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Mangfalltour



Mangfalltour

Mangfalltour Valley – Winterwanderung in einem wilden und romantischen Abschnitt der bekannten Mangfall durch ein recht enges Tal, man könnte es an manchen Stellen glatt als Schlucht bezeichnen. Schnee gab es keinen, vorherrschende Farben waren grün und braun. Im Bild: Stromschnelle der Mangfall im Gegenlicht mit leichtem, wassernahem Nebel

Schwierigkeit:22.1leicht (<27.5)
Tracklänge:10.0 kmmittellang (8-15 km)
Wanderzeit:3:30 h*mittellang (3-5 h)
Höhensumme:300 mgering (0-400 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.
Gebirge, Lage, Karte
Bayerische Voralpen, eigentlich Voralpengebiet. Das Wandergebiet liegt nahe der Autobahn München-Salzburg nördlich der Ausfahrt Weyarn, östlich von Valley, im Tal der Mangfall. Karte: Kompass Wanderkarte Nr. 181, Rosenheim Bad Aibling.
Datum, Begleiter, Wetter
27.12.2015; Familienausflug Schweiger/Gruber, fünf Personen. Außer uns nutzten noch andere Wanderer die günstige Gelegenheit für einen Ausflug in diesen wirklich schönen Abschnitt der Mangfall. Strahlender Sonnentag zur Wintersonnenwende mit Temperaturen über 0°. Nur in schattigen Waldstücken und auf Brücken lag etwas Reif, kleinere Seen und alte Fischweiher hatten eine Eisdecke. Auf der Strecke erforderten einige glatte Stellen besondere Aufmerksamkeit, insbesondere wenn es über Holzbohlen an sumpfigen Stellen ging.
Erreichte Gipfel
kein Gipfel erreicht. Die Wanderung geht entlang der Mangfall auf beiden Uferseiten, der höchste Punkt lag bei 665 m oberhalb des Waldrandes auf einer Wiese nahe Fentberg.
Alm(en), Hütt(en):
Maxlmühle, In dem engen Tal gibt es eine ganze Reihe von Anwesen, insbesondere am Westufer der Mangfall, darunter auch Reiterhöfe.
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Hohendilching Kirche; im Ort Hohendilching kann man an mehreren Stellen einzelne Autos parken. Adresse: Hohendilching Nr. 8, 83626 Valley. Koordinaten: N = 47.909071, E = 11.780821; Geographische Daten: N = 47°54´32.7´´, E = 11°46´51.0´´; UTM-Daten: Z = 32T, E = 707793, N = 5309937.
Von der Kirche nach Süden bergab und nach einem kurzen Stück nach links abzweigen in Richtung Skulpturengarten. Die Mangfall überqueren und sofort auf einen unscheinbaren, ufernahen Pfad einbiegen. Er ist zwar nicht markiert oder ausgewiesen, geht aber dennoch deutlich sichtbar immer mehr oder weniger direkt am Ufer entlang. Dabei weist er leichte Steigungen auf, die manchmal sogar etwas ausgesetzt sind. Trittsicherheit ist in jedem Falle erforderlich. Nach dem Überqueren der Straße nach Sonderdilching geht es erneut am Ufer des Flusses entlang. Nach dem Überqueren des Moosbaches führt der Weg von Fluss weg nach Osten bergauf, zunächst etwas wild durch den Wald, dann auf einem Forstweg am Bach entlang. Am Waldrand geht der Weg nach rechts zum keltischen Oppidum. Da wir aber sehr spät in der Zeit waren und unser bestelltes Mittagessen nicht versäumen wollten, kürzten wir mit einem weglosen Gang über ein Wiese ab, einem kurzen Stück auf der Straße und erneutem Abkürzer über eine Wiese zurück in den Wald und dann bergab zum Maxlmühle. Ab der Maxmühle führt wiederum ein unscheinbarer Pfad direkt am Fluss entlang, eher er nach einer Weilte etwas weiter wegführt. Auf einem Forstweg kommt man zum Ortsteil Schlossberg (an der Brücke) und im weiteren über den Aumühler Hof und die Anwesen der Anderlmühle zurück zum Ausgangspunkt an der Kirche.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
Hohendilching Kirche 633
Brücke Anderlmühle575 0:14
Straße nach Sonderdilching597 0:40
Überquerung Moosbach611 0:16
Waldrand Fentberg639 0:29
Maxlmühle592 0:30
Schlossberg Brücke587 0:43
Hohendilching Kirche 633 0:38
Anmerkungen:
Wenn schon das Skifahren wegen Schneemangel an Weihnachten nicht möglich ist, dann geht man eben wandern. Und es müssen nicht immer die hohen Berge mit den Almen sein. Im Voralpenland gibt es viele Gelegenheiten für Wanderstrecken entlang von Flüssen oder auf flache Berge, herrliche Einkehrmöglichkeiten in traditionsreiche Wirtshäuser inbegriffen. Die wildromantische Mangfall südlich ihres berühmten Knies eignet sich dafür bestens. Vielen ist die Gegend von der Fahrt auf der Autobahn bekannt: nahe Weyarn überspannt eine hohe Brücke das enge Flusstal. Zur Erinnerung: die Mangfall ist der Abfluss des Tegernsees und nur etwa 60 Kilometer lang. Nach diesem Fluss ist der östliche Teil der Bayerischen Voralpen benannt. In der Mitte der Wasserstrecke gibt es das bekannte „Mangfallknie“, die Änderung der Fließrichtung um fast 180 ° von Süd/Nord, ehe sie die Leitzach aufnimmt und dann auf West/Ost dreht und in Rosenheim in den Inn mündet. Es ist eine Tour – von München aus in kurzer Entfernung zu erreichen – auf der nichts fehlt. Neben dem wilden Fluss in seiner romantischen Umgebung, den nicht ganz anspruchslosen Wegen am Ufer, gibt es mit der Maxlmühle auch noch ein urbayerisches Wirtshaus in dem sich die Einkehr lohnt. Mountainbiker sind am Ufer kaum zu sehen, allerdings auch keine Rollstühle und Kinderwägen.

Die Mangfall ist in diesem Abschnitt durch etliche Stromschnellen und Felsstufen gekennzeichnet. Zusammen mit steilen und flachen Ufern, eingebettet in ursprüngliche Waldzonen, verleiht ihr das ein wildes, romantisches Bild.

Entlang der beiden Ufer führt ein Wanderpfad. Er ist gelegentlich steil und sogar etwas ausgesetzt. Man tut gut daran, achtsam zu gehen.

Zweimal muss man dabei kleinere Bäche überqueren, ohne Brücke selbstredend. So schön und einfach die Ganzjahrestour auch ist, bei nennenswertem Schnee und Eis ist sie als Wanderung nicht zu empfehlen.

Wie es sich für ein naturbelassenes Wald/Flußgebiet gehört, kann man natürlich die Spuren eines Bibers entdecken. Es sind ganz schön große Holzbrocken, die dieses Tier abnagt. Und meistens fällt der Baum in die gewünschte Richtung.

Entlang des Westufers findet man etliche Anwesen und Bauwerke in der Nähe, z.B. die Kirche von Hohendilching am Ausgangspunkt …

… oder die kleine Schwester, die Kapelle am Aumühlehof.

Auch moderne Kunst fehlt nicht in diesem bemerkenswerten Tal: der Skulpturengarten direkt am Fluss bei Hohendilching.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 06.06.2018