim Spitzingsee. Ein Haus, das von einem Verein gegründet wurde, um Polizeibediensteten eine günstige Ferienunterkunft zu bieten.

Berggasthof Rosskopf, ein Haus in wunderschöner Lage unweit des Polizeiheims. Er ist auf unbestimmte Zeit geschlossen, im Tal gibt es aber noch das Schild “heute geöffnet“.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018