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Wanderungen

Eberfinger Drumlinfeld



Eberfinger Drumlinfeld

Eberfinger Drumlinfeld – Wanderung durch die Hügellandschaft westlich von Seeshaupt im Pfaffenwinkel. Drumlins sind eine besondere geologische Bodenformation, entstanden in der Grundmoräne der Gletscher-Eiszeit. Zwischen Starnberger See und Ammersee treten diese tropfenförmigen Gebilde besonders deutlich und gehäuft auf. Im Bild: starker Anstieg an der Luv-Seite eines Drumlins nahe Magnetsried (Stand: April 2017)

Schwierigkeit:28.5mittel (27.5-40)
Tracklänge:15.1 kmlang (>15 km)
Wanderzeit:4:30 h*mittellang (3-5 h)
Höhensumme:218 mgering (0-400 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.
Gebirge, Lage, Karte
Voralpenland, Fünf-Seengebiet, Pfaffenwinkel; westlich von Seeshaupt bzw. südlich von Magnetsried. Karte: Kompass Wanderkarte Nr. 179 (1:50000), Pfaffenwinkel.
Datum, Begleiter, Wetter
09.04.2017; Alleingang. Wanderer wie ich habe ich nur zwei gesehen. Aber es waren sehr viele Biker unterwegs. Dabei teilten sich die Gruppen auf zu je einem Drittel mit Mountainbikes, konventionellen Rädern und eBikes. Es herrschte strahlender Sonnenschein mit Temperaturen zwischen 20 und 25 °C. Nachmittag wehte zuweilen ein leichter Wind, der sehr rasch eine Abkühlung brachte. Die Fernsicht war nicht besonders gut, es war aber auch nicht die Route, auf der man das erwarten würde.
Erreichte Gipfel
kein Gipfel erreicht. Der höchste Punkt lag mit 672 m auf der Anhöhe im Drumlinfeld nördlich von Arnried.
Alm(en), Hütt(en):
Schlossgaststätte Hohenberg, Quelle Magnetsried, In der Gegend gibt es etliche kleinere Orte (Arnried, Wolfetsried) und viele Einzelhöfe bzw. Güter: Schloss Hirschberg, Gut Rothsee, Schloss Hohenberg, Gut und Reiterhof Kronleiten.
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Wanderparkplatz Haarsee, westlich von Magnetsried, südlich der St2064; das letzte Stück ist eine Schotterstraße im Wald; Adresse: eine präzise postalische Adresse ist nicht möglich. Koordinaten: N = 47.811839, E = 11.223603; Geographische Daten: N = 47°48´42.6´´, E = 11°13´25.0´´; UTM-Daten: Z = 32T, E = 666469, N = 5297781; Gauß-Krüger: R-E = 4441957.519, H-N = 5297356.027. Ein Stück nördlicher an der Abzweigung von der Staatsstraße (Landstraße) bestehen weitere Parkmöglichkeiten.
Hinweis: auf dieser Route gibt es keine Markierungen und nur wenige Ortshinweise auf Schildern. Vom Parkplatz geht es nach rechts und dann links um den Haarsee herum bis fast zurück zum Ausgangspunkt. Anschließend verläuft die Route nach Süden, vorbei an der Mitterlache zum Rothsee (Gut, Kirche). Ab Rothsee führt die Stecke nach Osten durch Flur und Wald an das Wegedreieck Buchberg. Nach einem kleineren Anstieg taucht linkerhand die Hochfläche mit den Drumlinhügeln auf. Nach einem kurzen Abstecher auf die Anhöhe geht es zurück und weiter durch Arnried. Nach einer etwas längeren Strecke auf einer Asphaltstraße kommt man auf die WM10 (Kreisstraße Nr. 10 im Landkreis Weilheim), der man nach links folgt bis zum Schloss Hohenberg. Ein Wirtschaftsweg führt dann von Hohenberg nach Norden durch die Flur und trifft auf die Straße nach Wolfetsried. Nach links und kurz darauf nach rechts abbiegen und der Straße nach Kronleiten (großes Reitergut) folgen. Durch die Gebäude durchgehen, anschließend links auf einen Wirtschaftsweg abbiegen und Richtung Wald gehen. Am Wald entlang dem Weg folgen der später wieder auf die Straße von Wolfetsried einbiegt, rechts weiter. Am nächsten Wegedreieck nach rechts bis zur Straße nach Magnetsried, dort links abbiegen. Im Ort erst nach rechts zum Gasthaus Quelle. Rückweg durch den Ort, am westlichen Ausgang den Wirtschaftsweg nehmen, der parallel zur Straße weiterführt. Er endet an einem Querweg, der nach links geht. Am Waldrand nach rechts über die Wiese gehen, die kleine Anhöhe in den Wald aufsteigen, über die Kuppe gehen und auf den Zufahrtsweg zum Parkplatz absteigen. Von dort sind es nur noch wenige Meter nach links zum Parkplatz.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
Parkplatz Haarsee658
Umrundung See zurück654 0:171.19
Gut Rothsee (See, Kirche)657 0:231.11
Wegedreieck Buchberg653 0:151.09
Kuppe Drumlinfeld672 0:180.96
Wegedreieck Arnried Ost649 0:200.96
Schlossgaststätte Hohenberg654 0:321.96
Einmü. Weg Wolfetsried Ost648 0:140.87
Gut Kronleiten633 0:120.77
Einmü. Weg Wolfetsried Nord641 0:261.43
Einmü. Straße Magnetsried648 0:201.27
Quelle Magnetsried648 0:321.42
Parkplatz Haarsee658 0:412.09
Anmerkungen:
Ziel dieser Wanderung ist ein Streifzug durch das Gelände zwischen Seeshaupt und Weilheim, in dem die Drumlins gehäuft auftreten. Es sind Geländeerhebungen in der charakteristischen Tropfenform, also mit einem steilen Anstieg am Kopf (Luv) und einem flachen Auslauf am Fuß (Lee). Die Hügel sind zwischen 10 und 40 m hoch, etwa 100 m breit und zwischen 100 und 1000 m lang. Bedingt durch die Entstehung sind sie einheitlich in der Fließrichtung des Gletschers ausgerichtet, also von Südost nach Nordwest. Wer weiß, dass es diese Hügel gibt, wird sie auch entdecken und davon fasziniert sein. Verständlicherweise sind sie entweder bewaldet oder durch die Bewirtschaftung sekundär etwas verändert. Will man sie sehen, muss man unbedingt zu Fuß gehen, auch wenn die Strecke mit den vielen Asphaltstraßen nicht das ist, was man sich wünscht. Die Gegend eignet sich deshalb weitaus besser zum Radfahren, was die meisten Personen ja auch gemacht haben. Allerdings bezweifle ich stark, ob den Radfahrern die Schönheit und Besonderheit dieser Gebilde auffällt. Ansonsten ist mir aufgefallen, dass es viele Reiterhöfe in der Gegend gibt. Kronleiten mit seinen vielen Wirtschaftsgebäuden, Ställen, Reitplätzen und den abgetrennten Koppeln ist der größte davon.

Drumlin-Hügel nahe Magnetsried. Die sanfte Abflachung vom Gipfel zum Fuß ist deutlich erkennbar. Links: die etwas steilere Seitenflanke. Solche Hügel sind oft bewaldet oder durch die Bewirtschaftung (Gebäude, Wege) in ihrer klaren Grundform verändert.

Die Gegend wäre nicht der Pfaffenwinkel, würde man nicht vielen Kirchen und Kapellen begegnen, z.B. die Margarthenkirche in Rothsee.

Katholische Filialkirche in Arnried, ein barocke Langschiffkirche, der Hl. Hilaria und Afra geweiht.

Kirche und Jägerhaus Hohenberg. Das Jägerhaus ist deutlich kleiner als das Gasthaus und durch unvorteilhafte Anbauten etwas abgewertet. Frage eines Gastes beim Essen: „und wo ist denn hier das Schloss?“ Natürlich ein Stück weiter im Westen, fast unsichtbar auf dem nicht mehr zugänglichen Buckelsberg. Das „Jägerhaus“ enthält einige Ferienwohnungen, von der Gaststätte aus bewirtschaftet.

Feldkreuz östlich von Arnried, eingerahmt von zwei Bäumen. Diese kirchlichen Kleindenkmäler sind meist in gut gepflegtem Zustand, im Pfaffenwinkel trifft man sie allerorten.

Seen gehören zur Moränenlandschaft. Im Bild: Haarsee mit Schloss Hirschberg (verdeckt). Schloss Hirschberg war zeitweise eine Schulungsstätte des BND, wurde aber sehr bald von der Stasi abgehört.

Mitterlache, ein verträumter, langgezogener See südlich des Haarsees. Leider besiedeln die lästigen Kanadagänse all diese Seen.

Rothsee – eingerahmt von einem landwirtschaftlichen Gut und einer Kirche. Er ist an seinen flachen Ufern sehr stark am Verlanden.

Mutterkuhherde nahe Magnetsried mit Kälbern und einem Bullen (hornlos, mitte). Es ist nicht ratsam, eine solche Weide zu betreten. Das Foto stammt von außerhalb des stabilen Zaunes.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 19.07.2018