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Impressionen aus den Bergen

Wanderungen

Brecherspitz Nordgrat



Brecherspitz Nordgrat

Brecherspitz Nordgrat - anstrengende, aber sehr schöne Tour mit Aufstieg von Neuhaus/Schliersee zum Ankelkessel und über den Nordgrat zum Gipfel des Königs der Schlierseer Berge. Der Abstieg geht über den Westgrat und die Freudenreichkapelle zurück in den Kessel

Schwierigkeit:43.0anstrengend (>40)
Tracklänge:9,8 kmmittellang (8-15 km)
Wanderzeit:5:10 h*lang (>5 h)
Höhensumme:1150 mgroß (>800 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
Parkplatz Buchenweg Neuhaus800
Forsthütte1140 0:54
Ankelalm1285 0:22
Nordgrat Beginn Latschen1445 0:32
Gipfel Brecherspitz1683 0:41
Abzw. Firstalmen1596 0:25
Freudenreichkapelle1570 0:25
Ende Kammweg/freie Wiese1470 0:28
Ehardalm1315 0:17
Ankelalm1285 0:05
Forsthütte1140 0:20
Parkplatz Buchenweg Neuhaus800 0:39
Gebirge, Lage, Karte
Bayerische Voralpen, Schlierseer Berge; südlich des Schliersees. Karte: AV-Digital 2010 - Tegernsee, Schliersee, Mangfall.
Datum, Begleiter, Wetter
24.07.2014; Alleingang. Durch die Attraktivität der Tour ist man in Wirklichkeit sogar auf dem Rundweg über die Grate des Ankelkessels nie alleine, wenngleich viele Wanderer sich vorsätzlich oder durch Einsicht mit der Ankelalm als Ziel begnügen. Überraschenderweise war an diesem Tag kein einziger Mountainbiker unterwegs, obwohl das eine sehr beliebte Strecke ist. Es herrschte sommerliches Wetter, allerdings mit einigen hohen, diesigen Wolkenfeldern; die Temperaturen waren angenehm, wohl auch wegen des etwas frischen Ostwinds. Man konnte zwar sämtliche Berge und Talorte sehen, allerdings nicht ganz klar.
Erreichte Gipfel
Brecherspitz (1683 m)
Alm(en), Hütt(en):
Ehardalm (Ankelkessel) , Ankelalm, Forstliche Diensthütte am Aufstieg zur Ankelalm, Schnapper-Hütte im Kessel, Freudenreichkapelle am Freudenreichgrat.
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Parkplatz Buchenweg, Neuhaus/Schliersee. Am Ende des öffentlichen Weges liegen - bereits im Wald - einige Parkplätze. Weitere Parkmöglichkeiten gibt es in einigen Straßen ringsum, sowie in der Nähe des Bahnhofs Neuhaus. Adresse: Buchenweg 11, Schliersee. Koordinaten: N = 47.696972, E = 11.878578; Geographische Daten: N = 47°41'49.11'', E = 11°52'42.87''; UTM-Daten: Z = 32T, E = 715975, N = 5286635; Gauß-Krüger: R-E = 4490992.333, H-N = 5284299.742. Der Startpunkt ist nicht direkt mit der Bahn zu erreichen, wohl aber Neuhausen, das davon nicht weit entfernt liegt. Mit Rollstühlen oder Kinderwägen ist diese Tour nicht zu machen. Bestenfalls kommt man damit bis zur Ankelalm.
Am Ende des Buchenwegs in den Wald gehen und auf der Versorgungsstraße bleiben. An einer kleinen Kreuzung weiter geradeaus gehen und in etlichen Kurven, vorbei an einer forstlichen Diensthütte, weiter bis zur Ankelalm. Einige Meter nach der Almhütte den Weg nach links wählen, bis zum Nordgrat und dann weiter durch die Latschenfelder zum Gipfel aufsteigen. Vom Gipfel in westlicher Richtung etwas absteigen und auf dem Grat mehrfach bergauf/bergab bis zur Abzweigung Firstalm/Freudenreichkapelle wandern. Ab dort nach Norden immer entlang des Grates über die Kapelle erneut mehrfach bergauf/bergab (teilweise sehr steil) durch die Latschen bis zur freien Sattelwiese oberhalb der Ehardalm weiterwandern. Nach dem Abstieg in den Kessel zur Ehardalm und Ankelalm wieder ins Tal zurück.
Anmerkungen:
Der Brecherspitz ist zweifellos einer der beliebtesten Berge südlich von Schliersee. Ich war früher schon auf seinen Gipfel, allerdings auf dem einfacheren Weg über die obere Firstalm und bei dichten Nebelfeldern; man konnte damals nur wenig von der herrlichen Umgebung sehen. Diesmal wählte ich den anstrengenden Weg mit Aufstieg aus dem Tal in den riesigen Ankelkessel und Rundgang über die Grate, meist durch Latschengassen. An einigen Stellen weisen Schilder darauf hin, dass man trittsicher und schwindelfrei sein müsse. Ein anderes Schild rät davon ab, die Strecke über die Freudenreichkapelle bei Nässe zu gehen. Als Belohnung für die anstrengende Tour warten zwei Einkehrmöglichkeiten (siehe Link zu den Hütten). Die Ankelalm ist sehr bekannt, jeder kennt sie. Dass man aber nur zweihundert Meter weiter auf der Ehardalm auch noch Getränke bekommen kann, weiß kaum jemand. Es sei all denen gesagt, die an einem Montag die Tour machen und die Ankelalm am Ruhetag geschlossen finden: beim Erich kann man immer etwas bekommen.

Benachbarte Wanderungen

Dürnbachgrat
Dürnbachgrat

Die Ankelalm und die untere Freudenreichalm sind zwei wirklich lohnende Einkehrmöglichkeiten in den Bergen südlich des Schliersees. Will man beide auf einer Tour ansteuern, kommt man unweigerlich über den Dürnbachgrat mit der bekannten Freudenreichkapelle. Es geht auf dem Kamm sogar in einem "schwarzen" Teilstück wirklich alpin zur Sache. Meine Empfehlung: Aufstieg wie beschrieben durch das Dürnbachtal zur Freudenreichalm, Überquerung des Kammes und Rückweg über die Ankelalm.

Jägerkampkessel
Jägerkampkessel

Jägerkampkessel und Jägerbauernalm, das sind die Ziele einer Wanderung an der Nordflanke des Jägerkamps. Los geht es an der Auffahrt zum Spitzingsee auf halber Strecke. Recht bald ist man dann nur auf steilen Pfaden im Gelände unterwegs, just jenen, welche die Sennerin der Jägerbauernalm für ihre Versorgung auch geht. Es gibt nämlich keine Versorgungsstraße. Natürlich macht man auch noch die Runde hinauf zu den beiden Jägerkampgipfeln und im großen Bogen durch den Kessel wieder zurück.

Wasserspitz
Wasserspitz

Der Wasserspitz reiht sich in die Kette mit Bodenschneid und Rinnerspitz ein, Tegernsee und Schliersee sind davon etwa gleich weit entfernt. Das ist die Heimat des Jennerwein Girgl. Der einfachste Aufstieg beginnt an der Raineralm und setzt sich als Überschreitung zum Rinnerspitz fort. Wie nicht anders zu erwarten, ist das Wandern in diesem Gelände kein Spaziergang.

Mutenkogel
Mutenkogel

Ein unscheinbarer Berg fast ganz oben im Kühtai, mit kurzer Wegstrecke ab St. Sigmund. Damit hört aber der Spaß schon auf. Über 700 Höhenmeter geht es ohne Unterbrechung steil bergauf, verlaufen kann man sich nicht. Der Blick zurück ins Tal wird immer kribbelnder; dafür wird die Aussicht ringsum immer schöner. Am Fuße des Berges liegt die Gleirschalm.

Brecherspitz
Brecherspitz

Der Brecherspitz (nicht: die Spitze) ist der Stolz der Schlierseer Berge. Er ist der zentrale Blickfang im Süden des Sees. Dort hat er eine sehr spannende Route mit dem Aufstieg über den Nordgrat, vorbei an der Ankelalm. Die ist aber nicht gemeint, sondern die leichtere Route ab dem Spitzingsattel über die Oberere Firstalm. Auch da geht man zum Schluss auf dem Westgrat dahin, kurze seilgesicherte Stellen inbegriffen.

Bilder zur Wanderung

Gipfelkreuz am Brecherspitz. Man kann es schon von weitem sehen, aber je näher man kommt, umso steiler wird der Steig durch die Latschen. Kraft und Trittsicherheit sollte man schon haben, wenn man die Strecke in Angriff nimmt.

Blick auf den Westgrat vom Brecherspitz in Richtung Freudenreichgrat. Links erkennt man die Steilheit der Flanke (das Bild steht senkrecht!).

Nach dem Aufstieg geht es weiter ordentlich zur Sache: mehrmals bergauf/bergab immer am Grat entlang, dafür mit Blick in alle Richtungen. Im Bild: links liegt die untere Firstalm, dahinter der Bodenschneid und Rinnerspitz, noch weiter dahinter links der Risserkogel.

Blick vom Aufstieg zum Brecherspitz in den Ankelkessel: er ist etwa 1000 m breit und 400 m tief. Links liegt die Ehardalm, rechts die Ankelalm und darüber eine weitere Almhütte (Schnapper-Hütte).

Freudenreichkapelle, sehr exponiert am Grat; sie ist dem St. Leonhard gewidmet. Trotz Verankerung zerren offenbar immer wieder Stürme an der Kapelle, denen sie nur mit Mühe widerstehen kann.

Erich, der Almer auf der Ehardalm. Durch sein offenes und freundliches Wesen kommt man mit ihm bei einem kellerkalten Getränk rasch ins Gespräch. Ob der gebürtige Niederbayer nächstes Jahr auch auf dieser Alm sein wird, ist nicht sicher.

Blick vom Brecherspitz zurück zum Schliersee mit seiner Insel; links hinten liegt Hausham.

Josefsthal, die südöstliche Fortsetzung von Neuhaus mit der Zufahrt ins Leitzachtal.

Blick nach Süden auf die Valeppalmen mit dem Albert-Link-Haus (links). Ganz links unten erkennt man noch den Spitzingsee mit der Wurz-Hütte.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 21.05.2020