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Impressionen aus den Bergen

Wanderungen

Heimgarten



Heimgarten

Heimgarten – der mächtige Aussichtsberg als Abschluss der Bayerischen Voralpen nach Westen zum Loisachtal. Im Bild: Heimgarten aus Osten, rechts ist der Kammgrat vom Herzogstand zu erkennen

Schwierigkeit:43.8anstrengend (>40)
Tracklänge:12.0 kmmittellang (8-15 km)
Wanderzeit:5:00 h*mittellang (3-5 h)
Höhensumme:1090 mgroß (>800 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.
Gebirge, Lage, Karte
Bayerische Voralpen, Herzogstand/Heimgartengruppe (nördlicher Teil des Estergebirges); östlich des Loisachtales, Ohlstadt. Karte: AV-Digital 2010 – Estergebirge.
Datum, Begleiter, Wetter
10.08.2014; Alleingang. Es war der Tag der Mountain-Runners. Viele junge Menschen waren in leichter Turnkleidung und Joggingschuhen mit großem Tempo auf dem Berg unterwegs. Traditionelle Wanderer sah man aber auch von allen Richtungen auf den Berg kommen. Es gab überall lebhaften Wanderverkehr. Es herrschte etwas schwüles Wetter mit rasch steigenden Temperaturen. Lediglich ein frischer Wind sorgte in Waldpassagen für angenehme Temperaturen, auf freien Flächen brannte die Sonne ganz schön. Die Fernsicht war gut, hätte aber noch besser sein können.
Erreichte Gipfel
Heimgarten (1788 m)
Alm(en), Hütt(en):
Heimgartenhütte , Bärenfleckhütte (1270 m)
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Wanderparkplatz Ohlstadt Ost, am Ende der asphaltierten Straße. Es gibt im letzten Stück der Straße etliche Parkmöglichkeiten. Navi-Adresse: Heimgartenstraße 22, Ohlstadt. GPS-Koordinaten: N = 47°37´45´´, E = 11°14´27´´.
Vom Parkplatz geradeaus weiter auf der geschotterten, teilweise betonierten Straße steil bergauf. Nach einer ganzen Weile zweigt ein Pfad nach rechts ab, der weiter oben den Versorgungsweg kreuzt. Nach der Überquerung der Laine (wenn die viel Wasser hat, wird es ein Problem!) geht es weiter in Serpentinen steil bergauf bis zur Bärenfleckhütte. Dann wir es erneut steil; in vielen Kehren geht den Westhang bis zum Kamm (unterwegs kann man öfter das Gipfelkreuz des Rauhekopf sehen, nicht täuschen lassen, es geht noch höher hinauf). Am Kamm nach links weiter bergauf und dann den Gipfelhang in einem mäßig steilen Anstieg kreuzen bis zur Heimgartenhütte. Der letzte Teil ist in der Karte noch als „schwierig“ ausgewiesen, ist aber in Wirklichkeit entschärft und kein Problem mehr. Kurz vor der Hütte zweigt dann der letzte Gipfelanstieg ab. Vom Gipfel ging es zurück zur Hütte. Der anschließende Abstieg erfolgte auf der Aufstiegstrecke.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
Parkplatz Ohlstadt Ost720
Abzw. Pfad von Fahrstraße1106 0:57
Abzw. Rötelstein/Kaseralm1170 0:13
Bärenfleckhütte1270 0:19
Südwestkamm Heimgarten1575 0:52
Gipfel Heimgarten1788 0:35
Heimgartenhütte1750 0:08
Südwestkamm Heimgarten1575 0:17
Bärenfleckhütte1270 0:29
Abzw. Rötelstein/Kaseralm1170 0:17
Parkplatz Ohlstadt Ost720 0:53
Anmerkungen:
Der Heimgarten bildet zusammen mit seinem direktem Nachbarn, dem Herzogstand, eine eigene Gebirgsgruppe als Abschluss der Bayerischen Voralpen nach Westen. In einer anderen Einteilung zählen beide zum Estergebirge. Es verbindet sie ein Kammgrat, der einiges an Mut verlangt, ihn zu begehen. Wer auf diesen exponierten Aussichtsberg will, hat drei Möglichkeiten: entweder den Grat zu gehen, oder aus Süden, oder aus Westen jeweils eine lange Strecke aufzusteigen. Da alle drei Strecken durchaus anspruchsvoll sind, kann man sicher sein, auf dem Gipfel bzw. auf der Hütte zumindest keine blutigen Anfänger zu sehen. Es ist deshalb nicht verwunderlich, wenn die Gegend dort als sehr ruhig im Vergleich zum Herzogstand bezeichnet wird. An typischen Wandertagen herrscht aber auch auf dem Heimgarten reger Betrieb. Natürlich haben alle exponierten Berge der Bayerischen Voralpen eine gute Fernsicht; aber auf dem Heimgarten ist sie einfach phantastisch – immerhin ist er um etliche Meter höher als sein Nachbar. Der Blick geht: weit ins „Blaue Land“, über sämtliche westlichen oberbayerischen Seen, über Isar und Loisach, über Karwendel, Wetterstein und Ammergauer Berge und über unzählige Städte und Orte.

Gipfelkreuz des Heimgartens – im allgemeinen ein ruhiger Ort, am Wandertag aber mit recht starkem Besuch.

Südwestflanke des Heimgartens. An der Kante ist das Gipfelkreuz und die Gebäude der Heimgartenhütte, einschließlich Bergwachthütte zu erkennen.

Beeindruckend ist der Grat zwischen Herzogstand und Heimgarten allemal; er ist als eine klassische Route bekannt.

Im Südwesten ist das Zentrum des Estergebirges zu sehen mit Zwölferkopf, Hohe Kisten, Krottenkopf, Bischof und den anderen Bergspitzen. Dahinter liegt das Wettersteingebirge mit der Zugspitze (rechts).

Im Südosten liegt der Walchensee, von hier oben aus nur teilweise zu sehen. Dahinter erstreckt sich das Karwendelgebirge.

Murnau und Staffelsee – die Stadt im Zentrum des Blauen Landes ist bekannt für seine Spezialkliniken.

Ohlstadt, der Ausgangsort dieser Tour mit dem dahinter liegenden Naturschutzgebiet Murnauer Moos.

Schlehdorf, die Gemeinde am Einlauf der Loisach in den Kochelsee.

Kochelsee, der Talsee der Walchensee-Kraftwerke. Im Hintergrund liegen die Tölzer Berge.

Schwaiganger – Haupt- und Landgestüt, das Zentrum der bayerischen Pferdezucht. Hauptgestüt bedeutet, dass es auch eine Stutenherde mit Fohlen gibt. Dahinter ist der Riegsee zu erkennen.

Bärenfleckhütte, etwa auf halben Weg am Westaufstieg zum Heimgarten. Es ist eine DAV-Selbstversorgerhütte der Sektion Murnau.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018