Logo Bergwandern

Bergwandern für Senioren

Impressionen aus den Bergen

Wanderungen

Isartal Baierbrunn



Isartal Baierbrunn

Isartal Baierbrunn – Wanderung im Isartal dort „wo die edlen Ritter hausten“, südlich von Grünwald, aber westlich des Flusses. Heute ist das idyllische Tal der Isar zwischen München und Wolfratshausen ein Naherholungsgebiet. Im Bild: relativ breites Flussbett in Höhe des Georgensteins mit Schotterbänken und flachen Inseln, auf denen sich das Treibholz sammelt (Stand: April 2017)

Schwierigkeit:27.2leicht (<27.5)
Tracklänge:13.8 kmmittellang (8-15 km)
Wanderzeit:4:10 h*mittellang (3-5 h)
Höhensumme:255 mgering (0-400 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.
Gebirge, Lage, Karte
Bayerisches Voralpenland; Isartal südlich von München bzw. nördlich von Wolfratshausen. Karte: Kompass Wanderkarte (1:50000), Nr. 180, Starnberger See Ammersee.
Datum, Begleiter, Wetter
21.04.2017; Renate und ich haben diese Tour gemacht. Sie diente daneben auch zur Erkundung einer Wanderroute, die für eine Seniorengruppe vorgesehen war. Deshalb war es wichtig, die beiden S-Bahnhöfe in Baierbrunn und Buchenhain mit auf der Strecke zu haben. Am Wandertag trafen wir etliche andere Personen auf unserer Strecke, vorwiegend entlang der Isar. Die Wege sind gleichzeitig ein Teil des Fernwanderweges „München-Venedig“. Dort tummelten sich vor allem auch die Radfahrer. Am Wandertag hatte sich das vorangegangene schlechte Wetter etwas beruhigt. Es gab überwiegend Sonnenschein mit zeitweise etwas stärkerer Bewölkung. Die Temperaturen lagen jedoch nur im einstelligen Bereich. An exponierten Stellen im Wald oder im Schatten von Gebäuden konnte man noch Schneereste finden. Die Fernsicht spielt bei dieser Strecke keine große Bedeutung. Gleichwohl gibt es von der Steilkante des westlichen Ufers mehrfach recht gute Fernblicke in das Flussbett.
Erreichte Gipfel
Kein Gipfel im klassischen Sinne erreicht. Der höchste Punkt der Tour liegt mit 629 m am Bahnhof in Baierbrunn.
Alm(en), Hütt(en):
Brückenwirt Höllriegelskreuth, Buchenhain Waldgasthof, Die Tour führt durch die Orte Baiersbrunn und Buchenhain. Im Isartal säumen die Strecke verschiedene Wehranlagen und ein Kraftwerk mit einer recht spektakulären Flossrutsche.
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Bahnhof Baierbrunn; Adresse: Bahnhofstraße 18, D-82065 Baierbrunn. Koordinaten: N = 48.019076, E = 11.482936; Geographische Daten: N = 48°01´08.7´´, E = 11°28´58.6´´; UTM-Daten: Z = 32U, E = 685142, N = 5321403; Gauß-Krüger: R-E = 4461534.741, H-N = 5320235.802. Die Ausgangspunkte dieser Tour sind auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar (S-Bahn Nr. 7 nach Wolfratshausen, Bahnhof Baierbrunn bzw. Bahnhof Buchenhain. Entlang der Bundesstraße 11 gibt es zusätzlich immer wieder Parkplätze, von denen aus diese Tour begonnen werden kann.
Von der Bahnhofstraße in Baierbrunn geht es nach Osten, vorbei an der Kirche und weiter entlang der B 11 nach Norden. An der „Herrmann-Roth-Straße“ zweigt man nach rechts ab und hat damit quasi eine Umgehung des Ortes. Später führt der Weg zurück zur Bundesstrasse, man bleibt aber weiter auf den Pfaden entlang des Waldes, die sehr bald zur Rückseite des Gasthofes „Buchenhain“ kommen. Von dort geht es auf mehr oder weniger deutlichen Pfaden bergab – unter andern über steile Treppenstufen- zum Geotop „Klettergarten“ und weiter bis zum Fluss. Dann geht es nach Norden entlang des Isarkanals – mit einem Abstecher auf die Kraftwerksinsel – bis zum Brückenwirt Höllriegelskreuth. Anschließend erfolgte der Rückweg nach einem kurzen Stück auf der Straße mit einem Aufstieg auf einem wenig begangenen Pfad nach rechts. Nach einem kurzen Stück auf der Versorgungsstraße geht es erneut nach rechts auf die Geländekante und über die Stromschneise zurück zum Gasthaus Buchenhain. Der zweite Teil der Route begann mit dem erneuten Abstieg über den Klettergarten zur Isar. Dann aber führte der Weg nach rechts flussaufwärts bis auf Höhe des Georgensteins. Von dort geht der steile „Pionierpfad“ hoch auf den Verbindungsweg zwischen Buchenhain und Baierbrunn. Abschließend führt die Route auf dem Hinweg zurück zur Bahnhofstrasse in Baierbrunn. Die Route kann man jederzeit teilen und dann sind es wirklich gemütliche Strecken.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
Bahnhofstraße Baierbrunn629
Abzw. Pionierweg620 0:231.20
Parkplatz B11616 0:140.67
Gasthof Buchenhain614 0:100.49
Fuß Klettergarten583 0:200.90
Isarweg, Haus Nr. 7552 0:080.40
Brückenwirt541 0:452.71
Überqu. Forststraße567 0:281.86
Gasthof Buchenhain614 0:281.61
Isarweg, Haus Nr. 7552 0:141.08
Georgenstein545 0:200.95
Pionierweg Einmü. Straße620 0:210.59
Bahnhofstraße Baierbrunn629 0:191.36
Anmerkungen:
Die Isar bildet zwischen Wolfratshausen und Bad Tölz ein sehr romantisches Flusstal. Allerdings hat es durch die frühere Nutzung als Transportweg mit Flössen und durch die Stromgewinnung entsprechende Veränderungen gegeben, auch in Form von Maßnahmen zur Wasserregulierung und zum Hochwasserschutz. So gibt es über längere Strecken parallel zum eigentlichen Flussbett auch einen Kanal. Flösse fahren heute noch ab Wolfratshausen bis Thalkirchen. Sie sind aber ausschließlich eine besondere Attraktion und Belustigung derjenigen, die diese etwa 6 – 8 Stunden dauernde, abenteuerliche Reise mitmachen. Für Wanderer und Radfahrer sind die Wege links und rechts des Flusses entlang gut ausgebaut. In Höhe Buchenhain gibt es ein ausgewiesenes Geotop, den „Klettergarten“. Es zeigt sehr anschaulich die geologische Entwicklung durch die Eiszeiten an einem Steilufer. Die Isar liegt an diesen Stellen etwa 80 m tiefer als das umgebende Gelände in einem etwas breiteren Tal. In weiteren Abständen findet man urige Gasthäuser zur zünftigen Einkehr, z.B. an der Brücke zwischen Grünwald und Höllriegelskreuth.

Georgenstein – ein etwa 6 m hoher Felsbrocken im Flussbett. Dutzende Flößer haben in früheren Zeiten mit ihm unliebsame Kontakte gehabt. Auch heute noch sind die Floßführer froh, wenn sie an ihm vorbei sind.

Ihr wildes Gesicht zeigt die Isar auch in Form flacher Inseln, auf denen sich riesige Mengen Treibholz sammeln. Beim nächsten Hochwasser geht diese Fracht dann weiter talwärts und muss am nächsten Rechen herausgeholt werden.

Ansonsten aber ist der Fluss recht gut gebändigt, z.B. an einem Kraftwerk mit seiner Floßrutsche. Dazu kommen über längere Strecken Kanalbauten, um den Wasserstand des Flusses zu regulieren.

In Höhe von Grünwald – dem bekannten Nobelort mit seiner viel besungenen Burg südlich von München – führt eine Brücke über den Fluss.

Diese Isarbrücke ist ein sehr schönes Bauwerk, das man vom Biergarten des dortigen Brückenwirtes aus bewundern kann.

Landestelle für die Flöße direkt beim Brückenwirt. Die ruhige Idylle dürfte abrupt zu Ende sein, wenn die erlebnishungrige Horde der Floßfahrer gelandet ist und sich über den Brückenwirt hermacht. Der aber ist darauf sicher gut eingestellt.

Was gibt es sonst noch? Den „Klettergarten“, ein senkrechter Abbruch des Flussufers, der die geologische Entwicklung durch die Eiszeiten zeigt. Die Stelle hat mit „Klettern“ aber auch gar nichts zu tun. Im Gegenteil, Hinweisschilder warnen davor, sich direkt unter den Felswänden aufzuhalten, geschweige denn hochzuklettern. Und das sollte man auf alle Fälle ernst nehmen; jederzeit können sich kleinere oder größere Felsbrocken aus der Wand lösen.

Oben an der Steilkante, dort wo der naturbelassene Wald beginnt, lässt es sich recht gemütlich wandern. Es gibt etliche Ruheplätze mit Bänken, von denen aus immer wieder eine Sicht in das wilde Tal möglich ist. Ein Denkmal für mir nicht bekannte Personen unterstützt den Moment der Ruhe.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 14.10.2018